Donnerstag , 29. September 2016
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Lüneburg profitiert von Dienstleistungen – Zahl der Arbeitslosen sinkt saisonuntypisch + + + Mit Arbeitsmarktbericht

rast Lüneburg. Das überrascht sogar die Arbeitsmarkt-Experten: Völlig saisonuntypisch ist die Zahl der Arbeitslosen in Hansestadt und Landkreis Lüneburg jetzt gesunken, ihre Zahl hat sich von Ende Januar auf Ende Februar um 89 auf 5920 Frauen und Männer verringert. Das waren sogar 439 Erwerbslose weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 6,4 Prozent, im Januar lag sie bei 6,5 Prozent und im Februar 2014 sogar bei 6,9 Prozent.

Eine richtige Frühjahrsbelebung vermag Bernd Passier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, allerdings noch nicht ablesen: „Der Winter ist noch nicht vorbei. Trotz der Witterungseinflüsse zeigt sich der Arbeitsmarkt aber weiterhin in einer guten Verfassung. Vor allem in den Landkreisen, die wie Lüneburg einen hohen Beschäftigungsanteil im Dienstleistungssektor haben, ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat gesunken.“ Passier prognostiziert: „Mit dem Saisonbeginn in der Gastronomie und Wiedereinstellungen in den Außenberufen wird die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten noch weiter zurückgehen.“ Ein wesentlicher Indikator hierfür sei auch die bereits im Februar deutlich gestiegene Personalnachfrage.

Während im kompletten Agenturbezirk inklusive der Geschäftsstellenbezirke Buchholz, Winsen, Lüchow und Uelzen ein Anstieg bei der Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen von plus 4,56 Prozent zeigte, wobei Passier als Hauptgrund die Auswirkungen des Endes der dreieinhalbjährigen Ausbildungsgänge im Januar nennt, steuern Stadt und Kreis Lüneburg deutlich gegen den Trend: Hier wurden in dieser Altersgruppe 491 Betroffene registriert, im Januar waren es noch 513.

Dazu sagt der Agentur-Chef: „Der Übergang von Ausbildung in den Beruf ist ein wichtiger Schritt für die jungen Fachkräfte, es gilt, Berufserfahrung zu erlangen. Auf der Seite der Arbeitgeber gibt es in vielen Branchen hohe Fachkräftebedarfe, der Rückgang der Erwerbslosigkeit bei den Jüngeren zeigt hier einen Marktausgleich, der beiden Seiten zu Gute kommt.“

1307 Frauen und Männer meldeten sich im Februar neu oder erneut arbeitslos, das sind 406 weniger als im Januar und 68 weniger als im Februar 2014. 1402 Personen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, 276 mehr als im Vormonat. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 3020 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Demgegenüber stehen 2528 Abmeldungen von Arbeitslosen, 48 weniger als vor einem Jahr.

Der Bestand an offenen Arbeitsstellen ist im Februar um 147 Stellen auf 1436 gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 65 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Fe­bruar 453 neue Arbeitsstellen, 81 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 683 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum 36 weniger.

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Zur Unterbeschäftigung zählen die Arbeitslosen und solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Die Unterbeschäftigung betraf im Februar 7710 Frauen und Männer, die Zahl lag damit um 491 unter der des Vorjahresmonats.

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