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Der heute am Lüneburger Landgericht unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen laufende erste Sitzungstag im Prozess der Familienfehde war bereits nach einer halben Stunde beendet. Der Grund: Einer der Verteidiger hatte einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter der 10. Großen Strafkammer gestellt.   Foto: phs
Der heute am Lüneburger Landgericht unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen laufende erste Sitzungstag im Prozess der Familienfehde war bereits nach einer halben Stunde beendet. Der Grund: Einer der Verteidiger hatte einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter der 10. Großen Strafkammer gestellt. Foto: phs

+++ Prozess um Schüsse am Lüneburger Klinikum: Anwalt lehnt Richter ab +++

rast Lüneburg. Nach knapp 30 Minuten war der erste, unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen laufende Sitzungstag am Landgericht Lüneburg im Prozess um die Familienfehde zwischen zwei verfeindeten kurdisch-stämmigen Familien beendet, die ihren Höhepunkt im September 2014 mit den Schüssen am Klinikum Lüneburg fanden. Einer der Verteidiger hatte einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter der 10. Großen Strafkammer gestellt, da der ihn „mit Spekulationen“ nicht seinem Mandanten als Anwalt beigeordnet und so „in zentrale Verteidigungsrechte des Angeklagten eingegriffen“ habe.

Sieben Männer im Alter zwischen 26 und 34 Jahren sind unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt. Bei dem Überfall am Klinikum wurden acht Angehörige der überfallenen Familie zum Teil schwer verletzt, drei durch Schüsse. Sechs der Opfer treten als Nebenkläger auf, sind allerdings nicht im Gerichtssaal präsent, das gilt auch für ihre Angehörige. Im Zuschauerraum saßen zum Auftakt lediglich Familienmitglieder und Freunde der Angeklagten. So kam es zu keiner erneuten Konfrontation.