Mittwoch , 28. September 2016
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Wie könnte ein Gemeinschaftsgarten auf dem Campus aussehen? Diese Frage stellten sich die Teilnehmer der Traumwerkstatt. Foto: fs
Wie könnte ein Gemeinschaftsgarten auf dem Campus aussehen? Diese Frage stellten sich die Teilnehmer der Traumwerkstatt. Foto: fs

Studenten und Nachbarn der Uni entwickeln Ideen für Gemeinschaftsgarten an der Leuphana

fs Lüneburg. „Ein klares Konzept gibt es bisher noch nicht“, sagt Natascha Häutle. „Heute wollen wir einfach mal gedanklich eine Hand voll Samen rausstreuen und gucken, was passiert.“ Die Studentin der Kulturwissenschaften steht im Biotopgarten auf dem Campus der Leuphana. Gemeinsam mit anderen Studenten engagiert sie sich in der Initiative „Essbarer Campus“ der Idee eines Gemeinschaftsgartens für Studenten und Nachbarn auf dem Universitätsgelände. Wie so ein Garten aussehen könnte, das erarbeiten Interessierte an diesem Nachmittag in einer „Traumwerkstatt“, die Natascha Häutle mit organisiert hat. „Im Traum ist alles möglich“, erklärt sie die Idee.

Studenten und Nachbarn sollen gemeinsam überlegen, wie es aussehen könnte, „wenn die Uni ein Garten wäre“. Mit kreativen Mitteln wie Malen und Modellieren sowie einer pflanzenkundlichen Führung über den Campus nähert sich die Gruppe diesem Thema. Mediterrane Palmen wie in südlichen Ländern würden wohl ein Traum bleiben. Gar nicht mal so unrealistisch wären dagegen Beerensträucher und Obstbäume, an denen sich jeder bedienen kann.

Der Anstoß für das Projekt „Essbarer Campus“ kam von Diego Gatica Correa, Student der Umweltwissenschaften. Im Geschwister-Scholl-Haus fand bereits ein erstes Info-Treffen statt. Auf diese Weise hat auch Claudia Schmidt von dem Projekt erfahren und ist nun zur „Traumwerkstatt“ gekommen. Die Bockelsberg-Bewohnerin hat selbst Gärtnererfahrung und kann sich gut vorstellen, mitzuackern. Als Anwohnerin sieht sie auch gleich einen Vorteil: „Wir Nachbarn sind ganzjährig hier, auch in den Semesterferien. Anders als die Studenten.“ Jürgen Malisi, der ebenfalls nahe am Campus wohnt, freut sich vor allem über den Austausch zwischen Jung und Alt: „Die jungen Leute tun mir gut, diese Lebendigkeit.“

Mit den ersten Ideen wollen die Studenten nun auf die Universitätsleitung zugehen und in einem gemeinsamen Gespräch überlegen, welche „Träume“ sich umsetzen lassen. Ein nächstes Treffen mit den Nachbarn ist auch geplant: Am Sonntag, 15. März, 14 Uhr, im Gemeinschaftsbüro „Die Lokalität“ auf dem Campus. Inte­ressierte sind herzlich willkommen.