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Im neuen Zentralmagazin begutachten Heike Meyer, Rolf Wiese, Marc von Itter, Rainer Rempe und Heiner Schönecke (v. l. ) Schätze, die zurzeit nicht ausgestellt sind. Etwa einen Autoscooter aus den 1950er-Jahren und eine Bauernkutsche aus der Lüneburger Heide (um 1910). Foto: nh
Im neuen Zentralmagazin begutachten Heike Meyer, Rolf Wiese, Marc von Itter, Rainer Rempe und Heiner Schönecke (v. l. ) Schätze, die zurzeit nicht ausgestellt sind. Etwa einen Autoscooter aus den 1950er-Jahren und eine Bauernkutsche aus der Lüneburger Heide (um 1910). Foto: nh

Mehr als 200000 Besucher kommen in das Freilichtmuseum am Kiekeberg

lz Rosengarten. Es war ein gutes Jahr für das Freilichtmuseum am Kiekeberg und seine Außenstellen: 213900 Besucher kamen 2014 in das Museum, zum Museumsbauernhof Wennerstorf, in das Mühlenmuseum Moisburg, das Feuerwehrmuseum Marxen und in die Ziegelei Rusch.

Vom alten Bauernschrank zur modernen Einbauküche das Freilichtmuseum am Kiekeberg macht die Geschichte der vergangenen 400 Jahre lebendig. Mit viel Elan blickt das Museumsteam daher auch auf das kommende Jahr: Neue Veranstaltungen und Sonderausstellungen, viele Kurse, Konzerte und Aktionen bieten ein abwechslungsreiches Programm für Besucher jeden Alters.

Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg, betont: „Das Freilichtmuseum am Kiekeberg ist wesentlich für das kulturelle Gedächtnis des Landkreises Harburg und darüber hinaus für den norddeutschen Raum. Wir unterstützen fraktionenübergreifend die Wahrung von kulturellen Zeugnissen und deren Erforschung. Das Freilichtmuseum schafft zudem eine lebendige Vermittlung, dies über die Generationen hinweg.“

Rempe blickt auch nach vorn: Fünf Jahre wird das Projekt „Kulturlandkreis“ alt, das von Landkreis, Sparkasse Harburg-Buxtehude und Freilichtmuseum am Kiekeberg getragen wird. Es vereint sämtliche kulturelle Aktivitäten des Landkreises, in diesem Jahr unter dem Motto „Miteinander“.

Vieles der zentralen Museumsarbeit findet ungesehen von der Öffentlichkeit statt. Museumsdirektor Prof. Dr. Rolf Wiese erklärt: „Wir sammeln und erforschen die Geschichte der Region und die beginnt heute. Wir sichern jetzt schon Gegenstände aus den 1980ern, die typisch für die Zeit sind, damit nachfolgende Generationen sie im Museum sehen können.“

Zurzeit besitzt das Museum 55000 Objekte, etwa 20 Prozent sind in Ausstellungen zu sehen. Wiese: „Unsere größten Feinde sind der Sperrmüll und die Kurzlebigkeit der heutigen Dinge. Früher haben die Menschen über Generationen hinweg mit Möbeln verbracht, sie lebten nachhaltig, wie wir es heute nennen.“ Sammeln, Bewahren, Forschen diese Hintergrundarbeit stellt eine große Herausforderung dar, die im Freilichtmuseum dauerhaft umgesetzt wird. Unter anderem dafür wurde das Museum kürzlich erst mit dem Museumsgütesiegel 2015-2021 ausgezeichnet.

Beim Sammeln und Bewahren unterstützt auch der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg das Museum finanziell. Er hatte 2014 ein besonderes Jahr. „In unserem Jubiläumsjahr haben wir das Mitglied Nummer 10000 begrüßt und selbst die Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka hat eine Video-Botschaft zum Fördervereinsfest übermittelt“, blickt Vorsitzender Heiner Schönecke zurück.

„In den 25 Jahren haben wir viele Objekte für das Museum angekauft, Projekte unterstützt und auch Zuschüsse ins Stiftungskapital gegeben. Das wollen wir auch in Zukunft tun so helfen wir, das Freilichtmuseum langfristig zu sichern.“ Im vergangenen Vierteljahrhundert gab der Verein 20 Millionen Euro ins Museum und Ehrenamtliche leisteten über 240000 Stunden.

Die einzelen Besucherzahlen: Freilichtmuseum am Kiekeberg 192000, Museumsbauernhof Wennerstorf 13700, Mühlenmuseum Moisburg 4000, Feuerwehrmuseum Marxen 2200, Ziegelei Rusch 2000.