Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Der Fahrkomfort auf der Kreisstraße 36 zwischen Rettmer und Heiligenthal ist weiterhin ein Streitthema. Foto: dth
Der Fahrkomfort auf der Kreisstraße 36 zwischen Rettmer und Heiligenthal ist weiterhin ein Streitthema. Foto: dth

Kritik an Straßenausbesserung zwischen Rettmer und Heiligenthal

dth Südergellersen/Wittorf. Für die einen ist es eine kostengünstige Unterhaltungsmaßnahme, für die anderen ein Dauerärgernis. Zwar hat sich der umstrittene Straßenbelag mittlerweile etwas gesetzt, die Kritik aber nicht. Vor allem Heiligenthaler ballen nach wie vor die Faust in der Tasche, wenn sie mit dem Auto über die im vergangenen Sommer ausgebesserte Kreisstraße 36 zwischen Heiligenthal und Rettmer ruckeln. Auch in den Einwohnerfragestunden der Südergellerser Ratssitzungen bleibt der neue Fahrbahnbelag Dauerthema, der zwar die Straße schützt, aber Abstriche beim Fahrkomfort bedeutet. Erst kürzlich hakte Bürgermeister Steffen Gärtner (CDU) erneut beim kreiseigenen Betrieb für Straßenbau und -unterhaltung (SBU) nach mit wenig Erfolg. Jetzt hat der FDP-Ortsverband Gellersen eine Eingabe beim Landkreis gemacht und spricht von einem „Schaden für die Steuerzahler“.

Bereits Gärtners Vorgänger im Amt, Andreas Bahlburg, hatte das Gespräch mit dem SBU-Leiter Seegers gesucht vergeblich. Und Gärtner sagt: „Der Straßenzustand ist katastrophal, da muss schnellstens etwas passieren. Wenn das eine Gemeindestraße wäre, hätten wir sie von Anfang an richtig saniert.“ Doch bereits kurz nach der oberflächlichen Erneuerung des Fahrbahnbelags hatte es seitens des SBU auf LZ-Nachfrage geheißen, dass es sich dabei nicht um eine „Instandsetzung“, sondern um eine „Unterhaltungsmaßnahme“ gehandelt habe. Ein Provisorium also, das bis zu einer ordentlichen Sanierung verhindern soll, dass weiterhin Wasser durch die Risse in den Fahrbahnaufbau gelangt und weitere Schäden hervorruft.

„Inhaltlich ist dem eigentlich nichts hinzuzufügen“, sagt Seegers auch heute, tritt zugleich dem jüngsten Vorwurf der Gellerser Liberalen entgegen, dass bei der Bauabnahme etwas schiefgelaufen sein könnte. Seegers: „Die Straße wurde ordnungsgemäß von Fachleuten abgenommen, es wurden keine Mängel festgestellt.“

Gleichwohl räumt Seegers als Problem die „Einschränkung des Fahrkomforts“ ein. Aber: „Aus unserer Sicht ist das derzeit die glücklichere Variante, als die Straße komplett zu sanieren. Das wäre mit erheblichen Kosten verbunden. Das Patch-Verfahren ist die günstigste Variante, die Straße zu erhalten.“ Erfahrungsgemäß werde sich das Material im Sommer weiter setzen. Tatsächlich sind die Unebenheiten bereits in den vergangenen Monaten spürbar weniger geworden. Aber vor allem vor dem Heiligenthaler Ortseingang schüttelt es Autofahrer noch durch, besonders spürbar in Sportwagen mit harter Federung …

Ein ganz anderes Lied können die Bardowicker und Wittorfer von der Kreisstraße 31 bei Hohensand singen. Dort wurde ebenfalls im Patch-Verfahren die Mischung aus Bitumen und Splitt auf die Betonstrecke aufgetragen, um den Versatz zwischen den Betonplatten auszugleichen. Da das Material aber nicht flächig, sondern streifenweise aufgetragen wurde, erinnert eine Autofahrt darüber weiter an das Holpern über Bahnschwellen. Verbunden mit einem entsprechenden Lautstärkepegel für die Anwohner. Besser wird es wohl erstmal nicht. Seegers: „Die Straße ist für uns ein Dauerbrenner. Wir haben die Strecke, so wie alle anderen Kreisstraßen auch, ständig unter Beobachtung. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass wir die K31 bei Wittorf 2017 komplett sanieren werden.“

One comment

  1. „Aber vor allem vor dem Heiligenthaler Ortseingang schüttelt es Autofahrer noch durch, besonders spürbar in Sportwagen mit harter Federung“.

    Mir kommen gleich die Tränen…