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In Lopau ist eine Spaziergängerin jetzt auf ein Rudel Wölfe getroffen. Die Tiere waren neugierig, die Frau flüchtete sich zu ihren Auto. Foto: A./t&w
In Lopau ist eine Spaziergängerin jetzt auf ein Rudel Wölfe getroffen. Die Tiere waren neugierig, die Frau flüchtete sich zu ihren Auto. Foto: A./t&w

Unter Wölfen: Unheimliches Rendezvous bei Lopau

emi Amelinghausen. Lopau, ein sonniger Freitagmittag im Februar: Anja Nowak geht gerade mit zwei Hunden auf dem Töpferweg in Lopau spazieren, als in rund 200 Meter Entfernung plötzlich Tiere in ihr Blickfeld geraten. Vorsichtshalber leint die 46-Jährige die beiden Golden Retriever an. Erst, als der Pulk nahe genug herangekommen ist, erkennt die Amelinghausenerin: Es sind Wölfe. Sieben Exemplare zählt sie später. Zunächst versteckt sie sich zwischen Bäumen. Doch die Wölfe kommen näher, ein Hund bellt. Die 46-Jährige gerät in Panik, geht mit den Hunden zurück zum Auto. Die Wölfe folgen dem Trio in sicherem Abstand, lassen sich auch durch lautes Schreien nicht vertreiben. Nach rund 15 Minuten sind sie plötzlich verschwunden. Völlig aufgelöst erreicht Anja Nowak schließlich ihren Wagen, bei ihrem Nachbar in Amelinghausen bricht sie zusammen.

Ich möchte einfach nur die Information weitergeben, die Geschichte weder verharmlosen noch dramatisieren. Mir ist wichtig zu sagen, dass die Wölfe keinerlei Drohgebärden gezeigt haben. Anja Nowak

Seit ein Fachmagazin über den Vorfall berichtet hat, macht die Geschichte in der Region die Runde. Und die Wellen schlagen hoch in der Debatte um die Rückkehr von Isegrim zu hoch, findet Anja Nowak. Sie distanziert sich von der Berichterstattung des Fachmagazins: „Ich möchte einfach nur die Information weitergeben, die Geschichte weder verharmlosen noch dramatisieren. Mir ist wichtig zu sagen, dass die Wölfe keinerlei Drohgebärden gezeigt haben.“

Wolfsberater Uwe Martens hat noch am selben Tag am Töpferweg Spuren festgestellt, die möglicherweise von den Wölfen und Hunden stammen. Ähnlich wie Nowak warnt der 43-Jährige vor Panikmache. Aber er sagt auch: „Es wird immer erzählt, dass Wölfe Reißaus nehmen, wenn sie den Menschen drei Kilometer gegen den Wind riechen. Das stimmt nicht. Sie haben zwar eine gewisse Grundscheu, aber sie sind keine Fluchttiere, da sie in der Nahrungskette sehr weit oben sind.“ Vor allem Jungtiere seien neugierig und kämen oft dicht an Menschen heran. „Gefährlich wird es, wenn sie die Scheu in der Pubertät nicht verlieren. Aber das ist unnatürlich.“

Wir können den Menschen nach derzeitiger Gesetzeslage nicht helfen. Jäger können nichts anderes machen als dem Wolf klatschend hinterherzurennen. Torsten Broder

Angesprochen auf den Fall in Lopau, kann sich der Vorsitzende der Lüneburger Jägerschaft einen Kommentar nicht verkneifen: „Wir können den Menschen nach derzeitiger Gesetzeslage nicht helfen“, sagt Torsten Broder. „Jäger können nichts anderes machen als dem Wolf klatschend hinterherzurennen.“ Man müsse den Bürgern aber deutlich machen, „dass die Wölfe in der Gegend sind und dass sie uns weiter beschäftigen werden“. Schilder, die auf die grauen Räuber aufmerksam machen, hält Broder deshalb für eine Möglichkeit. Und ist sich darin mit Wolfsberater Uwe Martens einig: „Wenn man mitten in einem Wolfsgebiet spazieren geht, sollte man vorher wissen, dass man einem Wolf begegnen kann.“

Nachdem ein Wolf im Landkreis Vechta in der Nähe eines Waldkindergartens gesichtet worden war, nahm jetzt Almut Kottwitz, Staatssekretärin im niedersächsischen Umweltministerium, Stellung: „Die Sicherheit des Menschen steht an erster Stelle. Sollte es belastbare Hinweise auf ein auffälliges Verhalten eines Wolfes geben, müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um eine Gefährdung auszuschließen.“ So könne der Wolf vertrieben oder eingefangen werden. Grundsätzlich sei sie überzeugt, dass ein Nebeneinander von Mensch und Wolf in Niedersachsen möglich ist. „Ein sachlicher Umgang, der weder die Probleme und Gefährdungen im Einzelfall verharmlost, noch den Wolf als generelle Gefahr darstellt, ist bei diesem emotionalen Thema sehr wichtig.“

84 Kommentare

  1. Wollten die nur spielen ? Egal. Ich suche seit einigen Dekaden in den Wäldern um Melbeck herum Pilze, das ist jetzt für mich vorbei. Schilder aufzustellen kann man sich schenken !

    • Warum haben sie Angst .das sie beim Pilze pflücken ,angefallen werden ?. Für jeden mist stehen Schilder im Wald ..Schutt aladen verboten und und ..für fremde Spaziergänger ist ein Wolfs Schild eine gute Hilfe ..bleibt eben draussen aus dem Wald

      • Klingt nach dem Kommentar von jemandem, der die Welt mutig aus der Sofaecke beurteilt. Nebenbei: Sehr beeindruckende Rechtschreibung !

        • War igendwas in deinen Pilzen? Ich denke schon…

          • Ich gehe weiterhin alleine bis in die Abendstunden alleine im Landkreis Vechta in die Wälder und auf die Äcker. Ich glaube da musst du dir mehr Sorgen um einen Zeckenbiss mit tödlichen Ausgang machen, als über einen Wolfsangriff. Durch Zeckenbiss kommen in Deutschland jährlich mehr Menschen zu Schaden, als es in den nächsten 300 Jahren je durch den Wolf in Europa passieren wird. Ich hätte da weit mehr Angst vor einer überraschten Wildsau mit Frischlingen!!!

          • Lieber Frank,
            eine Wildsau riechen sie einige Zig Meter, bevor sie auf sie Treffen. Seien Sie also ganz beruhigt, dass sie so schnell nicht zwischen eine Wildsau und ihre Frischlinge geraten werden. Schon gar nicht zwischen eine „überraschte“.

            Es wäre schlauer, wenn das unzutreffende Wildschweinargument genauso stecken gelassen würde, wie das mit den angeblich jährlich von Rehböcken aufgespießten Kindern und dem Rotkäppchensyndrom.

  2. Ich finde diese Geschichte sehr interessant! Fast „beneide“ ich Frau Nowak ein wenig um das Erlebnis. Denn wer sieht einfach so ohne groß auf der Lauer zu liegen mal einen Wolf? Viele Fotos entstehen mit Fotofallen. So ein fast hautnahes Erlebnis ist doch interessant. An ihr waren sie bestimmt nicht interessiert, eher an den Hunden, die bestimmt eher in ihr Beuteschema passen. Leider wird der Wolf immer noch als böse dargestellt. Doch auch er hat seine Lebensberechtigung, finde ich. Erst wurde er fast ausgerottet, nun ist er vermehrt zurück. Ich finde es gut, das Frau Nowak betont, das es keine Panikmache sein soll!
    Hier in der Oberlausitz soll es etliche Rudel geben, doch leider habe ich noch keinen Wolf sichten können. Es ist eigentlich bekannt, dass sie immer einen gewissen Abstand halten. Sie waren bestimmt nur neugierig. Mensch und Tier leben nicht immer in absoluter Feindschaft. Einige Tiere suchen förmlich die Nähe zu den Menschen.
    Ich hoffe, Frau Nowak hat sich von ihrem Schreck erholt und kann sich im Nachhinein an der doch wirklich besonderen Begegnung in Gedanken erfreuen.

    • Liebe Frau Haase,
      im Umkreis des Munsteraner Rudels muss man schon lange nicht mehr suchen, um Wolfsspuren zu sichten. Auch die Wolfssichtungen nehmen deutlich zu (nur landen nicht alle in der Presse). Also steigen Ihre Chancen.
      Setzt allerdings voraus, dass Sie die Zeichen auch deuten können.
      Solange Sie nicht auch zu der Fraktion Menschen gehören, die bei der Fahrt über die nächtliche Landstraße auch das Wild (Rehe, Wildschweine) an den Straßenrändern nicht wahrnimmt. Dann wird es schwer, denn der Wolf läuft nicht wie auf dem Laufsteg vor Ihnen auf und ab, damit Sie ihn bemerken.

      • Liebe Kerstin,
        danke für den Hinweis.
        Ich traue mir schon zu die Spuren zu erkennen, wo ich mich doch oft in der wilden Natur aufhalte und auch meine hier Spuren gesichtet zu haben. Da ich aber, wie erwähnt, in der Oberlausitz lebe ( ehemalige Lüneburgerin), ist es mir leider nicht möglich, das Munsteraner Rudel zu sichten.
        Selbstverständlich gehöre ich nicht zu den erwähnten Menschen, die Nachts auf der Landstraße keine Wildschweine u. A. wahrnimmt. Das ist eine nicht höfliche Unterstellung.
        Ich erwarte auch nicht, dass Wölfe wie auf dem Laufsteg vor mir auf und ab laufen. Ich bin eine geduldige Naturbeobachterin und konnte deshalb schon einige besondere Naturerlebnisse fotografisch festhalten.
        Der Bericht hat mich nur sehr interessiert, bevor ich wusste, wie aufgebauscht die ganze Angelegenheit wurde. Ich interessiere mich nur für die Natur und nicht den Wirbel der hier veranstaltet wird.

  3. Oh Mann

    Die armen Jäger können den Menschen nicht helfen ?… In dem man Wölfe erschiesst wollt ihr helfen ?.

    • Liebe Frau Wolf
      was möchten Sie uns denn mit Ihrem Kommentar sagen?
      MfG
      tgedis

      • Lassen Sie es mich so ausdrücken, mein alter Freund Frank hat mir erzählt, daß man bei Bildern immer zuerst oben rechts hinschaue, das habe man herausgefunden. Im Grunde schaue man sogar nur rechts oben hin, alles außer rechts oben existiere nur in unserer Vorstellung. Das habe man noch nicht herausgefunden, aber wenn er Leute beim Anschauen seiner Bilder beobachte, dann habe er das Gefühl, daß es nicht mehr lange dauern werde, bis man das auch noch herausfinde. Er habe im Übereifer schon mal einige Bilder gemalt, bei denen er alles außer rechts oben weggelassen habe, aber inzwischen bezweifle er, daß das klug war. Schließlich könne auch er nicht genau sagen, wo oben rechts aufhöre und unten links anfange. Folglich könne man vom Übriggebliebenen wiederum alles bis auf rechts oben weglassen. Am Ende werde sich noch herausstellen, daß es rechts oben in dem Sinne gar nicht gebe und man sich alles bis auf den einen letzten Punkt am äußersten Rand rechts oben einbilde. Dann könne er sich die ganze Malerei im Grunde sparen. Da das aber auch fad wäre, male er eben weiter wie bisher.

        • Ist alles senkrecht bei dir? Auch rechts oben im Kopf?

          • Ich finde solche Hassmails wie die von dir nich ok, Quern.

            Vielleicht solltest du dir einfach mehr Mühe geben, andere rigtich zu verstehen. Immer von oben herrap bedeutet vllt. bloß dass der letzte Therapie Termin nicht hätte von dir faschludert werden dürfen.

        • Lieber Künstler,

          Wäre doch schön, Sie ersparten sich und uns solch sinnfreie „Kommentare“ ! Ich habe geglaubt, solche Zumutungen hier nicht mehr lesen zu müssen, aber ich täuschte mich wohl. Sie haben die Entwicklung dieses Forums nicht mitvollzogen.

          • Lünstler Kieber

            Ich möchte zwei Prämissen erfinden und ihnen den Titel geben: „Sinnkomme Freientare unter Zwölfen“:

            1. Die Sinnfreiheit ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Mündigkeit.

            2. Niveau ist eine Voraussetzung für Sinnfreiheit.

            Das Wort bedeutet, anders als Sinnlosigkeit, nicht, dass kein Sinn vorhanden ist, sondern, ganz im Gegenteil, dass ein Sinn nicht nur vorhanden, sondern frei ist von lähmenden Einschränkungen wie der schnöden Logik oder gar den harten Fakten.

            Erst die Sinnfreiheit macht den Menschen zu dem, wofür er sich schon seit der Erfindung des Rades oder spätestens seit Erbauung der Freizeitstatue hält: Die Krone der Schöpfung. Ein scharfsinniger Mensch mag vielleicht in der Lage sein, die Dinge zu verstehen, die ihn umgeben, doch nur der sinnfreie wird ebenso die Dinge durchschauen, die ihn nicht umgeben, die es nicht gibt und die es gar nicht geben könnte. Nur auf den Schwingen der Sinnfreiheit kann sich der menschliche Geist zu majestätisch aufragenden Wortmeeren entfalten und blühende Gedankenschlösser aufspannen.

            Niemals würde sich ein freier Sinn in stur geraden Bahnen über den Boden ziehen wie die Wahrheit oder sich wirr verknoten wie blanker Unsinn. Ebensowenig dreht er sich immerzu um das selbe Thema, ohne dabei wirklich vom Fleck zu kommen. Der wahrhaft freie Sinn bewegt sich in anmutigen, dem mitdenkenden Geist schmeichelnden Kurven, erhebt sich mitunter in geistige Höhenflüge und streift die Realität nur gelegentlich auf seinem Weg durch alles und nichts.

            Der Weg zur Sinnfreiheit ist nicht steinig, sondern unendlich. Deshalb wird die Sinnfreiheit nur selten wirklich erlangt. Viel zu oft verläuft sich der Mensch auf den tückischen Seitenpfaden des Lebens und findet nicht die Sinnfreiheit, sondern nur Tod und Verderben, in einigen Fällen gar Erkenntnis und Weisheit.

            Doch zwischen all den Gescheiterten gibt es doch immer wieder jene Glücklichen, die es geschafft haben und die Hoffnung neu erstrahlen lassen. Wenn man seine Suche hier beginnt, ist man sicherlich auf dem richtigen Weg. Dort sieht es ähnlich aus, doch woanders wird man es schwierig haben. Aber der da hat es ja auch geschafft, es kann also nicht unmöglich sein.

            „Und so meint ’sinnfrei‘ nicht etwa ‚ohne Sinn‘, sondern die Befreiung des Sinnes, und die Befreiung des Sinnes ist die Sinnfreiheit.“ – William Shakespeare (Er sagte dies nicht wörtlich, aber er hätte es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gesagt, wenn ihm dieser Gedanke gekommen wäre, vorausgesetzt, er hätte ihn für erwähnenswert befunden.)

          • Laut Duden bedeutet sinnfrei „völlig ohne Sinn,sinnentleert“. Und genau das ist Ihr Kommentar. Oder vielleicht trifft es „Blödsinn“ im wahrsten Sinne des Wortes besser.

  4. Nicht wundern, wenn doch etwas passieren sollte! Tiere gehen immer vor. Wenn Deutschland heißt, dass, während der Tieraktivist für die Gelbbauchunke kämpft, seine Hauskatze geschützte Singvögel tötet, können Einzelfälle der Tötung von Menschen durch Wölfe angemessen erscheinen. Es wären ja nur Einzelfälle.

  5. Warum wurde eigentlich in diesem Beitrag schamhaft verschwiegen, dass es sich bei dem „Fachmagazin“ um die Jagdzeitung „JÄGER“ handelt, die aus der Wolfsbegegnung der Frau Nowak eine unglaubliche Räuberpistole gemacht hat?

    • Hallo Sylvia Nana, „schamhaft verschwiegen“ wurde hier mit Sicherheit gar nichts. Der Mehrwert dieser Info ist lediglich infrage zu stellen. Wollte man dennoch Genaueres über das besagte Fachmagazin erfahren, ließe sich dies erreichen, indem man den Namen Anja Nowaks googelte…

      Vielen Dank für Ihren Beitrag und beste Grüße aus der LZ-Online-Redaktion

      • Liebes LZ-Online Team,
        können Sie mir Auskunft über die Herkunft/Urheber des oben abgelichteten Fotos geben? Mit den drunterstehenden Angaben, kann ich wiederum nichts anfangen.
        …Desweiteren wäre es für die hier Anwesenden schon interessant, welch Ausmaße die Geschichte von Anja Nowak, auf der Facebook-Seite des genannten Jaeger-Magazins genommen hat, ohne dabei jetzt Frau Nowak die Schuld dafür geben zu wollen.
        Reißerische Berichtserstattung welche man nur von einer anderen einschlägigen Tageszeitung kennt. Viele Jäger distanzieren sich in ihren Äußerungen vom Magazin und den dort zu lesenden, hetzerisch verfaßten Beiträgen. Jeder sollte sich mal fragen, warum dort kritische Einträge, Wolfsbefürworter oder gepostete Fakten (incl.Quelle) gelöscht werden. Beste Grüße

        • Hallo Herr Petersen,

          bei dem Bild handelt es sich um ein Foto aus dem Archiv, daher das Kürzel „A.“. Das Kürzel „t&w“ steht wiederum für unser Fotografen-Team Tamme und Wege. Kurzum: Bei dem Beitragsbild handelt es sich um ein Symbolfoto.

          Beste Grüße aus der LZ-Online-Redaktion

  6. Sind Wöllfe Schweine?

    Eine Zeitlang hab ich ja auch erwogen, den Informationsaustausch mit meinen Mitmenschen künftig ausschließlich über die Presse zu tätigen, ihn auf diesem Wege für die Ewigkeit festzuhalten. Doch irgendwie ist es unbefriedigend, wenn die Beschwerde über die Lebensgefährtin, die einem am Vorabend des WM-Auftakts unkommentiert sämtliches Bier wegsäuft, erst zig Monate, nachdem das Länderspiel getränkelos abgepfiffen wurde, in dieser Lz-online-Rubrik erscheint.

    Wie kommt ihr anderen hier damit klar?

    Theobald Fuchs

  7. ich bin immer gern und viel im Wald unterwegs gewesen. Bislang habe ich keinen Wolf gesehen.
    Kann sein, dass ich gut davon komme, wenn mir ein Rudel Jungwölfe entgegen kommt oder nachläuft, um mal zu riechen, was das für ein Wesen ist. Sicher bin ich mir nicht…..
    Reichen 2 Walkingstöcke zur Abwehr? Und wann begegnet mir das Rudel mit adulten Tieren, die wissen, dass vom Menschen keine Gefahr ausgeht und eine Hatzjagd veranstaltet? Ich möchte nicht der erste sein, dessen Überreste vielleicht mal gefunden werden.
    Mir ist es lieber, wenn einer dieser Pro Wolf Liebhaber sich dieser Erfahrung stellt. So mit dem letzten Gedanken: Mist, ist doch was drann an den alten Geschichten.

    • Sind Sie vielleicht der Wolf in dieser Fabel?

      Denken Sie mal drüber nach:

      Ein Lämmchen löschte an einem Bache seinen Durst. Fern von ihm, aber näher der Quelle, tat ein Wolf das gleiche. Kaum erblickte er das Lämmchen, so schrie er:

      „Warum trübst du mir das Wasser, das ich trinken will?“

      „Wie wäre das möglich“, erwiderte schüchtern das Lämmchen, „ich stehe hier unten und du so weit oben; das Wasser fließt ja von dir zu mir; glaube mir, es kam mir nie in den Sinn, dir etwas Böses zu tun!“

      „Ei, sieh doch! Du machst es gerade, wie dein Vater vor sechs Monaten; ich erinnere mich noch sehr wohl, dass auch du dabei warst, aber glücklich entkamst, als ich ihm für sein Schmähen das Fell abzog!“

      „Ach, Herr!“ flehte das zitternde Lämmchen, „ich bin ja erst vier Wochen alt und kannte meinen Vater gar nicht, so lange ist er schon tot; wie soll ich denn für ihn büßen.“

      „Du Unverschämter!“ so endigt der Wolf mit erheuchelter Wut, indem er die Zähne fletschte. „Tot oder nicht tot, weiß ich doch, dass euer ganzes Geschlecht mich hasset, und dafür muss ich mich rächen.“

      Ohne weitere Umstände zu machen, zerriss er das Lämmchen und verschlang es.

      Das Gewissen regt sich selbst bei dem größten Bösewichte; er sucht doch nach Vorwand, um dasselbe damit bei Begebung seiner Schlechtigkeiten zu beschwichtigen.

      • ist ein bisschen verfabelt, Ihre Geschichte. Erklären sie es mir!

        • Der Mensch ist der Wolf, der Wolf das Lämmchen. Das Lämmchen wird gefressen. Als Rechtfertigung dienen die Märchen vom „bösen Wolf“.

          Niemand hier (ich auch nicht) ist Kynologe, niemand hat eine wissenschaftlich, oder auch nur durch Umgang und Kennerschaft oder aufgrund eines umfassenden Studiums der Fachliteratur haltbare Meinung zur Sache und trotzdem wird pro oder contra krakeelt.

          Die „Wut“-Bewegung, die sich hier (harmlos) entlädt, indem sie, wie auf den Sraßen von Dresden und Leipzig, (schon weniger harmlos) Leerformeln in die Luft schreit, braucht endlich ein Ziel.

          Und das kann doch nicht ernsthaft darin bestehen, das Abendland vor ausgewilderten Wölfen – oder „der Islamisierung“ – bzw. „die Wölfe“ oder „den Islam“ vor dem Abendland zu bewahren. Auch die übrigen, allseits bekannten Forderungen laufen sich zu Tode, weil sie entweder zu unbestimmt, längst Regierungspolitik oder Lieblingsthemen der Opposition sind.

          Es ist einfach an der Zeit, dass „das Volk“ sich endlich darüber klar wird, wer nun eigentlich das Volk ist. Vielleicht dadurch, dass alle sich konkreten Themen zuwenden, die jeden angehen, aber auch von jedem eine konkrete und begründete Meinung verlangen.

          Schauen Sie doch mal bei Blog.jj vorbei. Hier gibt es zwei, drei solcher Themen über die man als Einzelmensch nachdenken und sich trotzdem irgendwie als „Volk“ angesprochen fühlen kann:

          http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/217359-lueneburgs-pawlowsche-hunde-zwischen-kirchturmpolitik-und-visionen

          Der Aberwitz, mit den leeren Sprechblasen, der sich in dem nichts und alles sagenden, also nichtssagenden Gebrüll „Wir sind das Volk!“ konzentriert, in dem „das“ Volk angeblich seine Meinung sagt, nimmt dann vielleicht in einem an Inhalten orientierten Blumenstrauß eigener Meinungen ein gutes Ende.

          • Danke, so hätte ich mir das Sinnbildliche ihrer Fabel auch erklärt. Und, spannender Weise habe auch ich den Gedanken gehabt, den Bogen weiter zu spannen. Sinnbildlich die Angst vor dem Wolf symbolisch für „das Böse“ in unserer Zeit zu setzen, oder sagen wir, weniger dramatisch: das was uns ängstigt.
            All die Jahre war ich unbefangener Spaziergänger und Pilzesammler, Erholung und Entspannung in der Natur. Das ist jetzt nicht mehr so.
            Ihre Parallele zum Islam bietet sich an. Auf der emotionalen Ebene durchaus vergleichbar: was ist da bereits in „unserem“ Land, ist es überhaupt kontrollierbar?. Was kommt auf uns zu, was auf unsere Kinder und Kindeskinder? Täglich neue Berichte über die Gräueltaten des IS. Noch zu weit weg?
            Zurück zu meiner Wolfsangst.
            Wir haben die Zusicherung der Wolfsbeauftragten, dass auf „Problemwölfe“ reagiert werde, dass die Populationen kontrolliert werden, damit eine bestimmte Zahl von adulten Wölfen nicht überschritten werde. Ob die Umsetzung dann tatsächlich so ist, sei dahin gestellt. Die Idee, wieder größere Raubtiere in unserem Land heimisch werden zu lassen, halte ich nicht für sinnvoll. Weder für Mensch, noch für Tier.

        • Ich danke IHNEN !

          Und ich finde es gut und richtig, dass Sie nicht nur auf das Ihren Augen unmittelbar Zugängliche schauen, sondern versuchen, „den Bogen weiter zu spannen“ und das Allgemeinen im Besonderen zu erkennen. Das ist die Haltung des älteren Goethe, den in allem – auch im Natürlichen – immer vorrangig „das Symbolische“, „das Gleichnishafte“ oder, wie Sie sagen, „das Sinnbildliche“ faszinierte.

          Dennoch, fürchte ich, haben wir uns nur zum Teil verstanden.

          Zuerst: Die Fabel ist selbstverständlich nicht von mir. Das Grundgerüst, das nach mehrhundertjähriger Bearbeitung in der vorliegenden Übersetzung auf uns gekommen ist, wird dem griechischen Dichter Äsop zugeschrieben, über den man nicht sehr viel weiß, außer, dass er um 600 v. Chr. entweder in Phrygien, Thrakien oder in Ionien, in Samos nämlich, lebte und auf einer Reise nach Delphi von den dortigen Priestern wegen Gotteslästerung ermordet wurde. Heute würden wir sagen, als spöttelnder Aufklärer, der sich gegen Mystizismus, Fanatismus, Volksverdummung und Aberglauben wandte, war er seiner Zeit voraus und wurde von uneinsichtigen Rechthabern totgeschlagen.

          Meine Absicht war, Ihnen all die Aspekte, die in der Geschichte stecken, als Parallelgeschichte anzubieten. Nehmen Sie noch das eben Gesagte hinzu, haben wir eine Parabel, die fast alles illustriert, was sich auf dieser Kommentarseite abgespielt hat. Richtig: Der Wolf steht für das, was uns ängstigt. Meinetwegen steht auch der Islam dafür. Was uns Angst macht, wenn wir vom Canis lupus (oder von Isegrimm) hören, sind der alte Köhlerglaube, der uns seit der frühen Bronzezeit in den Knochen steckt, und die Ammenmärchen vom „bösen“ Wolf. Was uns am Islam besorgt, sind Zeitungsberichte und Fernsehbilder über die zu Teilen in Aufruhr befindliche Welt jener Nationen, in denen der Islam die Mehrheitsreligion ist und die in der islamischen Rechtstradition, dem Dar al-Islam, stehen.

          Zum Islam: Wir leben in einer Zeit in der die Menschen mobil sind wie niemals zuvor. Deutsche leben praktisch überall auf der Erde und Menschen von überall auf der Erde leben in Deutschland. Dieser Trend ist unumkehrbar. Unter den Neubürgern in Deutschland sind einige, die der Gemeinschaft gläubiger Muslime (Umma) im religiösen Sinne zuzurechnen sind. „Den“ Islam dagegen gibt es nicht. „Die Gräueltaten des IS“ und anderer Mörder islamischer Glaubenszugehörigkeit sind ebenso wenig repräsentativ für die Menschen islamischen Glaubens wie Anders Breivik es für „die“ Norweger oder Adolf Hitler es für „die“ Deutschen ist. Hüten wir uns vor „Vergleichen auf der emotionalen Ebene“ ! Mörder sind zwar auch Menschen, aber Menschen sind nur in ganz seltenen Ausnahmen Mörder. Das gilt uneingeschränkt FÜR ALLE Menschen — ganz gleich welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung.

          Zum Wolf: Obwohl in Bulgarien, Italien und Rumänien immer Wölfe lebten, sind in ganz Europa während der letzten 50 Jahre nur neun Fälle bekannt, bei denen Menschen durch frei lebende Wölfe getötet wurden, in Deutschland jedoch nicht einer. Bei fünf dieser Fälle konnte bei den Wölfen Tollwut nachgewiesen werden. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum starben – nur in Deutschland – mehr als 300 Menschen an den Folgen eines Blitzschlages und – nur in Deutschland – ungefähr 250 Menschen (vermutlich mehr, es gibt eine Dunkelziffer) durch Verzehr von Pilzen, während es – nur in Deutschland – über 350.000 Tote im Straßenverkehr gab. Wollen wir das Autofahren einstellen?

          Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo in Niedersachsen ein Wolf Ihnen beim Waldgang ins Bein beißt, ist also nicht größer als die, dass Sie beim nachmittäglichen Pilzsuchen im Hasenburger Wald zwischen einer Gruppe honiggelber Hallimasche einen ausgefüllten und gültigen Lottoschein finden, der Ihnen am nächsten Morgen den Hauptgewinn im EuroJackpot beschert.

          Bleiben Sie „unbefangener Spaziergänger und Pilzesammler“ und suchen Sie weiterhin „Erholung und Entspannung in der Natur“! Und sollte eines ihrer Enkelkinder eines Tages Hochzeit feiern und der geliebte Mensch an seiner Seite stammt eventuell aus Pakistan, seien sie glücklich, ebenso glücklich, wie Sie sein dürfen, wenn Ihnen der liebe Gott die nahezu unwahrscheinliche Gnade gewährt, einmal im Leben einen frei laufenden Wolf in der Nähe des Lopausees beobachten zu können!

          Sollten Sie aber die Zeit haben, an Debatten teilzunehmen, die echte Probleme berühren, nämlich welche, die tatsächlich auch Sie betreffen könnten, schauen Sie bei Blog.jj vorbei und schreiben Sie dort einen ebenso gut überlegten Kommentar wie Ihren letzten von oben: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/217359-lueneburgs-pawlowsche-hunde-zwischen-kirchturmpolitik-und-visionen#comment-36995

          Mit freundlichen Grüßen

          Kurt Wenninger

    • Seh ich als alte Pilzsammlerin genauso. Danke, ich habe den Eindruck, da ist – außer mir natürlich – noch jemand bei klarem Verstand…

    • Ja Ja wenn der Wolf schon in einem Landkreis kommt, welcher das alte Fanggerät für Wölfe eine „Wolfsangel“ gleich dreifach im Landeswappen trägt, was hat er dann anderes zu erwarten. Tradition verpflichtet halt und die alte Angst kommt wieder hoch. 😉 ich denke Wildschweine sind da viel gefährlicher. Sucht mal im Netz nach Angriffe auf Menschen durch Wölfe in Europa. In Schweden z.B. Die hatten schon immer Wölfe. Wenn Der Wolf doch mal zugebissen hat hatte er meist Tollwut, dagegen kann man aber präventiv Impfen und nicht alles wieder ausrotten.

  8. Einzelfall oder wird nur verschwiegen?
    http://www.jaegermagazin.de/aktuelles/detail.php?objectID=5443&class=62
    Scheu sind die Wölfe jedenfalls nicht.

  9. Wenn man sich aufgrund einer Berichterstattung über eine (harmlose) Wolfsbegegnung nicht mehr in den Wald traut, sollte man seine persönliche Risikobewertung in Alltagsangelegenheiten einer kritischen Betrachtung unterziehen.

    In Deutschland ist seit der Rückkehr der Wölfe im Jahr 2000 kein einziger Mensch von einem solchen angegriffen, verletzt oder getötet worden.

    Im gleichen Zeitraum gab es aber 75.759 Verkehrstote. Trotzdem zeigen wir beim Autofahren keine Hysterie und setzen uns bereitwillig hinters Lenkrad.
    Jährlich gibt es in Deutschland durchschnittlich 74.000 Alkoholtote. Trotzdem genehmigen wir uns ein oder mehr Gläschen und sehen keinen Grund, diese Tatsache aufgeregt in den Medien zu diskutieren, unsere Trinkgewohnheiten zu ändern oder den Verkauf zu reglementieren.
    Und wer Angst um seine Kinder hat, sollte seinen sorgsamen Fokus vielleicht nicht auf den Wolf, sondern auf die eigene Familie und das soziale Umfeld richten, denn in genau diesem werden jährlich durchschnittlich 160 Kinder getötet.
    Und es dürften auch mehr Menschen durch Pilzvergiftungen zu Schaden gekommen sein als durch einen Wolfsangriff, dessen Häufigkeit seit Isegrims Rückkehr bekanntlich bei exakt NULL liegt.

    „Der Risiko-Irrtum resultiert zu einem Großteil aus den Medien. […] Das menschliche Gehirn neigt dazu, spektakuläre, aber unwahrscheinliche Gefahren abzuspeichern. Je öfter eine Gefahr dargestellt wird, desto mehr wird an ihre Existenz geglaubt. Professor Ortwin Renn, Soziologe an der Uni Stuttgart: „Die subjektive Wahrnehmung und die objektive Realität gehen weit auseinander.“

    http://www.frankenpost.de/jugend/jugendportal/lifestyle/art182073,1945190

    Insofern hat das beterffende Jagdmagazin ganze Arbeit geleistet, viele Menschen, die jetzt ängstlich geworden sind, in die gewünschte Richtung zu manipulieren. Aber wollen Sie das wirklich mit sich machen lassen, liebe Leser?

  10. Liebe Sarina,
    Sie wollen doch bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen?
    Verkehrstote mit Opfern von Wölfen zu vergleichen hat etwas von Verdrängung, beim Verkehr versucht man laufend das Risiko zu mindern, somit darf ich Ihre Äußerung dahin interpretieren, dass wir die Wölfe aus unserer Kulturlandschaft wieder entnehmen, denn diese Gefahr wurde schon mal gebannt.

    Die Gefahr durch Wölfe in einem besiedelten Land wie Deutschland kann man nun mal nicht runterspielen.
    Finnland duldet 150 Wölfe, bei 5 Millionen Einwohner und der Fläche von Deutschland.
    Warum sollten wir in Niedersachsen 400 Wölfe als annehmbar hinnehmen und weiterhin dem Glauben verfallen, es gäbe kein Gefahrenpotenzial?
    Die Jungwölfe in der Heide beweisen genau das, was Fachleute (keine „Experten“) voraus gesagt haben, der Wolf wird seine Scheu verlieren und zu potenziellen Gefahr.
    Der Wolf ist sehr lernfähig und was hat er gelernt? Der Mensch ist keine Gefahr, somit ist er zum potenziellen Opfer geworden.

    Wenn das nicht schleunigst von den zuständigen Stellen eingesehen wird und man endlich auf Fachleute hört, dann bleibt es nicht beim Weglaufen oder auf dem Hochsitz flüchten.
    Ich mag mir gar nicht vorstellen, wenn es sich bei diesen Personen um verängstigte Kinder gehandelt hätte…

  11. Lieber Mark Rössler,

    wenn Sie ein aufmerksamer Leser sind, dürfte Ihnen nicht entgangen sein, dass ich über die Bewertung von Risiken gesprochen habe.
    In Ihrer kreativen Interpretation äußern Sie, dass die Risikominimierung im Verkehr erfolgreich und somit mit der Entnahme des Wolfes aus der Kulturlandschaft vergleichbar sei. DAS sind für mich Äpfel und Birnen.
    Trotz der von Ihnen gepriesenen Risikominimierung gab es im Jahr 2014 wieder 3.350 Verkehrstote. Aber nicht einen einzigen Wolfsangriff – obwohl sich die Wölfe ausbreiten.

    Meine Frage: Wieviele Kinder werden jährlich eigentlich so in Finnland von Wölfen gefressen?

    Warum sehen die Menschen unberührt weg, wenn jährlich duchschnittlich 160 Kinder durch Personen im eigenen sozialen Umfeld getötet werden, schreien dann aber entsetzt auf, wenn eine Autofahrerin spätabends in der Dunkelheit auf der Landstrasse der Meinung ist, einen Wolf in der Nähe eines Kindergartens gesehen zu haben?

    Sie mögen sich nicht vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn „verängstigte“ Kinder eine Wolfssichtung erlebt hätten… Nun existiert diese Art von Kindern ja aber bislang nur in Ihrer Phanstasie!

    Real dagegen aber sind die 160 Kinder, die Jahr für Jahr in ihrem familiären Umfeld getötet werden und die auch ganz real gelitten haben. Warum haben die keine Lobby, wo in Bezug auf den Wolf doch alle so sehr um die Kinder besorgt sind?

    Das Monopol auf die Wahrheit haben Ihrer Meinung nach die „Fachleute“, nicht die „Experten“.
    Wo ordnen Sie denn den von mir zitierten Soziologie-Professor von der Universität Stuttgart ein?

    Ich erahne jedoch, dass die von Ihnen genannten Fachleute Autoren eines bestimmten Jagdmagazins sind, das durch seine, ich nenn‘ es mal, kreative Version von der Wolfssichtung in Lopau bekannt geworden ist?
    Der Fall, bei dem sich die Dame, die das Erlebnis selbst hatte, entschieden von der Darstellung des Magazin distanziert hat?
    Bei dem „neuen“ Fall, den Sie uns freundlicherweise verlinkt haben, gibt es dieses mal leider keine Veröffentlichung des Protokolls zum Abgleich von Wahrheit und Fiktion. Schade eigentlich.
    Ich erinnere mich da noch an die Berichterstattung von vor einem Jahr, wo Hehler-Fahrräder für Osteuropa durch kreative jounalistische Kniffligkeiten plötzlich zu einer Ladung lebender Wölfe und Luchse zum Aussetzen in Deutschland mutierten… Was von der Bundespolizei mit viel Humor kommentiert wurde ;o)

    Sollen wir also lieber diesen Fachleuten vertrauen, und nicht den Wissenschaftlern des Fachbereichs Wildtierökologie?

    Ich kann mich halt des Eindrucks nicht erwehren, dass es in der Diskussion einiger oder mehrerer Wolfsgegner weniger um verängstigte Kinder, sondern viel mehr um Trophäen und Wildbret geht, deren Verlust man durch den Wolf fürchtet.

    Aber zurück zur Risikobewertung:
    Wussten Sie, dass in Deutschland in den letzten vier Jahren die Anzahl der Toten durch Jagdunfälle, Jäger oder Jagdwaffen jährlich bei zwischen 25 und 40 lag? Tote durch Wölfe: Na, Sie wissen‘ schon: NULL.

    Da vertraue ich doch glatt lieber den Experten!

    • Verstehe ich das richtig? Wenn es schon Verkehrstote gibt, darf es natürlich auch Wolfstote geben?

      • Die Verkehrstoten in Deutschland sind real.
        Die Wolfstoten sind seit Isegrims Rückkehr dagegen reine Fiktion.

  12. In Deutschland gibt es eher keine Fachleute, ein Blick über die Landesgrenzen oder über den Teich zeigen den Umgang mit dem Wolf und wie ein einigermaßen verträglicher Umgang funktioniert.
    Warum meint eine gewisse Lobby den Wolf verniedlichen zu müssen und Probleme nicht anzuerkennen?

    Und wenn Sie immer anderes hervorsuchen, um einen toten vom Wolf zu rechtfertigen, dann macht das die Sache nicht vertrauenswürdiger.
    In Indien werden rund 200 Kinder im Jahr vom Wolf getötet, dort gehört der Mensch ins Beuteschema des Wolfes.

  13. Mark Rössler hat geschrieben:

    „Und wenn Sie immer anderes hervorsuchen, um einen toten vom Wolf zu rechtfertigen, dann macht das die Sache nicht vertrauenswürdiger.“

    Es gibt in Deutschland aber keinen Toten von einem Wolf und damit auch nichts zu rechtfertigen.

    Bei regelmäßig jährlich 25-40 Toten durch Jäger oder Jagdwaffen würde es mich allerdings schon interessieren, wie man so etwas rechtfertigen will. Gerade wurde ein Jäger zu 2 Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil er im Fichtelgebirge „versehentlich“ einen jungen, erst 26jährigen Mann erschossen hat.

    Indien wird von den Wolfsgegnern nur zu gern als Beispiel angeführt. Wollen auch Sie im Ernst die Verhältnisse in Indien und Deutschland vergleichen?

    In Indien herrscht eine für uns unvorstellbare Armut; jährlich sterben dort 1,7 Mio. Kinder an Unterernährung. Weil die Mitgift für eine Familie den völligen Bankrott bedeuten kann, werden monatlich (!) 50.000 weibliche Föten abgetrieben – von Menschen, die es sich leisten können. Und die Armen?
    Zitat aus der „Welt“ vom 06.05.2012: „Dazu wird eine unbekannte Zahl neugeborener Mädchen direkt nach der Geburt ausgesetzt, brutal vernachlässigt oder gar ermordet. Unerwünschte Töchter werden wie Abfall in den Müll geworfen. “
    Wildtiere haben in Indien oftmals Zugang zu Leichen. Auch ist Indien das Land auf der Erde, das für die meisten Tollwutfälle bekannt ist. Die jährliche Sterberate von an Tollwut erkrankter Menschen liegt zwischen 18.000 und 20.000. Neben den Wölfen leben geschätzte 25 Mio. Straßenhunde in Indien. Dass tollwütige Hunde und Wölfe für den Menschen gefährlich sind, wird von keiner Seite aus bestritten.
    Glauben Sie, dass in den armen Gegenden im Fall von getöteten Kindern eine teure und aufwendige DNA-Analyse erfolgt, ob der Täter ein Hund oder Wolf war? Wo noch nicht einmal genügend Geld für eine Impfung der Menschen vorhanden ist?
    Übrigens werden in Indien auch jährlich rund 100 Menschen von Tigern getötet. In den Jahren 2007-2009 kamen 1.100 Inder durch Elefantenangriffe ums Leben.
    Der schlimmste Feind der weiblichen Kinder bleibt aber dort der Mensch. Die UN hat das Land zum weltweit gefährlichsten Ort für Mädchen erklärt.

    Manchmal lohnt halt ein differnzierter Blick!

  14. Und der Wolf schaut wieder nach dem Rechten.
    Erst der Kindergarten Raum Vechta und jetzt auf dem Fußballplatz
    http://www.svz.de/lokales/hagenower-kreisblatt/junger-wolf-direkt-am-zaun-id9016256.html

  15. @Mark Rössler

    Wie kommen Sie denn nur immer so schnell an die Berichte? Lesen Sie das Hagenower Kreisblatt regelmässig?

    Aber da Sie sich ja auskennen, wissen Sie, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass bei jungen Wölfen wie bei jungen Hundewelpen oder Menschenkindern eine gewisse Neugier mitunter die Scheu überwiegt. Nichts wirklich Neues also.

    Was mich betrübt, ist die Feststellung, dass es trotz immer weiter fortschreitender Technik offensichtlich nicht so recht gelingen mag, die Wölfe zu fotografieren. Und wenn doch, ist der Wolf gut erkennbar, das Foto für die Zeitung aber nicht verwertbar…

    Die Frau in Amelinghausen, die auf dem Hochsitz „festgesetzt“ wurde, hatte mit dem Handy den Ehemann angerufen, aber offensichtlich kein Foto gemacht. Dabei wäre das aus ihrer sicheren Position durchaus bestimmt ein spannendes Foto geworden. Nun ja.

    Ich bin mir sicher, dass wir in der nächsten Zeit noch viele „Problemwolf-Geschichten“ präsentiert bekommen. Ein Jagdmagazin hat uns ja versprochen, „dran zu bleiben“

    Die Jäger werden dann vermutlich anhand der „Vielzahl“ der „Problemwölfe“ aufzeigen, dass die Politik mit der Wolfsthematik heillos überfordert ist und ihre Kompetenzen in Sachen Wolf endlich den wahren Fachleuten – den Jägern – überlassen muss. Mal sehen, ob’s gelingt. Ich hoffe nicht.

    • Spielt es eine Rolle warum ich „so schnell“ an Berichte komme?
      Warum?
      Passt die steigende Anzahl der Begegnungen Mensch-Wolf nicht mehr in das immer behauptete Schema von Nabu und anderen Wolfsfreunden?
      Es tritt das ein, wovor lange gewarnt wurde und wieder wird verharmlost, versucht alles runter zu spielen.

      Warum das Jagdmagazin an den Bericht gekommen ist, dass ist in der Tat interessant.
      Denn in den Kommentaren vieler Wolfsfreunde ist zu lesen, dass diese Vorkommnisse in der Regel unter Verschluss beleiben.
      Warum das so ist, da mag sich jeder sein eigenes Bild machen.
      Ebenso wie viele Vorkommnisse es dieser Art schon gab.

      Und das Menschen in Panik oder Angst nicht zum Smartphone greifen, um zu fotografieren, darüber kann man spekulieren, ich nehme an, die haben ein natürliches Verhalten -> Angst

      Und wo bitte habe ich gefordert, das Jäger sich dem Problem annehmen sollen und das deutsche Jäger Fachleute auf dem Gebiet sind?
      Es soll heut nicht mehr so schwer und aufwendig sein Kontakt in andere Länder zu bekommen und sich von Fachleuten, die 30,40 Jahre in dem Bereich Wolf tätig sind, beraten zu lassen.
      Die deutsche „Wolfsausbildung“ zu Wolfsexperten ist jedenfalls sehr einseitig.

      Deutschland muss mal wieder seinen Sonderweg gehen, entgegen aller Mahnungen und Erfahrungen aus Ländern, wo der Wolf nie ausgerottet war.
      Dieses schwarz-weiß Denken ist jedenfalls keine Lösung.
      Und immer den Jäger als Schuldigen vorzuschieben ist einfach, aber nicht sonderlich gut argumentiert.
      Ich bin jedenfalls kein Jäger.

      Und in Deutschland ist ein Kind in den 1970ern von einem Wolf getötet worden, im Raum Vechta, es handelte sich aber um einen ausgebrochenen Wolf.

  16. Wie jagen Wölfe ihre Nahrung. Hungrige Wölfe können ihre Beute in der freien Wildbahn viele Kilometer begleiten teils über Tage , umkreisen sie, beobachten, belauern, bevor sie zuschlagen. Sie drohen nicht, sie knurren nicht, sie beißen nicht vorweg mal ein bißchen. Richtig hungrig und bei passender Beute kann das Erlegen der Beute auch richtig schnell gehen.
    So kann die Frau bei Lopau doch zufrieden sein, dass die Wölfe hier gut genährt und satt waren, sonst wären zumindest die Hunde Beute gewesen. Auch an der Leine. Ansonsten entspricht das Verhalten der Wölfe durchaus dem Verhalten im Vorfeld der Jagd, das Annähern an potentielle Beute. Da können mich die Wolfsbeauftragten nicht vom Gegenteil überzeugen. Genetisch der Wolf in der Lüneburger Heide genauso Wolf wie in der sibirischen Tundra und verhält sich bei Hunger identisch. Sein genetisch festgelegtes Jagdprogramm läßt sich durch äußere Einfüsse und Lernen beeinflussen wie das Beuteverhalten. So wie: Mensch riecht schlecht und ist gefährlich, als meide ich ihn.
    Mensch riecht wohl immernoch nicht gut für den Wolf, ist aber nicht gefährlich und hat lecker Hunde an der Leine, also potentiell fressbar.
    So hoffe ich, dass die ersten Übergriffe auf angeleinte Hunde passieren werden und nicht auf den Menschen dahinter, damit Maßnahmen , wie kontrollierter Abschuss, durchgesetzt werden können.
    Dass es in den letzten 50 oder 60 Jahren in Deutschland keine Übergriffe eines Wolfes auf Menschen gegeben hat, hängt mit der fehlenden Wolfsanwesenheit zusammen.

    • Wenn den Wölfen die Nahrung nicht weg geschossen wird, wird er den Menschen in ruhe lassen.

    • Bei all den fiktiven Schauergeschichten zu den „todsicher“ prohezeiten Wolfsattacken in der Lüneburger Heide können wir ja mal wieder auf die Realität zurückkommen und konstatieren, dass laut relativ unaufgeregter Meldung des NDR im Landkreis Göttingen ein Mann in seinem eigenen Garten von einem Wildschwein angegriffen und u. a. durch Bisse verletzt wurde.

      Während nun diese Meldung offenbar unaufgeregt zur Kenntnis genommen wird (Lebensrisiko halt), wird jede bloße Sichtung eines Wolfes in freier Wildbahn – und sei es bei Dunkelheit aus einem fahrenden Auto auf der Landstrasse – in größter Aufregung medial verwurstet.

      Warum eigentlich ruft hier niemand nach der Ausrottung des Schwarzwilds, wo doch in der Zukunft möglicherweise schließlich auch ein Kind angegriffen werden könnte? Wie können wir so ein Risiko in Kauf nehmen?

      Dass sich ein bestimmtes Jagdmagazin als Brandbeschleuniger betätigt hat, wissen wir ja, seit sich die betreffende einzige Zeugin der Wolfsbegegnung in Lopau, über die berichtet wurde, von der Darstellung des Magazins öffentlich im NDR distanziert hat.

      Warum bloß wird nicht jede einzelne Wildschweinsichtung der Polizei und den Medien gemeldet?

      Warum werden konkrete Wildschweinangriffe hingenommen, während schon die bloße Sichtung eines Wolfes zu einem großen aufgeregten Medienereignis hochgebauscht wird?

      Vielleicht gibt es ja Gründe, weshalb die Bevölkerung sich vorm Wolf fürchten soll und vorm Wildschwein eben nicht.

      Findet man diese vielleicht in der Wildbretstatistik des Deutschen Jagdverbandes, in welcher der Primärwert für die letzten beiden Jagdjahre mit mehr als 400 Mio. EUR bewertet wird?
      Den größten Anteil daran haben Reh,- Dam-, Rot- und Schwarzwild.

      Moment, stehen nicht gerade diese Tiere zufälligerweise auch auf dem Speiseplan von Isegrim?

      Vielleicht findet sich ja hier eine Begründung, warum der Bevölkerung suggeriert werden soll, dass der „böse Wolf“ schon bei bloßer Sichtung ganz besonders gefährlich ist, während eine konkret angreifende Wildsau eben zur Natur gehört.

      Und dafür hat die Jägerschaft im Gegensatz zu den Naturromantikern in rotgrünen Landesregierungen natürlich das alleinige besondere Fachwissen und vor allem ein adäquates Mittel in Form von Blei. Und ein vielleicht nicht ganz zu unterschätzendes Interesse an dem Geschäft mit Wildbret.

      Allerdings hat die Sache einen entscheidenden Haken: Besonders verletzte und angeschossenes Schwarzwild kann für den Menschen gefährlich werden.

      Die Tatsache, dass Schwarzwild von den selbsernannten Rettern in Loden in großem Stil bejagt wird, kann Attacken der Tiere auf die Einwohner auch nicht verhindern, wie wir ja gerade wieder erfahren haben…

      http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Liebestoller-Keiler-verletzt-Grundstuecksbesitzer,wildschwein246.html
      http://www.jagdverband.de/node/717

      • Subjektive Wahrnehmung?
        Wildschweinangriffe werden nicht einfach hingenommen, dort können die „schießwütigen“ Jäger zu mindest „Problemschweine“ entnehmen.
        Das die Wildschweine zu einem Problem in unserer Region geworden sind wird ebenso niemand bestreiten, auch die Gefahr nicht, die von einer Bache mit Frischlingen ausgeht oder eines Keilers.
        Dem Naturfreund sind aber die Unterschiede Wildschwein / Wolf bekannt.
        Wildschweine jagen nicht und meiden den Mensch, Wölfe jagen und meiden nur das, was Gefahr für ihre Gesundheit bedeuten könnte.Einem Wildschwein begegnet man nur, wenn es einen nicht vorher bemerkt hat.
        Die Tiere sehr scheu und lassen sich nicht so einfach bejagen, zu dem gibt es große Probleme mit den Jagdgegnern.
        Und Wölfe werden leider die Wildschweinpopulation nicht beeinflussen, die halten sich von den Tieren fern (angelernte Scheu vor Gefahren)

        Nur warum kommt dieser Einwand?
        Wollen wir das eine durch etwas anderes rechtfertigen?
        Ich kenne sowas noch von meinen Kindern, wenn die mal wieder Unfug angestellt haben im Kindergartenalter.

        • Herr Rössler,

          anhand Ihrer hervorgebrachten Wissenslücken wird deutlich, dass die sachliche Aufklärungsarbeit über die Wölfe noch nicht flächendeckend angenommen worden ist. Hier besteht ganz offensichtlich noch großer Nachholbedarf.

          Mark Rössler schreibt: „Und Wölfe werden leider die Wildschweinpopulation nicht beeinflussen, die halten sich von den Tieren fern (angelernte Scheu vor Gefahren)“

          Das Senckenberg Forschungsinstitut in Görlitz hat über 8 Jahre Kotproben von Wölfen ausgewertet. Die Häufigkeiten der Beutetiere sind:
          Rehe 55,3%
          Rotwild 20,8%
          Wildschweine 17,7%
          Hasen 3%

          http://www.nationalgeographic.de/aktuelles/woelfe-sind-fuer-nutztiere-kaum-eine-gefahr

          Dass sich Wölfe von Wildschweinen nicht fernhalten, ist auch sehr anschaulich auf den Fotos des Hegerings Amelinghausen zu erkennen:

          http://hegering-amelinghausen.de/jungwolfe-im-sommer-2013/

          Mark Rössler schreibt: „Wildschweinangriffe werden nicht einfach hingenommen, dort können die “schießwütigen” Jäger zu mindest “Problemschweine” entnehmen.“

          Es ist auch heute schon möglich, „Problemwölfe“ zu entnehmen.

          „Die gezielte Tötung eines Wolfes in Deutschland ist bereits heute per Gesetzt nicht ausgeschlossen. Wir sprechen dann von der Entnahme eines Wolfes aus der Natur. Diese wird aus einem spezifischen Grund vorgenommen, muss von der Obersten Naturschutzbehörde (MU) genehmigt werden und hat nichts mit Jagdausübung zu tun.“

          http://www.wolfcenter.de/Vision-Standpunkte-Menschen-in-Gefahr.html
          http://www.taz.de/!151923/

          Mark Rössler schreibt:

          „… dort können die “schießwütigen” Jäger zu mindest “Problemschweine” entnehmen. […] Die Tiere sehr scheu und lassen sich nicht so einfach bejagen, zu dem gibt es große Probleme mit den Jagdgegnern.“

          Entnehmen Jäger nur „Problemschweine“?
          Haben „Jagdgegner“ einen signifikanten Einfluss auf die Bejagung von Schwarzwild? Wie soll man sich das denn genau vorstellen?

          So erfolgreich können die Jagdgegner jedenfalls nicht gewesen sein, denn die Schwarzwildstrecke betrug in den letzten beiden Jagdjahren
          1.118.526 Tiere, äh, „Problemschweine“ ;o)

          http://www.jagdverband.de/node/719

          Dieses Ausmaß der Bejagung kann bekanntlich trotzdem nicht verhindern, dass immer wieder Menschen durch angreifenden Wildschweine zum Teil ganz erheblich verletzt werden.

          Könnten Sie uns bitte noch die Quelle verlinken, in dem über den Tod eines Mädchens 1970 in Vechta durch einen entlaufenen Gehegewolf berichtet wird?

          Dass halbzahme Gehegewölfe, die an die aktive Fütterung durch Menschen gewöhnt sind oder sogar von Hand aufgezogen wurden, ist eine allgemein bekannte Tatsache und lässt sich mit dem Verhalten wildlebender Wölfe nicht vergleichen.

          • Zum Tod des Kindes gibt es anscheinend keine Links, bislang nur Aussagen von Personen die das damals mitbekommen haben.
            Einfach die Berichte zum Wolfsbesuch beim Waldkindergarten verfolgen.

            Um genaues herauszufinden müsste wohl in den Archiven von Zeitungen durchforstet werden, ohne Jahresangabe ein eher langwieriges Unterfangen.

            Zum Einfluss auf die Wildschweinpopulation, bislang gibt es aus keinem Wolfsgebiet nachweislich einen Einfluss auf die Wildschweinpopulation, in der Lausitz gibt es auch heute mehr Wildschweine, trotz des langen Vorhandensein von Wölfen.
            Und im Kot Wildschwein nachzuweisen sagt nichts über die Jagd auf Wildschweine aus, rund 50% der Nachkommen verenden auf natürlichem Weg, da dürfte der Wolf sich auch dran bedienen oder meinen Sie nicht?

            Und Sie schreiben, der Wolf greift selten Nutztiere an?
            Im Raum Vechta erlegt ein Wolf alle 4 Tage ein Nutztier seit November, wie oft erlegt der Wolf ein Tier zur Nahrungsaufnahme?
            Selbst auf einem Hof am Haus eines Schafshalters im Ort wurden Schafe gerissen.

            Mitnichten meidet der Wolf die Nähe des Menschen, diese lange gehegte Aussage sollten Wolfsbüros und Nabu schleunigst revidieren.
            Ich verstehe nicht, warum die Tatsachen nicht anerkannt werden?
            Will man sich nicht die Blöße geben, dass die Mahner recht hatten?

            Eigentlich haben sich die Behauptungen der Wolfsbüros und des Nabu alle als falsch heraus gestellt.
            Wölfe greifen selten Nutztiere an, die Statistik aus 2014 spricht Bände
            Wölfe greifen keine Pferde oder Rinder an, 2014 wurde auch diese Behauptung von der Realität widerlegt.
            Wölfe sind scheu und meiden den Mensch, 2014 wurden Wölfe bis zu 20 Minuten gefilmt, am Weg rand in aller Ruhe fotografiert, haben Wölfe Menschen ohne Scheu „begutachtet“
            2015 „treiben“ Wölfe Menschen

            Wenn der Wolf in Deutschland eine Chance haben soll, dann muss man mit dem Raubtier auch umgehen wie man mit einem Raubtier umzugehen hat.
            Da werden die Geschichten vom lieben Kuschelwolf in kürzester Zeit zum Boomerang werden!
            In Niedersachsen haben wir bereits Probleme mit den Wölfen, will man in Zukunft einige Wölfe im Land halten, dann muss sich der Umgang ändern!

  17. Play it again, Sam

    Gratuliere Trambahn, wie Herr Rössler und Frau Sarina beherzigen Sie ja schon die Erfolgsregeln der sogenannten „Bruns´schen Kommentarverfassung“. Mindestens die folgenden vier haben Sie offensichtlich bereits tief verinnerlicht:

    3. Ihre LZ-Kommentare sind nichts weniger als ein Dienst an der Demokratie selbst. Weniger fachlich firme Figuren mögen nur eine aus der Erregung geronnene Buchstabenfolge darin sehen. Aber genau dagegen müssen Sie mit der Beharrlichkeit der Kontinentaldrift Ihre Überzeugung setzen, mit jedem einzelnen Wort die Zivilisation ihrer finalen Rettung entgegenzukommentieren.

    4. Sollte sich die höchst unwahrscheinliche Situation ergeben, dass im Verlauf einer Diskussion Spuren von Selbstzweifel in Ihr Bewusstsein dringen: Dagegen hilft meist, das eigene Argument leicht umformuliert erneut zu posten. Wiederholen Sie dies aber nicht häufiger als acht oder neun, im Ausnahmefall vielleicht zwölf bis dreißig, maximal jedoch zweihundertneun Mal. In Fällen hartnäckigen Selbstzweifels trainieren Sie selbstsicheres Kommentieren unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf Google Plus.

    7. Lassen Sie sich nichts einreden! Niemals! Hören Sie einfach weg. Bleiben Sie bei sich. Allein Sie haben Recht! Denken Sie daran: Ignorieren ist die Selbstverteidigung Gottes!

    9. Schwer widerlegbare Argumente sind auch bloß Worte, die Ihre Überlegenheit angreifen sollen. Halten Sie dagegen, indem Sie eine Reihe von Artikeln auf info-Domains verlinken. Geben Sie Ihrem eigenen Bauchgefühl den ihm zustehenden Rang zwischen intellektuellem Fundament des Abendlandes und päpstlicher Unfehlbarkeit und kommunizieren Sie diesen Umstand subtil.

    Die übrigen Regeln für – wie Sie – erbittert und rastlos um Meinungshoheit rackernde Helden der Aufklärung finden Sie hier:

    http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/217359-lueneburgs-pawlowsche-hunde-zwischen-kirchturmpolitik-und-visionen#comment-36974

    • Beim ersten Lesen fand ich die „Bruns’sche Kommentarverfassung“ auch sehr amüsant.

      Durch permanentes einfaches Wiederholen tötet man aber leider jeden noch so guten Witz.

      Wir erkennen damit, wie schön Sie selbst vor allem Punkt 4 bereits verinnerlicht haben:

      „Dagegen hilft meist, das eigene Argument leicht umformuliert erneut zu posten. Wiederholen Sie dies aber nicht häufiger als acht oder neun, im Ausnahmefall vielleicht zwölf bis dreißig, maximal jedoch zweihundertneun Mal.“

      Aber da Sie offenbar gern Ihre Zeit mit dem Posten von ellenlangen Wiederholungen verbringen, werden wir diese Kommentare wohl als genauso natürlich vorkommend hinnehmen müssen wie das Vorkommen von Wolf, Wildschein & Co. ;o)

      • Liebe Sarina, ich könnte sie knuddeln. endlich mal wieder jemand hier mit biss.

        • Lieber Klaus Bruns, ich könnte Sie knuddeln. Endlich mal jemand hier, der Regel 5 der „Bruns´schen Kommentarverfassung“ praktisch „mit biss“ umzusetzen weiß:

          » 5. Lassen Sie Ihre digitale Umwelt nie vergessen, dass Ihr Job die Beurteilung von allem ist. Ihr Tenor ist tendenziell negativ – aber sparen Sie auch nicht an verkapptem Eigenlob für Dritte. Benutzen Sie dabei Wendungen wie “Gut geschrieben”, “Sehr witzig”, “Intelligent”, „endlich mal wieder jemand hier mit biss“ oder andere Umschreibungen für “ganz meine Meinung.” «

      • Sie haben mich erwischt, Sarina. Wie allen in diesem Rechthabergerangel unter Wölfen geht es mir natürlich vor allem um drei Dinge: Zuallererst ausschließlich um Aufmerksamkeit, zweitens, jedoch nicht minder exklusiv, um Aufmerksamkeit und drittens, aber gewiss nicht zuletzt, ganz allein um Aufmerksamkeit, also um die berühmten „15 minutes of fame“ (deutsch: 15 Minuten Ruhm) im LZ-Forum, zu deren ihn einzig bestimmender Antriebsgewalt sich Mark Rössler ehrlicher Weise schon gleich zu Anfang bekannte. Dafür, dass Sie so viele „Posts“ benötigt haben, um zu dieser Selbsterkenntnis zu gelangen, kann hier niemand etwas.

        Nur völlig in ihrem Missionierungswahn gefestigte Menschen wie Sie und Klaus vermögen dagegen ernsthaft zu glauben, sie könnten obsiegen und müssten darum „mit der Beharrlichkeit der Kontinentaldrift ihre Überzeugung setzen, mit jedem einzelnen Wort die Zivilisation ihrer finalen Rettung entgegenzukommentieren.“

        Darum geht Sie und Klaus die “Bruns’sche Kommentarverfassung” eigentlich auch gar nichts mehr an, denn Ihnen sind ja nicht bloß die ersten zwölf, sondern ebenfalls deren geheimgehaltene 13. Regel zur zweiten Natur geworden: „Beweisen Sie im Notfall Ihren Witz durch die Feststellung, alle anderen seien humorlos.“

        @}-;-‚—

  18. Jäger halten sich selbst für Experten, Heger in Wald und Flur. Wäre dies auch nur annähernd so, müsste bei Ihnen doch die Freude über die Rückkehr einer in Deutschland als ausgestorben geltende Tierart erst einmal überwiegen. Dann müssten die sogenannten Fachzeitschriften übersprudeln mit Artikeln in denen man lesen kann, wie kreativ die Jägerschaft ihre Fachkenntnisse nutzt und viele Ideen entwickelt um die Tierart zu schützen und ein Zusammenleben mit den Wölfen ermöglilcht.
    Aber was liest man als einzige Idee? Abschießen! Ich habe eher Angst – besonders in der Abenddämmerung – versehentlich von einem Jäger getroffen zu werden als von einem Wolf gefressen. Jeder weiß, dass im Alter die Hände nicht mehr so ruhig sind und auch die Sehfähigkeit nachlässt. Besonders in der Dämmerung. Da hilft auch das beste Nachtsichtgerät nicht. Da denkt keiner der Jäger an die Sicherheit. Eigentlich müssten sie ihre Waffen spätestens mit 60 Jahren abgeben. Abgesehen davon, finde ich, man sollte die Jagd einigen wenigen Berufsjägern überlassen bzw. Förster einstellen. Dann würde auch mal so ein Unsinn aufhören, dass jeder Fuchs – wahrscheinlich auch super gefährlich – geschossen wird, den sie vor die Flinte bekommen. Hasen gibt es immer weniger und trotzdem schießt diese Spezies der selbsternannten Fachleute sie noch. Das allein spricht doch Bände.

  19. Also was hier alles so abgesondert wird, da kann ich nur den Kopf schütteln.
    Aber zur Sache. Am Samstag 22.02. wurden in der Nähe von Soltau an einer vielbefahrenen Straße 2 Wölfe fotografiert.
    Die Wölfe waren keine Jungtiere und zeigten keinerlei Furcht bzw. Fluchtverhalten. Im Gegenteil. Es sah so aus als wenn sie an der Straße auf etwas warten. Über 2 Stunden lang.

    Wurden diese Tiere vielleicht von “ Naturschützern“ „ausgewildert“?

    Und nicht immer auf die Jäger schimpfen. Füchse und Hasen werden schon lange nicht mehr geschossen, weil keine da sind.

  20. Henrik hat geschrieben:

    „Und nicht immer auf die Jäger schimpfen. Füchse und Hasen werden schon lange nicht mehr geschossen, weil keine da sind.“

    Jagdstrecke Hasen 2012/2013: 314.426
    Jagdstrecke Hasen 2013/2014: 243.385
    Jagdstrecke Füchse 2012/2013: 542.829
    Jagdstrecke Füchse 2013/2014: 380.494

    http://www.jagdverband.de/node/719

    Auf was die fotografierten Wölfe in Soltau wohl gewartet haben?

    Wenn die Geschichte in etwa den Wahrheitsgehalt wie Ihre Aussage hat, dass in Deutschland schon lange keine Hasen und Füchse mehr geschossen würden, braucht sich der Leser über diese Frage aber wohl keine Gedanken mehr zu machen.

    Aber Sie haben doch sicher eine Quelle für uns, die die Wolfsbeobachtung dokumentiert, oder nicht?

  21. Albert Schweitzer

    es gibt keine experten, es gibt nur klugscheißer. diese klugscheißer kann man schnell mit lobbyisten verwechseln. der unterschied zwischen einem ,,echten,, klugscheißer und einem unechten liegt an der bezahlung und an der stellung , die er in dieser gesellschaft reflektiert.

  22. An Mark Rössler

    ein grund zur freude. hurra.
    https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/07/PD13_231_46241.html
    es wurden nicht mehr so viele leichen gezählt. wölfen waren immer noch nicht die täter. na, dann hoffen wir für die jäger doch mal, dass sich das bald ändert.

  23. Mark Rössler hat geschrieben:

    „Zum Tod des Kindes gibt es anscheinend keine Links, bislang nur Aussagen von Personen die das damals mitbekommen haben.
    Einfach die Berichte zum Wolfsbesuch beim Waldkindergarten verfolgen.“

    Tut mir leid, wenn Sie den Vorfall für Ihre Argumentation benutzen, sollten Sie sich auch der Bringschuld einer seriösen Quelle stellen.

    Mark Rössler hat geschrieben:
    „Und Sie schreiben, der Wolf greift selten Nutztiere an?“

    Nein, das habe ich nicht geschrieben. Ich bin schließlich nicht Autor beim National Geographic.
    Die Aussage des dort zu Wort kommenden Wissenschaftlers lautet aber differenziert:

    „Solange Schafe und Co. gut geschützt werden und es genug Auswahl unter den Wildtieren gibt, gehen Wölfe nicht die Gefahr ein, mit Elektrozäunen oder Herdenschutzhunden konfrontiert zu werden.“

    Von den in Niedersachsen bislang dokumentierten 111 Ereignissen von Nutztierrissen sind bislang folgende Auswertungen erfolgt:

    2: Fuchs
    5: Hund
    7: Beurteilung nicht möglich
    22: In Bearbeitung
    25: kein Wolf
    29: Wolf
    21: Wolf, Zaun defekt oder unvollständig, oder Tiere außerhalb des Zauns

    http://www.wildtiermanagement.com/wildtiere/haarwild/wolf/nutztierrisse_karte/

    Die Einzäunung ist vielerorts nicht an das mögliche Vorkommen der Wölfe angepasst.
    Gerade bei Rindern und Schafen sehe ich oft marode Zäune oder lediglich ein- oder zweireihige glatte Drähte oder Stacheldrähte.

    So einfach zu erlegende wehrlose Beute, die nicht einmal flüchten kann, wird der Wolf natürlich bevorzugen.
    Insofern sind die Tierhalter, die ihre Weiden nicht sichern, indirekt daran beteiligt, dass ein Wolf diese erfolgreiche Lernerfahrung machen kann und dieses Verhalten wohlmöglich festigt.

  24. Liebe Sarina, lieber Henrik, liebe Hannelore, lieber Mark Rössler, liebe Gerda, liebe Trambahn, und andere,

    Wölfe sind große Raubtiere, die körperlich durchaus in der Lage sind, einen Menschen zu töten oder zu verletzen. Die Angst vieler Menschen vor dem Wolf steht jedoch in keinem Verhältnis zu dessen tatsächlicher Gefährlichkeit. Das Risiko, in Europa oder Nordamerika von einem Wolf angegriffen zu werden, ist äußerst gering. Neuere Fälle sind selten, obwohl die Zahl der Wölfe zunimmt. Zur Zeit gibt es geschätzte 18.000 Wölfe in Europa, 30.000 in Russland und 60.000–70.000 in Nordamerika. Trotz dieser Zahlen gibt es aus den letzten 50 Jahren nur vier Berichte aus Europa, dass Menschen von nicht tollwütigen Wölfen getötet wurden, vier weitere werden aus Russland gemeldet. In einer Studie der LCIE kamen die Autoren bezüglich der Gefährlichkeit von Wölfen zu dem Schluss: „In den extrem seltenen Fällen, in denen Wölfe Menschen getötet haben, waren die meisten Angriffe tollwütigen Wölfen zuzuschreiben. Prädatorische Angriffe richten sich vor allem gegen Kinder. Angriffe sind generell ungewöhnlich und kommen nur episodenhaft vor. Menschen gehören nicht zur normalen Beute von Wölfen.“ Vergleicht man die Häufigkeit von Wolfsangriffen auf Menschen mit den Angriffen anderer Großraubtiere und von Wildtieren generell, wird offensichtlich, dass Wölfe, zieht man ihre Größe und ihr Raubtierpotential in Betracht, zu den am wenigsten gefährlichen Arten gehören. Die Seltenheit von Wolfsangriffen lässt sich wahrscheinlich auch dadurch erklären, dass die Faktoren, die bei Wolfsangriffen meistens eine Rolle spielen, in Europa und Nordamerika heute nur noch ausnahmsweise gegeben sind.

    Die meisten Übergriffe von Wölfen auf Menschen lassen sich vier Kategorien zuordnen: 1. Tollwut. In den weitaus meisten Fällen von Wolfsangriffen spielt Tollwut eine Rolle. 2. Stark veränderte Umweltbedingungen. Keine oder kaum wilde Beutetiere. Wölfe leben von Haustieren oder Abfällen in der Nähe menschlicher Siedlungen und verlieren dadurch allmählich die Vorsicht gegenüber dem Menschen. Unbeaufsichtigte Kinder, die entweder die Haustiere hüten oder aus anderen Gründen häufig in der Nähe der Nahrungsquellen anzutreffen sind. All diese Faktoren zusammen können eine Situation ergeben, in der es zu Angriffen auf Menschen, zumeist Kinder, kommt. 3. Habituierung. Wenn Wölfe zunehmend ihre Vorsicht den Menschen gegenüber verlieren, z.B. weil sie gefüttert werden, steigt das Risiko eines Angriffs. In Nordamerika hat die Anzahl der Übergriffe von Wölfen auf Menschen in den letzten 30 Jahren sogar zugenommen. In aller Regel handelte es sich dabei um habituierte Tiere. 4. Provokation. Dies schließt Fälle ein, in denen versucht wurde, einen in einer Falle gefangenen oder in die Ecke gedrängten Wolf zu töten oder Welpen aus dem Bau zu nehmen. Dabei kam es mehrfach zu Bissverletzungen. Darüber gibt es eine Reihe von Fällen aus Nordamerika, in denen Wölfe Menschen offensichtlich mit Beutetieren verwechselt haben und ihren Angriff erst dann abbrachen, als sich die vermeintliche Beute deutlich als Mensch zu erkennen gab.

    Wir Menschen neigen dazu, Dinge, die unseren eigenen Interessen zuwider laufen, als Problem zu bezeichnen. Diese Sichtweise übertragen wir auch auf unsere Umwelt. Hirsche, die in nicht für sie angelegte Felder eindringen, werden zu einem landwirtschaftlichen Problem. Kassel hat ein Waschbärenproblem, Berlin ein Wildschweinproblem und Bayern hatte einen Problembären. All diese Tiere waren und sind nicht verhaltensgestört. Sie verhielten oder verhalten sich auch nicht „artuntypisch“, sondern ihrem Naturell entsprechend opportunistisch, innerhalb ihres breiten Verhaltensspektrums normal. Was wir Menschen als „problematisch“ und was als „normal“ betrachten, hängt u.a. mit unserer Einstellung und unserem Erfahrungshorizont zusammen. Rehe oder Füchse, die nachts dem Komposthaufen einen Besuch abstattet, gehören in ländlichen Gebieten zum Alltag. Ein Wolf, der dasselbe Verhalten zeigt, gilt, überspitzt ausgedrückt, in Rumänien als „normal“, in Deutschland als „auffällig“, in Amerika als „Problemwolf“. Wölfe, wie auch andere Tiere, haben keine „arttypische“ Scheu vor menschlichen Siedlungen oder Strukturen. Auch die Scheu vor dem Menschen ist nicht angeboren, sondern individuell erworben. Davon kann sich ein jeder in den Nationalparken dieser Welt überzeugen. Dort, wo Tiere den Menschen nicht als Feind kennen gelernt haben, ignorieren sie ihn in aller Regel. Um in der Kulturlandschaft leben zu können, müssen Wildtiere menschliche Strukturen und auch die Anwesenheit von Menschen bis zu einem gewissen Grade tolerieren. Die bisher in der Lausitz aufgewachsenen Wölfe sind auf einem intensiv beübten Truppenübungsplatz groß geworden. Entgegen weit verbreiteter Meinung herrscht auf solchen Arealen keine menschenleere Idylle, sondern sie werden militärisch, forstwirtschaftlich und auch jagdlich genutzt. Nach einer Jugend zwischen Panzern, Schießbahnen, übenden KSK-Einheiten, Harvestern und Drückjagden, geraten die dort aufgewachsenen Wölfe durch den Anblick von Menschen oder Autos nicht in Panik. Insbesondere die Jungwölfe reagieren weder besonders scheu noch ängstlich auf Menschen, sondern indifferent. Vielen Menschen wiederum ist bereits dieses Verhalten unheimlich, sind sie es doch gewohnt, dass Wildtiere bei ihrem Anblick sofort flüchten. Die im heutigen Europa notwendiger Weise enge Nachbarschaft von Mensch und Wolf kann zugleich auch Ursache und Mitauslöser für problematisches Wolfsverhalten sein. Oft fördern wir Menschen, wenn auch unbewusst, ein solches Verhalten. Ein Wolf kommt nicht als „Problemwolf“ zur Welt, sondern er erlernt ein Großteil seines Verhaltens und festigt bzw. verstärkt es, wenn er dafür belohnt wird. Faktoren, die bei der Entwicklung problematischen Verhaltens eine Rolle spielen können, sind 1. das Alter. Jungtiere sind generell weniger vorsichtig und zeigen ein höheres Maß an exploratorischem Verhalten. 2. das Futter. Wird ein Wolf für das Überwinden seiner Vorsicht mit Futter belohnt, nimmt seine Scheu ab. Je öfter er Erfolg hatte, desto mehr wird er insistieren, um diesen zu wiederholen, sich z.B. immer fordernder, ja dreister verhalten. Er wird immer hartnäckiger versuchen, Abwehrmaßnahmen zu überwinden. 3. die Tradition. Es ist bekannt, dass Wölfe, wie andere hoch entwickelte Tiere auch, einen Teil ihres erlernten Verhaltens an die Nachkommen weitergeben. Dies gilt natürlich auch für problematisches Verhalten. So spielt Tradierung höchstwahrscheinlich bei den Hunde tötenden Wölfen in Finnland ein Rolle.

    Mit Grüßen, Olischka Iwanowna Bibikow, Sektion Allgemeine und Spezielle Zoologie am Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock

  25. „Insofern sind die Tierhalter, die ihre Weiden nicht sichern, indirekt daran beteiligt, dass ein Wolf diese erfolgreiche Lernerfahrung machen kann und dieses Verhalten wohl möglich festigt.“

    Den Zusatz „indirekt“ hätten Sie sich sparen können. Über Jahrzehnte sind die Nutztiere auf den Weiden ausreichend geschützt, bzw. andere vor ihnen geschützt worden. Jetzt versuchen Sie eine Umkehr des Verursacherprinzipes und verlangen von den Nutztierbesitzern (i.d.R. Landwirte) einen erhöhten Zaunschutz gegen Wölfe. Kommen Sie und andere Wolfsversteher und -liebhaber für die Kosten auf die dadurch entstehen würden?

    So eine Äußerung wie der eingangs von Ihnen zitierte Satz ist an Dreistigkeit und vielleicht auch Naivität kaum zu überbieten. Aber es ist natürlich der bequemste und leider häufig auch beliebteste Weg, sich mit Kontroversen auseinander zu setzen. Elegant ist er aber nicht. Eher verwerflich.

    • Den Zusatz „indirekt“ habe ich mir eben nicht sparen können, sondern ihn ganz bewusst gewählt.
      Das möchte ich Sie bitten zu respektieren.

      Es ist verständlich, dass immer dort, wo Menschen mit Kosten durch geänderte Bedingungen konfrontiert werden, eine große Empörung entsteht. Es wäre aber schön, wenn Sie trotzdem sachlich bleiben könnten und nicht persönlich beleidigend werden.

      Schauen Sie doch mal in der Übersicht über die Nutztierrisse in Niedersachsen einmal den Fall in Eschede an.

      Hier haben sieben Mal Wolfsangriffe auf Damwild stattgefunden:
      09.12.13, 15.12.13, 30.12.13, 09.01.14, 10.01.14, 04.02.14, 23.03.14.

      Und bei jeden einzelnem Übergriff lesen wir: „Zaun des Damwildgatters defekt; Kadaver nicht entsorgt“

      Leichter kann man es einem Wolf nicht machen, ihn an ein entsprechendes Verhalten zu gewöhnen.

      Vielleicht verstehen Sie ja jetzt, was ich meine, ohne meine Meinung gleich wieder als „dreist“, „naiv“ und „verwerflich“ abzutun, nur weil sie der Ihrigen nicht entspricht.

  26. Zum möglichen Vorfall in Vechta habe ich das geschrieben was so bekannt ist.
    Nirgends habe ich behauptet, dass sich das belegen lässt, es gibt ein paar Aussagen von älteren Personen, die dazu in der Presse oder auch bei Wolfsveranstaltungen getätigt wurden.
    In wie fern da etwas dran ist, dass wird man nur durch lange Recherche in Zeitungsarchiven finden oder nicht finden.
    Pauschal ein und die selbe Aussage von unterschiedlichen Personen als falsch abzutun ist nicht meins.

    Wolfssichere Zäune sind für den Laien vielleicht „mal eben bezahlt und aufgebaut“, leider ist gerade in der niedersäsischen Schafhaltung nicht gerade viel Geld zu verdienen.
    Der Arbeitsaufwand Zäune einzubuddeln und 160cm hoch aufzustellen, ist nun mal erheblich, gerade bei Schafen, wo die Herden in der Regel nur wenige Tage an einer Stelle verbleiben.
    Für die Masse der Schafshalter in Niedersachsen eher der letzte Tropfen, der zur Aufgabe führt.

    Und wenn nun die Weiden in Niedersachsen alle Wolfssicher gemacht werden, dann hat das gravierende Auswirkungen auf die Wildtiere, die werden in Zukunft draußen bleiben.
    In den letzten 2 Jahrzehnten hatte sich die Weidehaltung dahingehend für die Wildtiere verbessert. weil die ganzen Stacheldrahtzäune durch Elektrodraht ersetzt wurden, nun soll der komplette Ausschluß von Wild stattfinden…

    Und zu den öffentliche Nutztierrissen kommen wie viele nicht veröffentlichte?
    Ich denke Sie können uns darüber genaueres mitteilen, denn nicht alles wird veröffentlicht, Aussage Frau Habbe.
    Dann gibt es eine große Dunkelziffer von nicht gemeldeten Fällen, nicht jeder Nutztierhalter sieht einen Sinn darin sich dem ganzen Prozedere zur Feststellung zu unterziehen.
    Und all das bei einer noch recht geringen Wolfspopulation, dass 2014 in Niedersachsen und SH über 200 Nutztiere dem Wolf zum Opfer gefallen sind ist aus meiner Sicht nicht wenig.
    In Sachsen hat zu dem anscheinend ein Rudel gelernt die Tiere in Panik zu versetzen und treibt so lange am Zaun, bis die Tiere den Zaun durchbrechen.
    Eine 3 Kilometer lange Spur von getöteten und zerfetzen Schafen bis in den Ort war sicher kein anschauliches Ergebnis.

    Hier soll es auch nicht weiter um Wildschweine oder Nutztiere gehen, die Bevölkerung sollte sich im Klaren sein, dass der Wolf keine Scheu hat und das der Umgang im Wolfsrevier schleunigst anders sein sollte.

    Selbst auf den gravierendsten Fehler wurde weder in dem Artikel, noch von unseren hier schreibenden Wolfsexperten hingewiesen!
    Bei einer solchen Wolfsbegegnung niemals die Hunde anleinen, wenn die Hunde an der Leine sind ableinen.

    • Mark Rössler hat geschrieben:

      „Der Arbeitsaufwand Zäune einzubuddeln und 160cm hoch aufzustellen, ist nun mal erheblich, gerade bei Schafen, wo die Herden in der Regel nur wenige Tage an einer Stelle verbleiben. […]

      Und wenn nun die Weiden in Niedersachsen alle Wolfssicher gemacht werden, dann hat das gravierende Auswirkungen auf die Wildtiere, die werden in Zukunft draußen bleiben.“

      Den Widerspruch verstehe nicht.

      Wenn die Masse der Schafhalter regelmäßig nach wenigen Tagen die Zäune versetzt, wieso würden dann dann die „Wildtiere draußen bleiben“?

      Im Bereich des Truppenübungsplatzes in Munster gibt es kaum noch Weideviehhaltung auf fest eingezäunten Weiden, von denen man das Wild „ausperren“ müsste.
      Die Tiere werden überwiegend in Ställen, gern im Einzugsbereich der zunehmenden Biogasanlagen, nebst noch zahlreicher zu findenden Maismonokulturen gehalten.
      Und der Trend wird sich, glaubt man den Wissenschaftlern der Universität Wageningen, weiter fortsetzen.
      Demnach wird sich der Anteil der Milchkühe mit Weidegang bis zum Jahr 2025 auf gerade einmal 2% reduzieren.

      http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Tier/Immer-weniger-Milchkuehe-auf-der-Weide_article1379142071.html

      Ansonsten mag ich auf die Vielzahl Ihrer unbelegten Spekulationen nicht weiter eingehen.

      Dass Nutztierhalter in größerer Zahl Risse nicht melden („große Dunkelziffer“) erscheint mir kaum nachvollziehbar, da ein möglicher finanzieller Zuschuss bzw. Entschädigung (Billigkeitsleistung) die Meldung nun mal voraussetzt.

  27. Wie sieht das Verhältnis zwischen freier Wildbahn, Wolf und Mensch in Russland zu Deutschland aus?
    Das Wölfe in Russland tausende Kilometer zurück legen können ohne auf einen Menschen zu treffen ist in Deutschland eher unmöglich.
    Der Wolf wird in Deutschland immer in der Nähe des Menschen sein Revier haben, dazu ist unser Land viel zu dicht besiedelt.
    In Russland hat der Wolf ausgeprägte Scheu vor dem Menschen, dort wird schon mal zur Waffe gegriffen, wenn Wölfe sich Nutztieren nähern oder die Herdenschutzhunde erledigen das.

    Und ein weiterer Vorfall, diesmal bei Lauenburg:
    http://nordostseemagazine.de/verhaltensauffaelliger-wolf-im-kreis-herzogtum-lauenburg-hat-schafe-angegriffen/6743/

  28. Endgültiges über das Raubtier

    Der Wolf ist ein heldenhaftes Engelchen, welches blutrünstige Hirsche, Kanickel und ähnliche Monster frisst, so dass diese dem Menschen und seinen Monokulturen nicht mehr gefährlich werden können. Im mitteldeutschen Raum vermischten sich die Wölfe mit den Luchsen, daraus entstanden die Wochse.

    Gott und Sarina schufen die Lopau-Wölfe gemeinsam, um die wilden Tiere in Amelinghausen zu fressen, sodass sie die Pilzsucher im Landkreis nicht angreifen können. Das funktionierte auch lange, bis einige Menschen keine Lust mehr hatten, immer nur Pfifferlinge und Schweine zu essen und anfingen, wilde Tiere zu jagen. Bald hatten die Wölfe nicht mehr genug zu fressen und griffen deshalb die Haustiere der Menschen an. Daraus entwickelte sich ein langer Krieg, in dem die Wölfe leider fast ausgerottet wurden.

    Dann kam mit dem neuen Jahrtausend die Generation McDonalds (siehe z. B. das Lüneburger Mitglied der Burgerliebhaber „Christlich Unionierter Deutscher“ = MdB-CDU: Eckhard Pols, auch „Wendland-Paradoktor“), die es nicht interessierte, was sie aß, und die Jagd wurde überflüssig. Aber im langen Krieg hatten viele Menschen eine sinnlose Angst vor Wölfen entwickelt und hielten sie für Menschenfresser. Deshalb verfolgten sie sie weiter und erzählten ihren Kindern das Putin´sche Propaganda-Märchen vom Rotkäppchen, damit auch diese Wölfe jagen würden. Aber irgendwann wurde es Greenpeace zu langweilig, immer in Schlauchbooten um Wale herumzufahren und sie bekamen die Idee, mal die Wölfe zu schützen. Dafür banden sie sich auf den Rücken der Wölfe fest. Diese liefen deshalb Amok und töteten alle Wolfsjäger. Dann hatten die Wölfe Ruhe.

    Hier einige Methoden, mit denen Menschen versuchten, die angebliche Gefahr zu beseitigen:

    – Zähmen der Wölfe. Das funktionierte nicht, aber um einen Erfolg vorzutäuschen, machten sie die Wölfe drogensüchtig. Aus diesen Krüppeln entstanden die Hunde.
    – Verbreitung von Propaganda, z.B. die wolfsfeindlichen Märchen „Sarinakäppchen und der fiese Wolf“, „Der Bruns-Wolf und die sieben humorlosen Kommentatoren-Geislein“, „Prinz Klaus und der graue Wolf“, „Das Trambahn-Lamm und der Wolf“ und „Mark Rössler und der indische Wolf“.
    – Jagd auf die Wölfe, die aber bald unmöglich wurde, weil Wutbürger, Gutmenschen und Greenpeace-Leute sich auf den Rücken der Wölfe festbanden.
    – Jagd auf die Wutbürger, Gutmenschen und Greenpeace-Leute, um die Wölfe wieder jagen zu können.
    – Die Tiere mit Alkohol abfüllen,denn auf diesen reagieren sie allergisch und bekommen Angstzustände.

    Heute gibt es nur noch wenige Wölfe. Die meisten davon leben am Lopausee, hinter der Hasenburg und auf dieser LZ-Kommentarseite. Sie haben beinah ihre gesamte Power-Palaver-Intelligenz verloren. Außerdem scheint es allmählich, dass sie sich nicht mehr vermehren wollen. Nur Mark und Sarina sind übrig geblieben. Aber die heulen für siebene. Mittlerweile sind Wölfe eigentlich überflüssig, weil man heute Wildtiere immer gleich mit einer Atombombe ausschalten kann. Vollständig ausgerottet werden sie trotzdem nicht, denn Greenpeace hat eine überarbeitete Version von Rotkäppchen herausgegeben, in der der Wolf gut ist und Kinder die Wölfe jetzt süß finden. Einige wenige Wolfsarten wie der „Canis Pupus“ welcher wegen schrecklichen Gär-Gas-Ausdünstungen aufgrund falscher Ernährung völlig den Anschluss zu seinen Verwandten verloren hatte, gliederte sich durch Hybridzüchtungen mit Tauben, den heute sogenannten „Wauben“ in der Welt der Menschen ein. Man Erkennt eine Waube sehr schnell an dem ruppigen Fell, den zerzausten Federn und den mit scharfen Zähnen gespikten Schnabel. Anzutreffen ist ein “ Wauberich“ ( Männliche Waube) zumeist vor dicken fetten Omas die auf Mäuerchen in der Bäckerstraße hocken und die mittlerweile sehr zutraulichen Tiere mit Schweinshaxen füttern.

    Wissenschaftler (vgl. oben: Olischka Iwanowna Bibikow, Sektion Allgemeine und Spezielle Zoologie am Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock) halten die Waube für eine groteske Laune der Natur da der Paarungsakt zwischen Wolf und Taube einiges an Nervenstärke abverlangt.

    Einige wenige Wölfe haben sich dem Leben mit der Modell-Universität neuen Typs für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts inzwischen angepasst (Klaus Bruns zum Beispiel)…

    …andere hingegen nicht (Till, Eratosthenes, Klaus, Till Eulenspiegel [ = allesamt Wölfe im Wintervlies und zu 100 % identisch mit Hans-Herbert Jenckel] zum Beispiel) !

    Wie erkenne ich einen Wolf?

    Wölfe sehen genauso aus wie Hunde (manchmal auch wie ein Hund im Schafanzug oder ein LZ-Leserbriefschreiber mit sahnesteifem Rechthaber-Speichel (auch Dörschaum) in den Mundwinkeln). Sie haben nur schmalere Augen, was der Verwandtschaft mit Wolfgang Wolf und Ratsfuchs Andreas Meihsies verschuldet ist. Eigentlich sind sie auch Hunde, nur das sie nicht wie diese durch Drogen von Menschen abhängig gemacht worden sind. Von Hunden unterscheiden kann man Wölfe dadurch, dass sie keine Herrchen haben und keine Anzeichen von Drogensucht zeigen. (Andernfalls können sie sich als Brückenbauer in die Gesellschaft verkleiden.) Aber einen Wolf erkennen muss man sowieso nie, weil man nie einem begegnet (auch unter der Rubrik „Björn Adam blogt“ nicht!). Außer man ist ein Opfer der Waldverherrlichung oder betrunken und geht in den Hasenburger Wald.

  29. ach ja, ich alter mann muss hier mal wieder gas geben. der mensch ist kleinkariert. seine sprache verrät ihn. haiverseuchte meere , krokodilverseuchte flüsse und ähnlicher unfug ist zu lesen. man stelle sich vor, eine selfie-dumpfbacke fällt dabei nicht ins wasser oder den abhang hinunter ,oder wird von einer lawine erlegt, nein, er wird beim photographieren mit einem wolf verletzt, was dann? der wolfverseuchte wald wird zu lesen sein. wenn ein kind zu einem wolfsopfer werden sollte, so mancher hund wurde auch schon dafür bestraft, wird niemand nach der aufsichtspflicht der eltern fragen. der deutsche hat schon einen schuldigen gefunden.

    • Immer gelassen bleiben

      Amelinghausen – Der Kampf um ein Stück Fleisch ist für einen 2011 im Erholungsraum Lopaupark in Amelinghausen ausgewilderten Polarwolf tödlich ausgegangen. Das Tier wurde am Wochenende bei einer Futterrangelei von einem Braunbären totgebissen. Viele interessierte Spaziergänger hatten das Ereignis auf ihren iPhones mitgeschnitten. (https://www.youtube.com/watch?v=jY7Xmt4HzV0)

      Seit einigen Jahren wird im Rahmen des Projekts „Erweiterte Gebietskulisse des Naturparks Lüneburger Heide“ Bären und Wölfen im Wald am Diersbüttler Bach beim Lopausee ein gemeinsamer Lebensraum geboten. Bären und Wölfe passten eigentlich bestens zusammen, hieß es damals. Es handle sich um eine mutualistische Symbiose, aus der beide Partner Nutzen ziehen. Der Polarwolf mit seinem „ruhigen und ausgeglichenen Charakter“ könne auch mal zurückstecken. Offenbar hört die friedfertige Nachbarschaft jedoch beim Futter auf.

      Rund 50 Spaziergänger hatten sich am Sonntagmittag Auf der kalten Hude an der Nordostecke des Stausees versammelt, nachdem fünf Polarwölfe und drei Braunbären in der Nähe des Lokals „Zum Alchimisten“ aufgetaucht waren. Sie teilen den Lebensraum, aber eigentlich nicht die Vorliebe für Fleisch. Braunbären sind Allesfresser und suchen vor allem nach Obst und Gemüse. Doch an diesem Tag wollte ein Braunbär namens „Balu“ offensichtlich einmal probieren – und schnappte nach der frisch gerissenen Heidschnucke des Leittiers im Wolfsrudel. Es kam zu einer Rangelei, beide Tiere rollten einen Abhang hinunter, schließlich blieb der Bär auf dem Wolf liegen. Als dieser sich wehrte, biss der Bär zu. Der Wolf war sofort tot.

      Das Ganze spielte sich nur rund 20 Meter entfernt von den Zuschauern ab. Die Spaziergänger hätten recht gefasst reagiert, sagte Helmut Völker, Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Amelinghausen. Mehrere Kinder hätten jedoch geweint. Laut Völker habe sich der Bär instinktiv verhalten und nicht etwa aggressiv. „Ein ganz normaler Reflex, den alle Beutegreifer haben.“

      Die Wald-WG der freilaufenden Wölfe und Bären würde trotzdem bestehen bleiben. Allerdings könne man künftig auf solche gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten verzichten. Völker: „Uns wäre es lieber, dass erst gar kein Futterneid aufkommt.“

  30. Oh Mann, in was für eine wilde Truppe bin ich hier eigentlich geraten?

    Achtung, Kalauer:

    Hier schreiben sich mehr Leute einen Wolf, als das Rudel auf dem Truppenübungsplatz in Munster jemals hervorbringen könnte ;o)