Aktuell
Home | Lokales | Ilmenau | Samtgemeindeverwaltung Ilmenau: Umbau oder doch ein Neubau?
Anbau oder Neubau? Das ist die Frage, die sich nicht nur Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt stellt, und auf die nun Politik und Verwaltung eine Antwort finden müssen.  Foto: be
Anbau oder Neubau? Das ist die Frage, die sich nicht nur Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt stellt, und auf die nun Politik und Verwaltung eine Antwort finden müssen. Foto: be

Samtgemeindeverwaltung Ilmenau: Umbau oder doch ein Neubau?

kre Melbeck. Das Thema ist nicht neu: Schon frühere Rathauschefs hatten die Erweiterung der Samtgemeindeverwaltung auf der Agenda. Doch Ilmenaus neuer Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt (SPD) macht Ernst. Eine Arbeitsgruppe aus Politik und Verwaltung ist gebildet, Soll und Ist des Raumbedarfs sind ermittelt, erste Pläne von einem Architekturbüro erstellt. Dabei werden von der Expertenrunde zwei Varianten diskutiert: ein kompletter Neubau und die Rathauserweiterung mit An- und Umbau.

Denn dass die Verwaltung „Am Diemel“ längst aus allen Nähten platzt, wird auch von der Politik nicht mehr bestritten. Die Frage, die jetzt zu klären ist, kann also nur noch lauten: Umbau oder Neubau?

Aktuell stehen den 20 Rathausmitarbeitern der Samtgemeinde 693 Quadratmeter zur Verfügung, „940 Quadratmeter müssten es nach aktuellem Stand sein“, zitiert Rowohlt aus dem Raumgutachten. Nicht das einzige Manko der Verwaltung: Der Sitzungsraum unter dem Dach ist für öffentliche Ratssitzungen mit Bürgerbeteiligung erstens viel zu klein und zweitens nicht barrierefrei. ,,Rollstuhlfahrer etwa können den Sitzungsraum aus eigener Kraft gar nicht erreichen“, erklärt Rowohlt das Problem. Auch für standesamtliche Trauungen hält der Rathauschef das aktuelle Verwaltungsgebäude für wenig repräsentativ.

Andere vergleichbare Kommunen in der Nachbarschaft haben deutlich zeitgemäßere und vor allem größere Verwaltungsgebäude. Die Samtgemeinde Ostheide etwa, mit rund 10500 Einwohnern in etwa genauso groß wie die Samtgemeinde Ilmenau. Oder auch die Samtgemeinde Gellersen etwas größer als Ilmenau ist gebäudetechnisch deutlich besser aufgestellt.

,,Rund 1,8 Million Euro würden Anbau, Modernisierung und energetische Sanierung des Rathauses nach derzeitigen Berechnungen kosten“, rechnet Peter Rowohlt vor, rund 500000 Euro teurer käme ein kompletter Neubau auf der benachbarten Wiese zwischen Kreisstraße und der jetzigen Verwaltung. Das Grundstück kaufen muss die Samtgemeinde nicht. Das Areal, auf dem früher die Container für die Asylbewerberunterkünfte standen, gehört der Samtgemeinde Ilmenau bereits. Auch wenn der Neubau teurer käme. Dafür würde das alte Gebäude frei, dass die Samtgemeinde dann entweder verkaufen, vermieten oder für die Unterbringung von Asylberwerbern nutzen könnte. Wie viel die Immobilie wert ist, „lassen wir derzeit durch ein Wertgutachten ermitteln“, berichtet Rowohlt.

Zwölf Monate würde die Bauzeit für den Neubau betragen, 18 für An- und Umbau der vorhandenen Verwaltung. ,,Mit allen Belastungen, die der Umbau für die Kolleginnen und Kollegen mit sich bringen würde“, gibt Rowohlt zu bedenken.

Und so geht es weiter: Nach Ostern wird sich der Bauausschuss mit den Bauplänen beschäftigen, dann der Samtgemeindeausschuss, zuletzt muss dann der Samtgemeinderat entscheiden.

Rowohlts Zeitschiene: „Noch in diesem Jahr wollen wir die Feinplanung abschließen, damit wir zum Ende des Jahres den Bauantrag einreichen können“. Wenn es gut läuft, könnte also schon 2016, spätestens 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden für den Umbau oder sogar für den Neubau des Rathauses.