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Ein Schnitt durch das Schulgebäude in Ost-West-Richtung mit Aula, künftiger Mensa und Küche. Grafik: architekturbüro dierßen.
Ein Schnitt durch das Schulgebäude in Ost-West-Richtung mit Aula, künftiger Mensa und Küche. Grafik: architekturbüro dierßen.

Adendorf: Mensatraum soll endlich Wirklichkeit werden

pet Adendorf. Mehr als einmal kam in den vergangenen zehn Jahren Hoffnung auf die dann aber immer wieder zerstört wurde. Es wurde geplant, gezeichnet, gerechnet und dann doch wieder alles verworfen. Jetzt soll es ernst werden mit dem Bau einer Mensa für die Adendorfer Grundschule am Weinbergsweg: In einer gemeinsamen Sitzung gaben Schul- und Bauausschuss der Gemeinde am Dienstagabend dem Rat einstimmig die Empfehlung, das Projekt anzugehen. Voraussichtliche Kosten: 1,54 Millionen Euro.

„Eine saubere Sache, damit kann die Verwaltung gut arbeiten“, lobte Axel Pfeiffer (Gruppe CDU/Jacobi), Vorsitzender des Bauausschusses, der die Sitzung gemeinsam mit dem Schulausschussvorsitzenden Rolf-Werner Wagner (SPD) leitete, den letztlich beschlossenen Entwurf von Architekt Klaus-Otto Dierßen. Und auch Grundschulleiterin Gesa Johannsen lobte: „Ich bin total zufrieden und freue mich, dass es in diesem Jahr losgehen soll. Nun hoffen wir, dass die geplante Bauzeit auch eingehalten werden kann.“
Im Herbst 2005 wurde die Adendorfer Grundschule zur Ganztagsschule, das Essen wird in veralteten und zu kleinen Räumen ausgegeben und von den Schülern eingenommen. Mit der immer weiter steigenden Zahl von Kindern, die ihr warmes Mittagessen in der Schule bekommen, stieg der Druck, für neue Räumlichkeiten zu sorgen. Von den 300 Schülern am Weinbergsweg essen etwa 100 in der Schule Mittag.

Im vergangenen Herbst stellte Architekt Dierßen dem Schul- und Bauausschuss einen Entwurf vor, der die Umgestaltung des offenen Atriums zur Mensa zum Inhalt hatte geschätzte Kosten: 1,8 Millionen Euro. „Viel zu teuer“, waren sich Verwaltung und alle Ausschussmitglieder einig. Dierßen entwickelte „abgespeckte“ Versionen, prüfte Alternativen, etwa einen Neubau und einen Anbau in Richtung Schulhof.

Sechs Varianten stellte Dierßen schließlich in den letzten Wochen zur Diskussion, sorgte für rauchende Köpfe in zahllosen Gesprächen zwischen Politik, Verwaltung und Schule: Von der Sparversion für 1,17 Millionen Euro, die Einsparungen etwa bei der energetischen Sanierung und einen notwendigen zweiten Bauabschnitt vorsah, bis zur Ursprungsplanung für 1,8 Millionen Euro.

Schnell favorisiert und letztlich von Bau- und Schulausschuss empfohlen wurde dann die „Version 4“ für 1,54 Millionen Euro, die zwar unter anderem den Einbau einer festen Bühne für Aufführungen einspart, aber den Bau der Mensa mit 96 Sitzplätzen, ausreichender Küche sowie energetischer Dach- und Fassadensanierung beinhaltet. Gemeindekämmerer Matthias Gierke setzt auf einen Zuschuss in Höhe von 225000 Euro aus der Kreisschulbaukasse, den restlichen Betrag muss die Gemeinde als Kredit aufnehmen aufgrund der energetischen Maßnahmen kann die Gemeinde hier auf besonders günstige Kredite der KfW-Bank zugreifen.

Am Dienstag, 3. März, soll der Gemeinderat über das Großprojekt entscheiden. Baubeginn, so Erster Gemeinderat Martin Vogel, soll dann in den Sommerferien sein. „Mit den nötigen Abbrucharbeiten und der Sanierung der Aula, die für die Übergangszeit als Speiseraum dient, soll es losgehen.“ Je nach Wetterlage im Winter sollen die Bauarbeiten in neun bis zwölf Monaten erledigt werden. Für während der Bauarbeiten wegfallende Betreuungsräume wird ein Container angemietet.