Aktuell
Home | Lokales | Adendorf | Adendorf erhält gute Noten – „Löwe-und-Krug-Mappe“ mit Lob, Tadel und Wünschen der Einwohner
Der Vorsitzende des Bürgervereins, Jürgen Gratzke (r.), überreicht Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack die Mappe Löwe und Krug. Zusammengefasst sind darin Lob, Tadel und Wünsche für die Arbeit und die Zustände in der Gemeinde. Foto: t&w
Der Vorsitzende des Bürgervereins, Jürgen Gratzke (r.), überreicht Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack die Mappe Löwe und Krug. Zusammengefasst sind darin Lob, Tadel und Wünsche für die Arbeit und die Zustände in der Gemeinde. Foto: t&w

Adendorf erhält gute Noten – „Löwe-und-Krug-Mappe“ mit Lob, Tadel und Wünschen der Einwohner

ml Adendorf. Mit besonderer Genugtuung dürfte Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack am Sonnabend im Erbstorfer Restaurants Lims die „Löwe-und-Krug-Mappe“ des Bürgervereins in Empfang genommen haben. Nicht nur, dass die Bürger das Leben in der Gemeinde mit der Gesamtnote 2,3 und damit noch einmal besser als vor zwei Jahren (2,4) bewerten, auch mit dem Engagement ihres Bürgermeisters sind die Adendorfer sehr zufrieden. „Das gab es noch nie, dass die Einwohner explizit den Bürgermeister loben“, sagte Jürgen Gratzke, Vorsitzender des Bürgervereins.

In der „Löwe-und-Krug-Mappe“ tragen Gratzke und seine Mitstreiter alle zwei Jahre Lob, Tadel und Wünsche der Adendorfer zusammen. Dafür hat der Verein schon vor Wochen alle 5500 Haushalte der Gemeinde angeschrieben, mit dem Schreiben einen Fragebogen verschickt und um das Votum der Bürger gebeten. Beim traditionellen Bürgeressen wird zu Jahresbeginn die Mappe an den Rathauschef übergeben. Und auch in diesem Jahr ließen es sich viele Mitglieder nicht nehmen, persönlich dabei zu sein: Rund 140 Gäste kamen ins Lim`s und waren von Essen und musikalischem Rahmenprogramm begeistert. Zunächst hatte die elfköpfige Adendorfer Bürgerband die Stimmung im Saal angeheizt, anschließend rissen die 45 Musiker des Bardowicker Blasorchesters „Flutissima“ ihre Gäste mit. „Das war ganz große Klasse“, urteilte Gratzke.

Ein besonderes Lob hat sich aus Sicht der Adendorfer auch die Jugendfeuerwehr Erbstorf verdient. Ende vergangenen Jahres bastelte der Brandschutz-Nachwuchs aus dem Adendorfer Ortsteil den mit einem Durchmesser von 22 Metern wohl größten Adventskranz der Welt, organisierte für jedes Adventswochenende ein buntes Programm und spendete mit fast 4500 Euro die Hälfte des Erlöses an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

Doch auch sonst sind die Bürger mit der Entwicklung ihres Ortes in sehr vielen Bereichen zufrieden. Gelobt werden unter anderem die gute Infrastruktur wie Wochenmarkt, Sportstätten und die Einrichtung eines Wohnmobilstellplatzes , der Kinderladen, das neue Nutzungskonzept für den „Kirchwaldtreff“ und auch die Bürgerversammlungen, die oft vor wichtigen Ratsentscheidungen durchgeführt werden.

Nicht zufrieden sind die Bürger indes mit dem schlechten Zustand einiger Straßen und der schlechten Straßenbeleuchtung in einigen Wohngebieten. Auch die Parksituation an der Dorfstraße und die daraus resultierenden gefährlichen Verkehrssituationen werden von vielen Adendorfer kritisiert. Ebenso die „Raserei“ im Kirchweg. Auch die schlechte Busverbindung nach Erbstorf sowie der gänzlich fehlende Linienverkehr zu einigen größeren Märkten stößt den Bürgern bitter auf.

Zur Kritik an der Verkehrssituation auf einigen Straßen im Ort passen die Bürgerwünsche, den Kreisel an der Kreuzung Grüner Weg/Kirchweg zurückzubauen und die Geschwindigkeit der Autofahrer öfter zu kontrollieren. Auch würden die Adendorfer einen kostenlosen Hotspot (kabellose Internetverbindung) in der Ortsmitte begrüßen sowie sich über die Ansiedlung eines Augenarztes und eines Kinderarztes freuen. „Nach Aussagen des Bürgermeisters laufen entsprechende Gespräche“, sagte Gratzke. Zudem kümmert sich der Rathauschef schon seit Monaten intensiv um ein Thema, das viele Adendorfer ebenfalls auf ihrem Wunschzettel haben: einen Bahnhaltepunkt.

Neben der Gesamtnote für ihre Gemeinde hatte der Bürgerverein die Bürger zu zwei Themen direkt befragt: Demnach lehnen 58 Prozent Tempo 30 Im Suren Winkel ab, lediglich 27 Prozent sind dafür. 15 Prozent haben dazu keine Meinung. Auch lehnt es eine Mehrheit von 44 Prozent ab, den Nikolausmarkt zum Marktplatz zu verlegen. Nur 31 Prozent sind dafür, 24 Prozent unentschieden.