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Die Lauenburger Elbstraße war gut besucht, an 13 Orten gab es Auftritte von 19 Bands oder Künstlern bei der dritten „Kultur- & Kneipennacht“. Fotos: tja
Die Lauenburger Elbstraße war gut besucht, an 13 Orten gab es Auftritte von 19 Bands oder Künstlern bei der dritten „Kultur- & Kneipennacht“. Fotos: tja

Volle Lokale bei Kneipennacht in Lauenburg +++ plus LZplay-Video und Fotos

tja Lauenburg. „Volles Haus“ meldeten 13 Kneipen, Restaurants und selbst die Maria-Magdalenen-Kirche in der Nacht zum Sonntag: Die dritte Auflage der „Kultur- & Kneipennacht“ lockte 1100 Gäste in die Lauenburger Altstadt. „Es war eine wunderbare Atmosphäre“, schwärmte Tourismusmanagerin Ulrike Sindermann, die das Spektakel gemeinsam mit Andy Darm organisiert hatte. An 13 Orten traten 19 Bands und Künstler auf.

Schon der Auftakt war fulminant, in der Osterwoldhalle begrüßte der Lauenburger Musikkreis unter Leitung von Manfred Schulz die Gäste. Kurzerhand wurden Bürgermeister Andreas Thiede und Bürgervorsteher Bernd Dittmer, die die Nacht eingeläutet hatten, zur Musik der „Blues Brothers“ auf die Bühne geholt und mit Hut und Sonnenbrille ausstaffiert. Vielleicht etwas ungelenk im Vergleich zu den Tänzerinnen von „Rhythm & Dance“, aber auf jeden Fall ein Hingucker.

Die meisten Gäste hatte mit Abstand Comedian Don Clarke in der Maria-Magdalenen-Kirche, die mit etwa 400 Gästen ausgebucht war. Als gebürtiger Engländer habe er, Clarke, durchaus noch Probleme mit der deutschen Sprache, aber manchmal habe das auch Vorteile. So bestelle er in seiner Stammkneipe gerne „Zehn Bier auf mir“. Da würde es dann immer einen Schlaumeier geben, der ihn berichtige: „Zehn Bier auf mich!“

Groß war die Freude bei Yvonne Langrock und Karsten Neugebauer, den Pächtern der „Schifferbörse“: Sie waren musikalisch mit dem „Pelloton-Acoustic Pop-Quintett“ am Start und konnten erstmals seit dem Hochwasser 2013 wieder Gäste in ihrem Lokal begrüßen. Aber noch mit tristem Charme einer Baustelle. „Aber“, sagte Neugebauer, „es ist schön, wieder Gäste hier zu haben, wir hoffen, dass es jetzt endlich bergauf geht.“ Noch immer wartet das Paar auf Aufbauhilfe.

Das Konzept, einmal zu zahlen und an allen Orten freien Eintritt zu haben, hat sich auch diesmal wieder bewährt. „Wir werden die Nacht jetzt mit den Gastwirten auswerten, aber ich gehe davon aus, dass es 2016 die vierte Auflage geben wird“, bilanzierte Ulrike Sindermann. Auch bei der erstmalig ausgerichteten Abschlussparty, die in der Osterwoldhalle bis weit nach Mitternacht dauerte, feierten noch viele Gäste mit.