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Zur letzten Party im Haus der Jugend laden ein: (v.l.) Jannis Gerling, Friedrich Laatz, Hubertus Heinrich, Nele Pfitzner und Jannik Suelmann. Foto: t&w
Zur letzten Party im Haus der Jugend laden ein: (v.l.) Jannis Gerling, Friedrich Laatz, Hubertus Heinrich, Nele Pfitzner und Jannik Suelmann. Foto: t&w

Nach 50 Jahren entsteht ein Vakuum – Abschiedsparty für Jugendliche ab 14 Jahren im „Haus der Jugend“

red Lüneburg. Es ist eine Party, doch eine, bei der neben all der Fröhlichkeit auch ein bisschen Wehmut mitschwingen wird: Denn am Freitag, 13. März, heißt es auch Abschied nehmen vom „Haus der Jugend“. Der Stadtjugendring lädt alle Jugendlichen Lüneburgs ab 14 Jahren unter dem Motto „Lost Rooms“ zur letzten großen Party mit Live-Bands und DJs ab 18 Uhr in das Gebäude an der Katzenstraße ein

Seit dem 9. Juni 1967, also knapp 50 Jahre lang, war das Haus der Jugend der Raum für die Jugendverbände Lüneburgs. „Die Jugend hat jetzt den Schlüssel für die eigene Pforte“, schrieb die LZ zur Einweihung. Im Erdgeschoss konnte in der Jugendwerkstatt gewerkelt werden, im ersten Stock lud ein Fotolabor zu kreativen Experimenten ein, „der große Saal“ war für seine produktiven Treffen und hitzigen Diskussionen bekannt, nebenan konnten noch schnell Ideen für die nächsten Ferien bei der Stadtjugendpflege eingeholt werden und auch das Urgestein der städtischen Kinder- und Jugendarbeit, Hubertus „Hubi“ Heinrich, hatte dort bis Ende 2014 sein Büro. „Ich freue mich über eine letzte Aktion mit Jugendlichen dieser Stadt in diesem Haus, an dem sehr viele schöne Erinnerungen hängen“, sagt Heinrich, der nunmehr Partizipationsbeauftragter der Stadt und Beisitzer im Stadtjugendring ist. Nele Pfitzner, ebenfalls Beisitzerin im Stadtjugendring und Mitorganisatorin der Party, ergänzt: „Auch wir müssen mit unserem Stadtjugendring-Büro Ende des Monats in unsere neue Bleibe an der Waagestraße umziehen.“

Der Komplex ist bekanntlich verkauft worden. Andere dort untergebrachte Jugendverbände wie Kinderschutzbund und Pfadfinder haben schon neue Plätze gefunden. Wo sich aber in Zukunft spontan ein zielgruppengerechter Treffpunkt für Jugendgruppen finden lässt, ist noch nicht bekannt.

„Trotzdem möchten wir noch mal ordentlich Abschied feiern von diesem Haus“, sagt Jannis Gerling, stellvertretender Vorsitzender des Stadtjugendrings. Live spielen „Lunatix“, „kolkhorsttrio“ und „Ausm Blauen“, außerdem lädt Künstler Jan Balyon zum „Event-Painting“ ein.

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