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Peter Klassen (v.l.) , Simon Behr und Bürgermeister Peter Rowohlt besprechen den Fällplan auf dem Friedhof in Deutsch Evern. Foto: kre
Peter Klassen (v.l.) , Simon Behr und Bürgermeister Peter Rowohlt besprechen den Fällplan auf dem Friedhof in Deutsch Evern. Foto: kre

Frühjahrsputz auf Gottesacker: Baumfäll-Aktion auf dem Deutsch Everner Friedhof

kre Deutsch Evern. Von wegen Friedhofsstille: Motorsägen kreischen, schwere Fahrzeuge schichten Stämme und Astwerk auf einen großen Haufen Simon Behr und seine Kollegen machen ,,Frühjahrsputz“ auf dem Gottesacker in Deutsch Evern. Und der fällt in diesem Jahr besonders intensiv aus. ,,Es war höchste Zeit“, finden Ilmenaus Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt (SPD) und Bauamtsleiterin Ilona Benecke. Schließlich ist nicht nur das Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege hinter einer Wand aus hohen Tannen regelrecht eingewachsen und kaum noch zu sehen. Auch andere Gehölze Birken, Eichen, Ahorne und diverse Nadelhölzer sind mächtig in die Höhe geschossen. Es gibt also viel zu tun für die Männer an den Motorsägen. Rund 80 Tannen und Dutzende anderer Baumarten werden bis Freitag gefällt. ,,Wir wollen, dass gerade der vordere Bereich des Friedhofes wieder mehr Licht bekommt“, erklärt Peter Rowohlt das Konzept. Welche Bäume gefällt werden müssen, welche stehen bleiben dürfen, hatte sich zuvor eine Kommission zusammen mit Pastor Dr. Frank Mertin angeschaut. ,,Fachliche Unterstützung haben wir dabei von unserem Bauhof-Mitarbeiter John Gätjens bekommen, einem gelernten Gärtner“, erklärt Ilona Benecke.

Die Baumfällarbeiten sind aber nur ein Teil der Friedhofs-Sanierung. Ein weiteres Augenmerk gilt der Kapelle, die ebenfalls wieder auf Vordermann gebracht wird, ein neues Reetdach für 38000 Euro bekommt. ,,Außerdem werden wir den Fußboden im Gebäudeinneren abschleifen und neu versiegeln lassen, und eine neue Beleuchtung gibt es auch“, listet Ilona Benecke auf.

Ersetzt werden sollen die gefällten Tannen am Ehrenmal durch Büsche. Was für welche, kann Ilona Benecke noch nicht sagen. ,,Sie sollen aber zu den Heideflächen passen, die wir wieder vermehrt anlegen wollen, erklärt die Bauamtsleiterin, schließlich sei der Friedhof schon früher ein Heidefriedhof gewesen.

Außerdem sollen auch in Deutsch Evern in absehbarer Zeit Baumbestattungen möglich sein, und zwar im hinteren Teil des Friedhofes, „der schon jetzt einen typischen Waldcharakter aufweist“, finden Rowohlt und Benecke und betonen: „Das soll auch in Zukunft so bleiben.“

Knapp 70000 Euro kostet die Sanierung des Friedhofes in Deutsch Evern. Die anderen fünf Friedhöfe in der Samtgemeinde Ilmenau sollen ebenfalls nach und nach an die Reihe kommen.

Wenn die Arbeiten im Frühsommer abgeschlossen sind, das Wetter wärmer geworden ist, will Rowohlt den schick gemachten Friedhof den Deutsch Evernern vorstellen: Mit einem Tag der offenen Tür, bei Kaffee und Kuchen. Feiern auf dem Friedhof auch das ist etwas Neues in der Samtgemeinde Ilmenau.