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Unter Strom: Hartmut Jäger (l.) von der Avacon und Verkehrsdezernent Markus Moßmann fahren im Dienst auch Elektroautos. Gestern haben sie auf dem Theater-Parkplatz eine neue E-Zapfsäule einegeweiht. Foto: t&w
Unter Strom: Hartmut Jäger (l.) von der Avacon und Verkehrsdezernent Markus Moßmann fahren im Dienst auch Elektroautos. Gestern haben sie auf dem Theater-Parkplatz eine neue E-Zapfsäule einegeweiht. Foto: t&w

Lüneburg steht unter Strom: Neue E-Tankstelle am Theater eingeweiht

ca Lüneburg. Die alte Säule war störanfällig und wurde selten genutzt, nun soll alles besser werden: Mit einer neuen Stromtankstelle auf dem Theater-Parkplatz können Besitzer von Elektroautos künftig Batterien komfortabler aufladen. Der Energieversorger Avacon betreibt die Station. Avacon-Kommunalreferent Hartmut Jäger sagt: „Mit der neuen Ladesäule haben wir auch gleich den neuesten Stand der Technik in Lüneburg eingesetzt. Dadurch wird es möglich, die Ladezeit für Autos, die über einen Wechselstromanschluss des Typ 2 verfügen, auf eine halbe Stunde zu reduzieren die Technik eines Steckers, mit der bis zu 22 Kilowatt geladen werden können, macht es möglich.“ Einen herkömmlichen Haushaltsstecker (Schuko) hätte die Säule aber auch, so dass die allermeisten Autos, die nicht über die Typ-2-Steckdose verfügten, weiterhin geladen werden könnten: „Das dauert sechs bis sieben Stunden.“

Zur Einweihung waren gestern auch Verkehrsdezernent Markus Moßmann und der „Beauftragte für Nachhaltigkeitsangelegenheiten“, Dr. Karl-Heinz Rehbein, aus dem Rathaus gekommen. Denn bekanntlich setzt auch die Stadt auf Elektromobilität. Rehbein sagte, dass an den Parkhäusern am Bahnhof ebenfalls eine E-Tankstelle entstehen soll (LZ berichtete). Anders als am Theater sollen sich dort zwei Fahrzeuge am Kabel hängen können, um Energie aufzusaugen. Noch sei man in der Planung, klar sei aber, dass Kunden sich via Internet anmelden können, um sich dort einzustöpseln. Beim weiteren Vorgehen wolle man sich mit der Avacon abstimmen. Die Kosten bezifferte Moßmann mit 30000 Euro, bei der Stadt soll am Ende nur ein Zehntel hängen bleiben: Die Verwaltung hat Fördermittel beantragt, das Land werde 75 Prozent der Kosten tragen, weitere Zuschüsse, so die Hoffnung, könnten zudem vom Landkreis und der Sparkassen-Stiftung fließen.

Am Theater hat die Avacon 5000 Euro investiert. Davon wird sie zumindest vorerst kaum etwas wiedersehen. Denn wer dort tankt, zahlt nichts. Jäger sagt, aus rechtlichen Gründen dürfe sein Unternehmen dafür keine Rechnung stellen. Ein Ladevorgang koste drei bis vier Euro. Der Kundenandrang ist überschaubar. Nur acht Kunden haben bei der Avacon eine Magnetkarte geordert, die sie benötigen, damit die Anlage den Strom fließen lässt.

Die Zahl der möglichen Nutzer ist zudem überschaubar. Laut Rehbein sind in Stadt und Kreis rund 60 Elektrofahrzeuge zugelassen. Jäger ergänzt, eine Studie habe ergeben, dass 80 Prozent der Elektro-Automobilisten ihre Wagen zu Hause an die Steckdose hängen.

One comment

  1. Karsten Hilsen

    Die Autos HABEN keine Fehler (Otto-bzw Dieselmotor),
    sie SIND der Fehler.
    Echte Alternative sind z.b. (elektrisch unterstützte) Fahrräder.
    Zur Förderung müßte sich die Stadtverwaltung von den Verkehrskonzepten des letzten Jahrtausends verabschieden und Fahrräder grundsätzlich auf den Fahrbahnen fahren lassen.
    Und speziell für Elektrofahrräder öffentliche Ladesteckdosen in großer Zahl einrichten.