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KENUP-Konsortium der Leuphana Universität bekommt Rückenwind

lz Brüssel/Lüneburg. Wie es in einer Pressemitteilung der Universität Lüneburg heißt, ist in der vergangenen Woche das von der Leuphana koordinierte KENUP-Konsortium bei der Sitzung des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) erneut als Modell für die Umsetzung des sogenannten Juncker-Plans ins Spiel gebracht worden. Ausschuss-Mitglied Peter Clever sprach sich während der Zusammenkunft dafür aus, mit Hilfe des milliardenschweren Investitionsplanes der EU schlagkräftige industriespezifische Plattformen zu fördern. Für ihn wäre das KENUP-Netzwerk mit seinen 67 Partnern ein geeignetes Beispiel dafür, heißt es weiter.

Peter Clever gehört der Geschäftsführung des Deutschen Arbeitgeberverbandes (BDA) an und vertritt im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss die Gruppe der europäischen Arbeitgeber. Laut Mitteilung hält er die Ausrichtung von KENUP auf den Innovationsbereich Gesundheit und LifeSciences für besonders zukunftsträchtig. In der Vergangenheit sei hier viel zu wenig investiert worden. Zudem komme es besonders darauf an, veraltete Regulierungssysteme zu erneuern und transparente Prozesse zu schaffen. KENUPs Ansatz einer „Made in Europe-Plattform“ kann seiner Meinung nach der richtige Weg sein, um die Rahmenbedingungen für Investitionen in Europa zu verbessern.

Der Wirtschafts- und Sozialausschusses ist ein beratendes Organ der Europäischen Union. Es soll eine Brücke zwischen den EU-Institutionen und der organisierten Zivilgesellschaft schlagen. Die „Investitionsoffensive für Europa“ war ein zentrales Thema der aktuellen Sitzung. Eine entsprechende Verordnung für den Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) befindet sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren zwischen Kommission, Parlament und Rat. Im Zuge dieses Verfahrens hatte bereits vor einigen Wochen Leuphana Vize-Präsident Holm Keller bei einem Hearing des Haushaltausschusses und des Ausschusses für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments die Ideen des KENUP-Konsortiums für ein Interventionssystem detailliert vorgestellt. Die Parlamentarier hatten den pragmatischen Ansatz und das Potential des Netzwerks daraufhin positiv bewertet.

KENUP ist eine Plattform, die grundlegende Innovationen im Gesundheitssektor befördert. Im Portfolio des Konsortiums bilden Life Science Anwendungen in der Immunisierung für Erwachsene und in personalisierter Medizin einen besonderen Schwerpunkt. Das Konsortium wird von der Leuphana Universität Lüneburg koordiniert. Es umfasst 67 Partner aus 19 europäischen Ländern, dem Nahen Osten, den USA und China. Ihm gehören die Regierungen von Malta und Kroatien, die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Israels Nationales Innovationsprogramm für personalisierte Medizin, Programme aus Jordanien und Palästina, einige der weltbesten Universitäten und Forschungseinrichtungen – unter ihnen das Program on Global Demography of Aging an der Harvard University, das MIT Media Lab, das Weizmann Institute und die Universität Zürich – sowie einflussreiche zivilgesellschaftliche Institutionen und 24 innovative Unternehmen an.

2 Kommentare

  1. Es soll eine Brücke zwischen den EU-Institutionen und der organisierten Zivilgesellschaft schlagen.
    eine nette formulierung. man meint wohl lobbyisten und ihr organisiertes unwesen.

  2. Helmut Lindner

    Dass der Theaterwissenschaftler und „hauptberufliche Vizepräsident der Leuphana Universität“ Holm Keller der richtige Mann ist, den Ausschüssen für Haushalt, Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments „ein Interventionssystem“ vorzustellen, wie über den Europäischen Fonds für Strategische Investitionen Mittel im Umfang von 300 Milliarden Euro zu platzieren sind, und womöglich in leitender Funktion und mit einer reich mit Gold und Platin betressten Phantasieuniform und Spendierhosen angetan diese „Platzierungen“ auch „umzusetzen“, steht angesichts seiner herausragenden Leistungen bei der Finanzierungsplanung für den Libeskind-Bau in Lüneburg sicher nicht nur bei Peter Clever, sondern gewiss auch bei allen anderen 430 cleveren Mitgliedern dieser Ausschüsse ganz außer Zweifel.