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Eine Wohnanlage mit betreutem Wohnen plant der DRK-Ortsverein Lüneburg-Stadt auf diesem Areal parallel zur Soltauer Straße. Foto: A/be
Eine Wohnanlage mit betreutem Wohnen plant der DRK-Ortsverein Lüneburg-Stadt auf diesem Areal parallel zur Soltauer Straße. Foto: A/be

Baustart rückt näher – DRK Lüneburg rechnet mit Realisierung der Seniorenwohnanlage Anfang 2016

rast Lüneburg. Die Weichen wurden in der Ratssitzung am 17. Dezember gestellt, als der „Bebauungsplan 148“ beschlossen wurde, das bedeutete grünes Licht für das Bauprojekt des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsverein Lüneburg-Stadt: An der Soltauer Straße kann die seit langem geplante Seniorenwohnanlage entstehen, mit deren Bau eigentlich schon im vergangenen Herbst begonnen werden sollte. Nun rechnet DRK-Geschäftsführerin Sabine Reckermann „mit einem Baustart möglicherweise Ende diesen Jahres, eher aber Anfang 2016“.

Das DRK plant auf dem ehemaligen Gelände der Firma Frido Anders einen Komplex mit 61 Wohnungen, die hochwertig, barrierefrei, behindertengerecht und bezahlbar sind. Angesiedelt sein im Haus wird das DRK selbst mit einem ambulanten Betreuungszentrum mit Tages- und Verhinderungspflege. Der Standort biete Senioren viele Vorteile: Er ist zentrumsnah, in direkter Nähe von Kurpark, SaLü, Theater und Einkaufsmöglichkeiten. Der Vorentwurf des Bebauungsplanes war bis Mitte Dezember 2013 bei der Stadt ausgelegt.

Doch Ende April 2014 wurde der Ortsverein von Bestrebungen der rot-grünen Mehrheitsgruppe im Rat überrascht, wonach die Planungen für das ehemalige Postgelände noch einmal überdacht und die benachbarten Flächen, also auch die für das Seniorenprojekt vorgesehene einbezogen werden sollten. Dann gab die Politik doch noch ihr Okay, dass das DRK für seinen Bereich allein weiter arbeiten kann. „Wir sind froh, dass wir nun vierstöckig, also wirtschaftlich tragbar bauen und unser höchstes Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, verwirklichen können“, sagt Sabine Reckermann: „Allerdings müssen wir die Zuwegung zu der Anlage noch umplanen.“

Bei der Realisierung des Projektes gibt es allerdings ein deutlich größeres Problem: Schatzmeister Heiko Linnemann trat jetzt bei der Jahresversammlung nach vier Jahren im Amt aus hauptberuflichen Gründen zurück. Die stellvertretende Vorsitzende Monika Bernreuther: „Wir suchen nun dringend einen neuen Schatzmeister, derjenige nimmt eine wichtige Position bei Verwirklichung des Bauprojektes ein.“

Während der Hauptversammlung sprach Bernreuther von einem „leichten, aber normalen Mitgliederschwund“, die Zahl sank um 20 auf 822: „Aber wir haben weiter 116 ehrenamtlich aktive Mitglieder, das ist unsere große Stärke.“ Insgesamt wurden 4264 Einsatzstunden von den Helfern geleistet, 600 davon im Katastrophenschutz wie bei den Evakuierungen bei den Bombenfunden an der Wittenberger Bahn. Die Einsatzbereitschaft war 53 Mal gefordert, unter anderem beim Stadtfest und den Sülfmeistertagen. Solche Einsätze fahren die Rotkreuzler gern. Reckermann: „Weil sie wichtig sind für die Stadt. Aber wir bekommen sie durch die Stadt oder die Marketing GmbH nicht refinanziert. Das ist Grund für unseren nicht ausgeglichenen Haushalt, wir haben so jährlich ein Minus von 20000 bis 30000 Euro.“

In der Organisation gab es 2014 einige Neuerungen. Der Hausnotruf, bis dahin aufwändig von vielen Ehrenamtlichen betreut, wird nun von einem Hauptamtlichen erledigt, der rund um die Uhr zu erreichen ist. Alle in der Haus- und Familienpflege tätigen Helfer wurden mit Smartphones ausgerüstet, zudem wurden für diesen Bereich zwei Autos geleast. Monika Bernreuther: „Nachdem wir 2013 noch Probleme mit fehlenden Fachkräften im Pflegebereich hatten, sind wir da inzwischen bestens aufgestellt, haben aufstocken können.“

Die Gruppenarbeit läuft vom Jugendrotkreuz bis zu den Seniorenangeboten sehr gut. Beispiele sind die Bewegungsgruppen mit Tanzen, Yoga und Qi Gong. Oder auch die Theatergruppe „Die Kreuzspinnen“.

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