Aktuell
Home | Lokales | 50 Jahre Theologisches Forum Hochkarätige Referenten beschäftigen sich mit Leidenschaften
Sie haben das Jubiläums-Forum organisiert: (vorne, v.l.) Martin Hinrichs, Christine Schmid, Hans-Wilfried Haase, (hinten, v.l.) Carsten Menges, Gerhard Cassens und Dirk Schmid. Foto: be
Sie haben das Jubiläums-Forum organisiert: (vorne, v.l.) Martin Hinrichs, Christine Schmid, Hans-Wilfried Haase, (hinten, v.l.) Carsten Menges, Gerhard Cassens und Dirk Schmid. Foto: be

50 Jahre Theologisches Forum Hochkarätige Referenten beschäftigen sich mit Leidenschaften

rast Lüneburg. „Das Theologische Forum war nie eine binnenkirchliche Veranstaltung und ist es auch heute nicht, es geht mitten in die Stadt und diskutiert allgemeinverständlich theologische, philosophische und gesellschaftliche Fragen.“ So bringt Pastor Martin Hinrichs von der Evangelisch-reformierten Kirche in Lüneburg das Ziel der Reihe auf den Punkt, die seine Gemeinde zusammen mit dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis, der katholischen St.-Marien-Gemeinde und der Volkshochschule veranstaltet und die nun ihr Jubiläum begeht: 50 Jahre Theologisches Forum. Und das ab dem 9. März an vier verschiedenen, jeweils zum Thema passenden Orten mit hochkarätigen Referenten unter dem Leitmotiv „Wozu Gott“. Der Vorverkauf in der VHS an der Haagestraße hat begonnen.

Hans-Wilfried Haase, Pastor im Ruhestand, gehört dem Organisationsteam bereits seit 1973 an, kennt den Ursprung der Reihe: „Unsere Evangelisch-reformierte Gemeinde gibt es seit 1958 in Lüneburg, doch sie litt darunter, dass sie zu unbekannt war und sich anhören musste: ,Schon wieder ne neue Sekte? Also entschloss man sich 1965, renommierte reformierte Theologen aus dem In- und Ausland nach Lüneburg zu holen und nannte die Veranstaltung ,Theologische Woche. 1969 kamen in neuer Trägerschaft die Katholiken und die Lutheraner hinzu, seit 1972 ist auch die VHS dabei.“ Das Ziel ist auch heute noch, so Dechant Carsten Menges, „das Wissen über Theologie zu fördern“. Dabei geht es aber nicht um Mission, sondern „um den Dialog mit den verschiedenen Religionen, der Wissenschaft und auch Kirchenfernen, also kirchlich nicht gebundenen Menschen“, wie Superintendentin Christine Schmid unterstreicht. VHS-Leiter Gerhard Cassens ergänzt: „Es geht auch um den Austausch von theologischen und dahinter stehenden philosophischen Fragen.“ Dass dabei die Interdisziplinarität eine immer stärkere Rolle spielt, hat der Theologe Dirk Schmid beobachtet. Hans-Wilfried Haase kennzeichnet das Forum als Marktplatz.

„Offenheit zeigen, sich zu öffnen, das passt zur Entwicklungsgeschichte der Kirche“, sagt Gerhard Cassens. Und so war das Theologische Forum, das diesen Namen seit 1978 trägt, seit 1979 mitten in der Stadt, in dem damals frisch sanierten Glockenhaus, untergebracht. Jetzt öffnet sich das Forum mit drei neuen Veranstaltungsorten weiter. Christine Schmid: „Was passt denn besser zum Thema ,Leidenschaft für das Schöne als die Kulturbäckerei als Ort der Kunst?“ Und zum Thema „Leidenschaft für Gerechtigkeit“ biete das Museum Lüneburg passende Exponate. Fürs Thema „Leidenschaft für Liebe“ zieht es die Organisatoren sogar ins Palais am Werder und sie gehen davon aus, dass bei dem prominenten Philosophen und Buchautoren Prof. Dr. Wilhelm Schmid alle 300 Stühle besetzt sein werden seine Bücher zu Themen wie Liebe, Glück und Freundschaft sind Bestseller.

Einen besonderen Abend gibt es im Glockenhaus unter dem Motto „Leidenschaft für Theologie Ein Festabend mit Kulinaria“, an dem es neben geistiger Kost, serviert vom Hamburger Hauptpastor Dr. Johann Hinrich Claussen und dem Pastoren und Kabarettisten Dr. Matthias Schlicht, auch ein Buffet und Musik gibt. Hier kostet der Eintritt 15 Euro, der Eintritt zu den drei anderen Vorträgen kostet jeweils 7 Euro. Es sind auch Dauerkarten zum Stückpreis von 28 Euro in der VHS und an der Abendkasse zu haben, sie schließen den Glockenhaus-Abend mit ein.

Die Termine und Referenten
Montag, 9. März, 20 Uhr: In der Kulturbäckerei an der Dorette-von-Stern-Straße 2 spricht der Theologe und Schriftsteller Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing von der Universität Würzburg über „Leidenschaft für das Schöne“.
Dienstag, 10. März, 20 Uhr: Im Palais am Werder am Hotel Bergström spricht der Berliner Philosoph und Buchautor Prof. Dr. Wilhelm Schmid über „Leidenschaft für Liebe“.
Montag, 16. März, 20 Uhr: Im Glockenhaus beginnt unter dem Motto „Leidenschaft für Theologie“ ein kulinarischer Festabend mit dem Hamburger Hauptpastor Dr. Johann Hinrich Claus­sen als Referent, dem Pastor und Kabrettisten Dr. Matthias Schlicht und dem Saxophonisten Hans Malte Witte.
Dienstag, 17. März, 20 Uhr: Im Museum Lüneburg an der Wandrahmstraße spricht der Bochumer Theologe und Schriftsteller Prof. Dr. Jürgen Ebach über „Leidenschaft für Gerechtigkeit“.