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Große Mengen Drogen hat die Lüneburger Polizei sichergestellt. Drei Verdächtige sitzen in Haft. Foto;: polizei
Große Mengen Drogen hat die Lüneburger Polizei sichergestellt. Drei Verdächtige sitzen in Haft. Foto;: polizei

Lüneburg: professionelle Drogen-Plantage entdeckt +++ Marihuana für 750.000 Euro sichergestellt +++ mit LZplay-Video

lz Lüneburg. Ein großer Schlag gegen die Rauschmittelszene ist Polizei und Staatsanwaltschaft in Lüneburg gelungen. Ende vergangener Woche haben sie eine professionelle Indoor-Plantage mit Cannabis im Wert von rund 750.000 Euro ausgehoben, drei Verdächtige sind bereits festgenommen. Die technische Ausstattung der Plantage wird mit einer weiteren halben Million Euro beziffert.

Der Hinweis auf „komische Gerüche“ von Passanten sowie zügige Ermittlungen führten bereits am Abend des 26. Februar zur Festnahme eines 53-Jährigen. Es besteht der dringende Tatverdacht, dass er in einer Lagerhalle im Ortsteil Goseburg/Zeltberg in Lüneburg Marihuana im großen Stile angebaut hat.

Nach der Festnahme wurde noch in der selben Nacht ein Haus in Buchholz i.d.N. durchsucht. In der Wohnung wurden etwa 10 kg Marihuana gefunden. Im Zuge der Durchsuchung konnten eine 26-Jährige und ein 33-Jähriger vorläufig festgenommen werden, gegen die ebenfalls dringender Tatverdacht besteht.

Gegen die drei Festgenommenen wurde noch am Freitag Haftbefehl erlassen, nachdem sie auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt worden waren.

Weitere 45 kg Marihuana sowie eine große Menge Cannabispflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien wurden in einer Halle in Lüneburg sichergestellt.

Ermittlungen ergaben, dass der Polizei mit dem 53 Jahre alten Tatverdächtigen, der im Besitz diverser gefälschter Papiere war, ein recht großer Fisch ins Netz gegangen ist. Der Mann wurde bereits seit 2009 mit europäischem Haftbefehl vom Amtsgericht Wuppertal gesucht, da er zwischen 2004 und 2006 im Bereich Solingen Cannabis angebaut hatte und seit dem auf der Flucht war.

5 Kommentare

  1. Tja, wollte sich einer schon rechtzeitig Medikamente fürs Alter zurücklegen, gegen Schmerzen, Entzündungen, Arthritis, Krebs, ja auch vorbeugend gegen verschiedene Demenzerkrankungen wie Alzheimer …

  2. Karsten Hilsen

    „Der Hanf (Hampen, Hemp) gehört zur Familie der Canuabinaceal (Maulbeergewächse), ist verwandt mit den Nesselgewächsen und wird im allgemeinen sechs Fuß hoch.
    Er wird überall in Europa angebaut; der von uns verarbeitete kommt jedoch hauptsächlich aus Rußland“
    (Zitatende)
    Das ist der erste Satz aus DEM Standartlehrbuch „Handbuch der praktischen Seemannschaft“ bzw: „Handbog i praktisk SÖmannskap“ von Jens Kusk Jensen von 1924. Einem Lehrbuch für angehende Offiziere auf großen Segelschiffen
    Ich denke, dieses eine Zitat eines zufälligen Satzes aus diesem in jede Hinsicht unverdächtigem Buch (434 Seiten) macht deutlich welch großes Unrecht die heutige Hanfprohibition (auch, aber eigentlich zuletzt, in seiner Drogeneigenschaft) darstellt und wie absurd sie ist.
    Vor nicht einmal Hundert Jahren wurde diese uralte Kulturpflanze also ,überall in Europa‘ angebaut, heute ist der Anbau so schwerkriminell, daẞ die Vernichtung von Millionenwerten verhältnimäßig erscheint, um die Prohibition durchzusetzen.
    Ich denke die Qualität der Debatte um die „Gefahren“ des Hanfes ist etwa mit der über die Schädlichkeit und Gefählrichkeit von Onanie vergleichbar und ich hoffe, daß ich noch den Tag erleben werde, an dem wir alle genauso darüber den Kopf schütteln werden.

    • @ Karsten Hilsen – Eigentlich doch eine Nutzpflanze. Dabei denke ich nicht an Haschisch, sondern an Hanfseile. Die gibt es doch auch Heute noch. Zumindest meine ich dass mein Bindfaden in der Schublade so aussieht als wäre er aus Hanf. Wo werden denn die Pflanzen angebaut, die man dafür verwendet? Auch beim abdichten von Schraubverbindungen für Wasserhähne und ähnliches werden Hanffasern verwendet.
      Vielleicht war die Plantage dafür gedacht. Dann wäre es ein reiner Gewerbetrieb – oder war es sowieso ;-). Aber mal ernst gemeint. Gibt es unterschiedliche Hanfpflanzen? Ich weiß es nicht Herr Hilsen.

      • Es gibt Hanfpflanzen mit einem sehr niedrigen THC Gehalt, die werden als Nutzpflanzen zB für Seile etc angebaut. Und es gibt Züchtungen, in denen der THC-Gehalt sehr hoch ist, diese wurden extra zum Konsum so gezüchtet. Es gibt einzelne Vermutungen, dass es Sorten gibt die gentechnisch verändert wurden, um das noch zu steigern. Da amüsiert man sich dann, wenn ein Herr Özdemir gegen Gentechnik auf dem Feld Stimmung macht und aber es nicht ausgeschlossen ist, das auf seinem Balkon so eine „Gefährliche“ GVO steht.

    • Und in der Kombination von beidem erleben wir dann sicher ein Schütteln, bei welchem der Kopf nicht mehr beteiligt ist und sich zwar nicht alle Lust, doch zumindest die an gefährlichen Debatten in Rauchschwaden auflöst.

      Nur kann das gleich wieder zu neuen Problemen führen: http://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/215967-kalter-rauch-vom-netten-nachbarn-als-hallo-wach