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Auf diesem städtischen Gelände, südlich des Johanneums, könnte eine weitere Sporthalle für Lüneburg, geeignet für Schul- und Vereinssport, aber auch für Spitzensport und ausgestattet mit einer 1500-Zuschauer-Tribüne, entstehen. Karte: Google Maps, Montage: hm
Auf diesem städtischen Gelände, südlich des Johanneums, könnte eine weitere Sporthalle für Lüneburg, geeignet für Schul- und Vereinssport, aber auch für Spitzensport und ausgestattet mit einer 1500-Zuschauer-Tribüne, entstehen. Karte: Google Maps, Montage: hm

Harte Arbeit im Hintergrund – Planung für Bau einer Wettkampf- und Schulsporthalle am Schwalbenberg angelaufen

pet Lüneburg. Einen Beschluss zu bauen, gibt es noch lange nicht. Baupläne schon gar nicht. Und auch die Höhe der Kosten und die Art der Finanzierung liegen noch völlig im Dunkeln. Aber im Hintergrund wird mit Hochdruck an den Vorbereitungen für eine weitere Schulsporthalle in Lüneburg, die auch noch bundesligatauglich ist und über 1500 Sitzplätze verfügt, gearbeitet. Im Sportausschuss des Kreistags informierte der Leitende Kreisverwaltungsdirektor Hans-Richard Maul jetzt über den Stand der Überlegungen.

120000 Euro hatte der Kreistag im vergangenen Herbst an Planungskosten für das Projekt in den Haushalt für 2015 eingestellt alle im Kreistag vertretenen Fraktionen hatten zuvor einen entsprechenden gemeinsamen Antrag gestellt. Eine „Machbarkeitsstudie“, die noch in diesem Halbjahr in Auftrag gegeben werden kann, soll davon erstellt werden. Dabei solle unter anderem auch untersucht werden, ob die Halle aus eigenen Mitteln, über ein PPP-Projekt oder mit Hilfe von Sponsoren finanziert werden kann.

Möglicher Standort für eine neue Halle sei der Bereich zwischen den Berufsbildenden Schulen auf dem Schwalbenberg und dem Johanneum, berichtete Maul. Wobei ein ursprünglich angedachtes Gelände nahe der BBS III, das im Besitz des Landkreises ist, ausscheide. „Da gibt es Probleme mit den Grenzabständen. Dort müsste auf jeden Fall vorhandene Bebauung zurückgebaut werden“, erklärte Maul.

Die Stadt Lüneburg habe stattdessen in ihrem Besitz befindliche Flächen, angrenzend an das Johanneum und immer noch in der Nähe der BBS, ins Gespräch gebracht. Das Areal sei im Flächennutzungsplan als „Gemeinbedarf Schule“ bzw. „öffentliche Grünfläche Sportplatz“ ausgewiesen. Für eine mögliche Bebauung, sagte Maul, hätte die Stadt Lüneburg einen Bebauungsplan aufzustellen. Unter anderem seien Gutachten in den Bereichen Immissionsschutz, Verkehr, Naturschutz und Entwässerung einzuholen. „Dafür braucht die Stadt mindestens ein Jahr.“

Die neue Halle für Lüneburg soll den vor allem an den Berufsbildenden Schulen herrschenden Mangel an Raum für Schulsport lindern und auch für den Vereinssport geeignet sein. Untersucht wird sie auch auf die Tauglichkeit für Bundesligaspiele in Volleyball, Basketball oder Handball. Die optimale Halle, etwa für Bundesliga-Volleyball, werde es nicht geben, erklärte Maul. Gesucht werde ein Kompromiss, der alle Anforderungen erfüllt.

Von einer Grundfläche von 70 bis 90 Metern in der Länge und 50 Metern in der Breite sowie neun Metern Hallenhöhe im Inneren gehe man in den Planungen zunächst aus. Damit könnten die derzeit so erfolgreichen Volleyballer der SVG Lüneburg, die zurzeit mit einer Sondergenehmigung in der nur sieben Meter hohen Reppenstedter Gellersenhalle spielen, auf Dauer die räumlichen Voraussetzungen für die Bundesliga erfüllen.

Ein Gremium, dem Landrat Manfred Nahrstedt, Oberbürgermeister Ulrich Mädge, die Vorsitzenden der Sport- und Bauausschüsse von Landkreis und Stadt sowie Vertreter des Sports angehören, sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung des Großprojekts. Die Einbindung des Lüneburger Sportbeirats mahnte dessen Sprecher Hartmut Deja, zugleich Präsident des MTV Treubund, an. In seiner Funktion als Vizepräsident der Landessportbunds Niedersachsen wies Thorsten Schulte, zugleich Geschäftsführer des VfL Lüneburg, auf die laufende Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Sommerspiele 2024 und eine mögliche Einbindung Lüneburgs hin.

Der Weg bis zu einer Verwirklichung des Projekts sei in jedem Falle weit, erklärte Maul. Einen möglichen Zeitpunkt für eine Eröffnung, einen reibungslosen Verlauf von Planung und Bau vorausgesetzt, nannte er trotzdem: Ende 2017.

Zuschüsse für Sportvereine
Viele Sportvereine in Stadt und Landkreis Lüneburg investieren in ihre Zukunft und hoffen auf Zuschüsse vom Kreis. Im laufenden Haushaltsjahr stehen dafür 185000 Euro aus dem Strukturentwicklungsfonds zur Verfügung. Bei ihrer Sitzung am Dienstag haben die Mitglieder des Sportausschusses über die Vergabe von insgesamt 76200 Euro entschieden. Dabei waren sie sich in allen neun Anträgen einig:

Der VfL Lüneburg erhält einen Zuschuss in Höhe von 50000 Euro als dritte Rate für den Neubau und die Sanierungen der Sport- und Sanitärräume am Sültenweg.

Der Dahlenburger Sportclub kann mit einem Kreiszuschuss in Höhe von 4500 Euro für den Neubau einer Weitsprunganlage rechnen.

Den FC Echem unterstützt der Kreis beim Aufbau von Spielerkabinen und der Installation von Flutlichtlampen mit insgesamt 1800 Euro.

An die Allgemeine Schützengesellschaft der Stadt Lüneburg fließt ein Zuschuss von 4000 Euro für die Erneuerung der elektrischen Anlagen und des Schallschutzes der Schießbahn. Der Schützenverein Scharnebeck erhält 5000 Euro für die Dachsanierung des Schießsportzentrums.

Der Tennisclub Alt Garge darf für die Dachsanierung des Clubhauses und die Erneuerung von Fenstern 2300 Euro vom Kreis einplanen.

Dem MTV Treubund lässt der Kreis 2000 Euro für den Umbau der Steuerung der Flutlichtanlage zukommen.

Der Turn- und Sportverein Hohnstorf/Elbe erhält 2800 Euro für die Sanierung der Beleuchtungs- und Lüftungsanlage des Vereinsgebäudes.

Der Turn- und Sportverein Erbstorf wird mit 3800 Euro für Elektro- und Renovierungsarbeiten im Vereinsheim unterstützt.

Über weitere Anträge wird der Ausschuss voraussichtlich in seiner nächsten Sitzung Anfang Juli entscheiden.

 

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