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Den ersten Spatenstich zum Bau für das Feuerwehrhaus und den neuen Bauhof in Reinstorf feiern unter anderem die beiden Bürgermeister Norbert Meyer (7.v.r.) und Burkhard Bisanz (5. v. r.), Ortsbrandmeister Christoph Brohm (9.v.r.) und Bauhofleiter Hans-Günter Meyer (3.v.l.). Foto: t&w
Den ersten Spatenstich zum Bau für das Feuerwehrhaus und den neuen Bauhof in Reinstorf feiern unter anderem die beiden Bürgermeister Norbert Meyer (7.v.r.) und Burkhard Bisanz (5. v. r.), Ortsbrandmeister Christoph Brohm (9.v.r.) und Bauhofleiter Hans-Günter Meyer (3.v.l.). Foto: t&w

Neubauten des Feuerwehrhauses und des Bauhofes in Reinstorf haben begonnen

kre Reinstorf. Nur der Denkmalschutz hätte den Neubau des Feuerwehrhauses mit Bauhof in Reinstorf noch verzögern können: Jetzt haben die Bauarbeiten am Ortsrand von Reinstorf begonnen. In Anwesenheit des neuen Bezirksarchäologen Mario Pahlow. Er schaute ganz genau hin, als der Mutterboden für die Bodenplatte abgeschoben wurde. Nicht aus Langeweile, sondern weil in der Nähe der Baustelle allerdings auf der anderen Seite der Straße am Baugebiet ,,Erbsenberg“ eine ,,Wüstung“ vermutet wird. So nennen Archäologen Siedlungen oder Wirtschaftsflächen, die in früher Zeit aufgegeben worden waren. Bagger und Planierraupe brachten allerdings keine geschichtlichen Exponate ans Tageslicht. Was gut ist für den Baufortgang.

Trotzdem: Die Kontrolle durch den Bezirksarchäologen ist Teil der Baugenehmigung für das 1,735 Millionen Euro teure Vorhaben, für das Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer und Ortsbürgermeister Burkhard Bisanz im Beisein von Vertretern der Feuerwehr, der Politik und der Baufirma den ersten Spatenstich feierten.

Die Entscheidung, auf der ,,grünen Wiese“ ein neues Feuerwehrhaus und einen neuen Bauhof zu errichten, wurde vor gut drei Jahren im Samtgemeinderat getroffen, der Bebauungsplan aufgestellt. Dass es trotzdem bis zum ersten Spatenstich so lange dauerte, begründete Meyer mit den vielen Auflagen, die die Samtgemeinde als Bauherr vom Kreis auferlegt bekommen hat. Unter anderem musste die Oberflächenentwässerung geklärt werden, was bedeutet, dass auch ein Regenrückhaltebecken gebaut werden muss. Und auch ein Lärmgutachten ist Teil der Baugenehmigung genauso wie die Auflage, dass der Bezirksarchäologe das Areal vor weiteren Bauaktivitäten erst begutachten musste.

Dass der Neubau von Feuerwehrhaus und Bauhof sinnvoll und notwendig ist, ist unbestritten. Denn die in den 1980er-Jahren gebaute alte Feuerwache platzt aus allen Nähten: Die Einsatzfahrzeuge wurden im Laufe der Jahre immer größer, das Feuerwehrhaus leider nicht. Den vorgeschriebenen Abstand zwischen Wand und Fahrzeugen können die Reinstorfer Brandschützer längst nicht mehr einhalten.

Auch für den Bauhof kommt der Neubau alles andere als zu früh: Die ehemalige Landmaschinen-Werkstatt in Reins­torf, in der die Mitarbeiter des Bauhofes derzeit ihre Arbeiten erledigen müssen, ist alles andere als ein angenehmer Arbeitsplatz. In dem alten Gebäude zieht es an allen Ecken und Kanten. Im Winter muss deshalb selbst im Inneren der Halle Salz gestreut werden, weil das Tropfwasser von den Fahrzeugen gefriert. Um sich halbwegs aufzuwärmen, müssen Hans-Günter Meyer und seine Kollegen bislang mit Gas betriebene Heißluft-Gebläse einschalten.

Unzulänglichkeiten, die mit den Neubauten Vergangenheit sein werden. Vier Fahrzeugboxen werden den Reinstorfer Brandschützern künftig zur Verfügung stehen auch wenn sie zurzeit über nur drei Fahrzeuge verfügen. Die Reinstorfer sind genauso wie die Neetzer Stützpunktwehr. „Wir bauen für die Zukunft“, sagt Norbert Meyer.

Herzstück des Bauhofes werden sechs Stellplätze für die Fahrzeuge sowie vernünftige Personal- und Umkleideräume werden. Wenn die Bauarbeiten nach Plan verlaufen, „wollen wir im November Einweihung feiern“, gibt sich Meyer optimistisch. Und sein Amtskollege Burkhard Bisanz freut sich auf den Multifunktionsplatz, der im Zuge der Neubauten ebenfalls angelegt wird und den nicht nur die Feuerwehr zum Üben nutzen darf und wird.