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Das Landgericht Lüneburg hat den Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter der 10. Großen Strafkammer im Prozess um die Schüsse am Klinikum als Höhepunkt einer Fehde zwischen zwei kurdisch-stämmigen Familien zurückgewiesen. Foto: phs
Das Landgericht Lüneburg hat den Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter der 10. Großen Strafkammer im Prozess um die Schüsse am Klinikum als Höhepunkt einer Fehde zwischen zwei kurdisch-stämmigen Familien zurückgewiesen. Foto: phs

+++ Prozess um Schüsse am Klinikum Lüneburg ++ Verteidiger nehmen Ankläger ins Visier +++

rast Lüneburg. Das Landgericht Lüneburg hat den Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter der 10. Großen Strafkammer im Prozess um die Schüsse am Klinikum als Höhepunkt einer Fehde zwischen zwei kurdisch-stämmigen Familien zurückgewiesen. Seine Entscheidung, einem der sieben unter anderem wegen Mordes angeklagten Männer einen zweiten Pflichtverteidiger beizuordnen, sei richtig gewesen.

Am zweiten Verhandlungstag nahmen die Verteidiger die Staatsanwaltschaft ins Visier und forderten zunächst in mehreren Anträgen die Einstellung des Verfahrens, die allerdings zurückgewiesen wurden. Die Anwälte werfen den Anklägern vor, ihre Anklageschrift sei diffus, nicht konkretisiert. So enthalte sie beispielsweise nicht den Zeitpunkt, die Modalitäten und den Ort des Entschlusses der Angeklagten, Mitglieder der verfeindeten Familie umbringen zu wollen. Und solche Angaben seien nötig, um „Blutrache“ als niederen Beweggrund und damit als Mordmerkmal für die Tat anzunehmen.

Am zweiten Verhandlungstag, der erneut unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen lief, hatte ein Verteidiger bereits ein Geständnis eines der Angeklagten angekündigt: „Mein Mandant wird nicht in Abrede stellen, dass er geschossen hat.“

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