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An mehreren Stellen weist die Ostumgehung starke Asphaltschäden auf. Jetzt hat die Straßenbaubehörde in Lüneburg reagiert, sie kündigte Ausbesserungen an. Foto: be
An mehreren Stellen weist die Ostumgehung starke Asphaltschäden auf. Jetzt hat die Straßenbaubehörde in Lüneburg reagiert, sie kündigte Ausbesserungen an. Foto: be

Schlaglochpiste Ostumgehung

us Lüneburg. Die oft geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung für die Ostumgehung kommt nun vielleicht doch, allerdings wohl nicht dauerhaft und auch nur in Abschnitten. Grund sind aber nicht zu hohe Lärmwerte der täglich vorbeirauschenden Fahrzeuge, sondern der schlechte Zustand der Fahrbahndecke. Die weist vor allem im Bereich zwischen den Anschlussstellen Deutsch Evern und Kaltenmoor mittlerweile so große Schlaglöcher auf, dass Autofahrer jetzt Maßnahmen fordern.

„Auf dem Abschnitt befinden sich Löcher in der Fahrbahn, die zum Teil fast die Größe eines Fußballs haben, und das in einer Zone, in der Tempo 120 erlaubt ist“, wundert sich Eckhard Lange. Der Lüneburger fragt, warum nicht schon längst etwas unternommen worden ist, denn nach seiner Einschätzung bestehe „dringender Handlungsbedarf“.

„Uns ist das Problem bekannt“, sagt Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereichs Lüneburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Grund für den desolaten Straßenzustand sei ein offenporiger Asphalt, der aus Sicherheitsgründen an einigen Stellen aufgebracht wurde, dessen Haltbarkeitsdatum aber überschritten sei. Ein solcher Asphalt halte acht bis zehn Jahre, „an den betreffenden Stellen sind wir drüber.“ Hinzu komme, dass die Straßenabschnitte durch den Frost-Tau-Wechsel der vergangenen Tage verstärkt gelitten hätten.

Nachdem es erst hieß, eine akute Verkehrsgefährdung bestehe nicht, kündigte Möller jetzt an, die Schlaglöcher noch am selben Tag zumindest provisorisch reparieren zu wollen. „Ob das ausreicht, werden wir beobachten.“ Gegebenenfalls komme eine Geschwindigkeitsbegrenzung in Frage. Ein Warnschild mit dem Hinweis „Straßenschäden“ weise bereits auf die Gefahrenstellen hin.

Noch in diesem Jahr sollen die Teilstücke komplett erneuert werden, neben dem Abschnitt Deutsch Evern Kaltenmoor auch Stellen im Bereich um die Einmündung der B216. Erneut soll dann auch offenporiger Asphalt aufgebracht werden. Der ist wegen seiner groberen Struktur zwar anfälliger gegen Witterungseinflüsse als normaler Straßenasphalt, „an diesen Stellen aber erforderlich, um Regenwasser besser ablaufen zu lassen und die Gefahr des Aquaplanings zu verringern“, erklärt Möller. Wann die Arbeiten ausgeführt werden, konnte er noch nicht sagen.