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Die Kindertagesstätte in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt in Kaltenmoor soll für 1,5 Millionen Euro saniert werden. Foto: be
Die Kindertagesstätte in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt in Kaltenmoor soll für 1,5 Millionen Euro saniert werden. Foto: be

Sanierung in Kaltenmoor: Entschleunigung für 350 000 Euro

as Lüneburg. Das Gebäude der Awo-Kindertagesstätte wurde in den 70er-Jahren errichtet und ist inzwischen sanierungsbedürftig. „Im Frühjahr werden wir uns mit der Kita über das Raumprogramm verständigen und noch in diesem Jahr mit der Planung des Bauvorhabens beginnen. Wenn wir die Förderanteile von Bund und Land im Rahmen des Programms Soziale Stadt erhalten, wollen wir voraussichtlich im kommenden Jahr mit der Sanierung starten.“ Das erklärte Stadtbaurätin Heike Gundermann im Begleitausschuss Soziale Stadt, der im Bürgertreff Kaltenmoor tagte.

Die Sanierung der Awo-Kita, die laut Planung rund 1,5 Millionen Euro kostet, ist eines der Projekte, die in Kaltenmoor umgesetzt werden sollen. Sandra Burghardt, zuständig bei der Stadt für das Sanierungsgebiet Kaltenmoor, erläuterte, dass das Sanierungsverfahren für den Stadtteil voraussichtlich bis 2020 verlängert werden soll. Möglich wird dies dadurch, dass Bund und Land die Städtebaufördermittel erhöht haben. Die Stadt will nun den Rahmenplan für das Sanierungsgebiet, das 1999 per Ratsbeschluss festgelegt wurde, zum zweiten Mal fortschreiben und Projekte in Kaltenmoor weiter entwickeln.

Bei der Neustrukturierung des Einkaufszentrums soll zum Beispiel der Neubau eines Drogeriemarktes realisiert werden, dessen Eingang am St.-Stephanus-Platz 9 sein könnte, wo derzeit noch der Bürgertreff zu Hause ist. Der Bürgertreff könnte dann, so die Planung, in die leer stehende Hausmeisterwohnung auf dem Gelände der Schule ziehen (LZ berichtete).

In Angriff genommen werden soll auch die Umgestaltung der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße, nachdem 2011 der Eingang zur Straße im Zusammenhang mit dem Bau eines Kreisels an der Theodor-Heuss-Straße bereits neu gestaltet wurde. Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, erläuterte dazu im Ausschuss: Die in den 60er-Jahren breit ausgebaute Straße sei eine „Rennpiste“. Um den Verkehr zu entschleunigen und die Straße für Fußgänger und Radfahrer sicherer zu machen, soll die Straße auf eine Fahrbahn in jede Richtung zurückgebaut werden und zwei Verschwenkungen erhalten. Rad- und Gehweg an der nördlichen Seite bleiben stehen, zusätzlich ist ein Fahrradstreifen auf der Südseite der Straße geplant. Die Pflanzinsel im Mittelteil der Straße soll möglichst erhalten bleiben, die dort bestehende Beleuchtung aber so verändert werden, dass Rad- und Fußweg besser ausgeleuchtet werden. Geplante Kosten: 350000 Euro. Bund, Land und Kommune sind daran je zu einem Drittel beteiligt. „Wir würden gerne im Herbst den Bauauftrag vergeben, so dass im Frühjahr 2016 der Bau beginnen kann. Die geplante Bauzeit beläuft sich auf zirka sechs Monate“, sagte Uta Hesebeck.

Der Aktivspielplatz in Kaltenmoor, der im vergangenen Oktober sein 40-jähriges Bestehen feierte, wird gut angenommen. Zielgruppe sind Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren, die das Angebot inzwischen an sechs Tagen in der Woche nutzen können. Betreut werden sie von zwei städtischen Sozialpädagogen. Im Rahmen der Fortschreibung des Rahmenplans soll auch der Abenteuerspielplatz fit für die Zukunft gemacht werden. Stadtjugendpfleger Thorsten Treybig erläuterte dazu im Ausschuss, dass eine Platzbegehung folgendes ergeben habe: Die Seilbahn muss neu befestigt, die Hütte nebst Terrasse instand gesetzt werden. Eine Stegerneuerung des Aussichtsturms steht an, wie auch ein Beschnitt der Bäume. Außerdem gebe es viele Ideen von Nutzern. Die wünschen sich etwa ein Kletterhaus, eine Himmelsschaukel, eine Schalrutsche, wie es sie im Liebesgrund gibt, sowie eine Matschanlage und eine Überdachung der Fahrradständer.