Donnerstag , 29. September 2016
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Ralph Caspers ist der Mann der wohl dosierten Effekte. Foto: t&w
Ralph Caspers ist der Mann der wohl dosierten Effekte. Foto: t&w

Ralph Caspers zu Gast in der ausverkauften Ritterakademie

tl Lüneburg. „Man kann im Dunkeln nichts sehen, weil da kein Licht ist. Wer hätte das gedacht?“ Ralph Caspers ist bekannt für seinen trockenen Humor, der auch in der vollbesetzten, seit Wochen ausverkauften Ritterakademie gut ankam. „Welche Farbe hat das Licht“ heißt das aktuelle Programm des Kika-Fernsehmoderators und Autors, der für eine Stippvisite nach Lüneburg kam. Natürlich ging es in guter „Wissen macht Ah!“-Manier um die Vermittlung von Wissen und Aha-Effekten. Aber für die kleinen Besucher war es natürlich genauso wichtig, den Mann mit der Brille mal aus der Nähe sehen zu können.

Und Nähe stellt Caspers gerne her: Er steht nicht nur auf der Bühne und spult sein Programm ab, sondern er holt sich ein Kind nach dem anderen nach oben ohne die kleinen Assistenten geht nun mal nichts. Ein Pfeil auf einem Blatt Papier, davor ein leeres Glas. Was soll da schon passieren? Doch ist das Glas erst einmal mit Wasser gefüllt, zeigt der Pfeil, wenn man durch das Glas guckt, plötzlich in die andere Richtung. Caspers: „Das nennt sich Brechung des Lichts, einfach wundervoll.“ Fragen über Fragen: Warum sehen wir nicht zwei Bilder, obwohl wir doch zwei Augen haben? Warum gibt es im Regenbogen kein Pink?

Caspers ist der Mann mit den wohl dosierten Effekten, er braucht keine aufwändig gestaltete Versuchsanordnung, um zu zeigen, dass die Welt voller Geheimnisse ist, die aber sehr wohl gelüftet werden können. Zum Beispiel, dass Licht nicht einfach nur Weiß ist, sondern sehr wohl aus Farben besteht: Caspers macht sie mittels einer Taschenlampe und einem Prisma sichtbar und lässt die Farben über die Wand tanzen; den Kindern gefällts, sie freuen sich und lassen sich bei Fragen nicht lange bitten die Ärmchen schnellen in die Höhe.

Ein paar gemeinsame Lockerungsübungen zu Beginn der Show, ein paar hübsche Experimente im Mittelteil, eine Fragezeit zum Schluss mit ausgedehnter Autogrammstunde: Ein kurzweiliger Spätnachmittag für Freunde der lockeren Unterhaltung. Dass Ralph Caspers schon so manche Auszeichnung bekommen hat, darunter 2012 den Grimme-Preis, wundert nicht. Der Mann macht einfach nur Spaß.

Ein Interview mit Ralph Caspers veröffentlicht die Landeszeitung in der kommenden Woche auf den Kina-Nachrichten.