Mittwoch , 28. September 2016
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Der Ursprungsplan für den Bürgerpark Ochtmissen: Nicht alles soll noch realisiert werden, von der Beachanlage hat sich die SPD verabschiedet.
Der Ursprungsplan für den Bürgerpark Ochtmissen: Nicht alles soll noch realisiert werden, von der Beachanlage hat sich die SPD verabschiedet.

Barfuß durch den Bürgerpark – Neue Freizeitmöglichkeiten in Ochtmissen geplant

us Lüneburg. Grillplatz, Barfußpfad, Freilufttheater, Liegewiese, Tiergehege, selbst eine Beachanlage weist der Plan aus, den Ochtmissen vor etwa einem Jahr für seinen „Bürgerpark“ entwickelt hatte. Doch das Projekt kam zum Erliegen, nachdem Lüneburger Umweltschutzverbände Nachteile für die Tier- und Pflanzenwelt an dem Teich an der Vögelser Straße befürchteten, sollte das Projekt wie geplant umgesetzt werden. Jetzt stand der Bürgerpark erneut auf der Tagesordnung des Ortsrats und bekam grünes Licht aus der Hansestadt, wenn auch mit Einschränkungen.

„Grundsätzlich bestehen keine Bedenken“, teilte Peter Zurheide den Ortsratsmitgliedern mit. Der Bereichsleiter Grünplanung bei der Stadt Lüneburg war gebeten worden, die Ochtmisser Pläne genauer unter die Lupe zu nehmen und eine erste Einschätzung zu dem Vorhaben abzugeben, das bereits vor einem Jahr vom Ortsrat Ochtmissen abgesegnet wurde.

Die Dimensionen des geplanten Bürgerparks sind beeindruckend: Vom Teich an der Buchholzer Bahn im Norden über das Tiergehege im Osten bis zum Sportpark Kreideberg im Süden und die Fischteiche und die Landwehr im Westen soll sich das Areal erstrecken. Ziel ist es, bereits vorhandene Einrichtungen wie das Tiergehege, das Schützenhaus, die Spielplätze oder den Bolzplatz sowie landschaftlich reizvolle Plätze wie die Fischteiche, die Landwehr und den Teich an der Vögelser Straße per Wander-Routen miteinander zu verbinden. Insgesamt fünf Strecken zwischen drei und neun Kilometer Länge sind dafür vorgesehen, farblich markiert sollen sie Orientierung für Radfahrer, Jogger, Spaziergänger oder auch Ornithologen bieten und Besuchern zeigen, „was Ochtmissen alles zu bieten hat“, wie Hartmut Deja (SPD) ausführte, von dem das Konzept für den Bürgerpark stammt.

Nachdem Mitglieder von BUND und Nabu eindringlich vor Eingriffen in das Ökosystem des Teichs an der Vögelser Straße gewarnt hatten (LZ berichtete), waren die Erwartungen der Ortsratsmitglieder um diesen Teilaspekt des Bürgerparks bereits entsprechend heruntergeschraubt. „Wir planen dort ja kein Wasserski“, machte Deja in der Sitzung deutlich.

Freizeitaktivitäten schloss auch Peter Zurheide für den Öko-Teich kategorisch aus. Das Teichgelände habe einen so hohen ökologischen Wert, dass eine entsprechende Nutzung dort nicht möglich sei: „Kein Angeln, kein Schwimmen, kein Garnichts.“ Auch ein „offizielles Hineingehen“ in den Teichbereich von den Ochtmissern seit langem zum Baden, Angeln oder auch Schlittschuhlaufen genutzt werde die Stadt nicht unterstützen. Lediglich ein oder zwei Parkbänke könne er sich am Rande des Teichs vorstellen. Und: Finanzielle Unterstützung werde es von der Stadt nicht geben, man sei aber gern bereit, bei der Suche nach Sponsoren oder Spendern behilflich zu sein.

„Wir werden schauen, was geht“, sagte Ochtmissens Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz. Das Projekt stehe nicht unter Zeitdruck, man werde die Planung in Ruhe fortsetzen. Schultz kündigte auch an, die weiteren Schritte mit Vereinen und Verbänden abzustimmen. Zugleich machte er deutlich, dass nicht nur Fauna und Flora, sondern auch die Interessen der hier lebenden Menschen zu berücksichtigen seien.