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Der Umbau des ehemaligen Jugendzentrums läuft bereits. Foto: ina
Der Umbau des ehemaligen Jugendzentrums läuft bereits. Foto: ina

Melbecker Rat beschließt neuen Haushalt und diskutiert über anstehende Bauvorhaben

ina Melbeck. Nur 50 Minuten brauchte der Gemeinderat Melbeck, um sieben Tagesordnungspunkte abzuarbeiten, darunter die Haushaltsplanung 2015. Der Grund für die Rekordzeit ist die ungebrochene Harmonie zwischen den Parteivertretern. „Das gibt es wahrlich nicht in jeder Gemeinde“, kommentierte Bürgermeister Klaus Hübner (CDU) die Abstimmungen, die allesamt einstimmig für die jeweilige Vorlage ausfielen.

Im Mittelpunkt der Beratung stand der Haushaltsplan, der ein Minus von 176700 Euro aufweist. „Das erschreckt zunächst vielleicht“, so der Bürgermeister. „Aber es gibt keinen Grund zur Sorge wir haben erhebliche Rücklagen.“

Günter Preikschas (SPD), Vorsitzender des Finanzausschusses, stimmte ihm zu: „Wir haben über die Jahre gut gewirtschaftet und Werte geschaffen, so dass das Minus und die aktuelle Pro-Kopf-Verschuldung von 283,15 Euro als handhabbar zu werten ist.“

Als den Haushalt besonders belastende Ausgaben wertet der Finanzexperte die Subventionen für den Kindergarten, beziehungsweise die Krippe. „Jährlich wird hier jedes zu betreuende Kind mit 2400 bis 6440 Euro unterstützt.“

Ein weiterer Posten ist der Umbau des ehemaligen Jugendzentrums zu einem Mehrgenerationenhaus. „Es soll sich am Vorbild des Lüneburger Geschwister-Scholl-Hauses orientieren“, erklärte Hübner vor der Sitzung. Als Treffpunkt für Jung und Alt, mit Kursangeboten und besonderem Bürgerengagement. Als Träger soll auch hier der Caritasverband fungieren.

Zunächst muss das denkmalgeschützte Haus jedoch gründlich saniert werden. Die Kosten umfassen 350000 Euro, gefördert zu 75 Prozent von Bund und Land. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen, der Rat vergab Aufträge für Abbrucharbeiten, Dämmung und Einbau eines Fahrstuhls. Hübner: „Wir sind stolz, dass wir auch einen örtlichen Bewerber mit Arbeiten beauftragen können“.

Einen groben Einschnitt wird der Ort spätestens kommendes Jahr erleben. Da der Pachtvertrag des Edeka-Marktes am 30. Juni 2015 ausläuft, steht die Übernahme durch einen Nachfolger an. Ein zweiter Investor übernimmt die in der Uelzener Straße weiter unten liegenden Flächen des Hotels „Landhaus“. In Absprache beider Parteien wird nach dem Weihnachtsgeschäft der Edeka-Markt 2016 sieben Monate lang umgebaut, während die teilweise marode Bausubstanz von Restaurant und Hotel komplett abgetragen wird. „Die Vorhaben werden in der Ortsmitte eine Schneise schlagen“, fürchtet Kurt-Wilhelm Drewes (CDU) und schlug eine „Veränderungssperre“ vor. Diese kommt für den Bürgermeister jedoch nicht in Frage. „Wir müssen mit den Investoren kooperieren.“ Auf dem geräumten Gelände ist im ersten Entwurf der Bau von zwei großen Stadthäusern mit Eigentumswohnungen geplant.

One comment

  1. Super Sache. Der Ort wird auf Vordermann gebracht sehr schön!