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Anwohner haben dieses mögliche Wolfsfoto im Rehlinger Ortsteil Ehlbeck geschossen. Das Tier trottete über die Straße. Foto: nh
Anwohner haben dieses mögliche Wolfsfoto im Rehlinger Ortsteil Ehlbeck geschossen. Das Tier trottete über die Straße. Foto: nh

Der Wolf vor der Tür

dth Rehlingen. „Wir werden als Dörfler in die Illegalität getrieben, wenn Hannover mit seiner Wolfspolitik so weiter macht“, sagt Rehlingens Bürgermeister Rainer Mühlhausen. „Es kann nicht sein, dass man öffentlich als Angsthase oder Idiot abgestempelt wird, wenn man sich als Bewohner einer Wolfsregion ernsthaft Sorgen macht.“ Anlass für Mühlhausens klare Worte ist eine Wolfssichtung in Ehlbeck, bei der das Tier durch den Ort lief. „Ich will den Wolf nicht abschaffen. Aber ich möchte eine klare Ansage, wie wir mit solchen Situationen umgehen sollen.“

Und der Bürgermeister, der zugleich als Bezirksförster tätig ist, legt nach: „Sollen mir die ganzen Wolfsfans, Grünen und vermeintlichen Ökos doch mal erklären, was ich den Eltern in meinem Dorf raten soll, wenn ihre Kinder auf dem Schulweg morgens zur Bushaltestelle gehen? Fasst euch an die Hände und singt Hänschen klein, damit der Wolf merkt, dass das keine Rehe sind?“ Mühlhausen appelliert an die Bürger, Wolfssichtungen den zuständigen Wolfsberatern zu melden, damit deutlich werde, „dass wir hier keine Spinner sind“.

Aus Sorge, in eine Ecke gestellt zu werden, wollen die Anwohner, die jüngst den Wolf im Ort gesehen haben, ihre Namen nicht in der Zeitung lesen. Die Inhaberin eines Ferienhofes berichtet aber, dass sie am Mittwoch im Garten den Kaffeetisch für Gäste deckte, als sie das Tier die Straße herunter laufen sah, bis mitten auf den Hof neben einer Sandkiste. „Ich habe dann laut in die Hände geklatscht, um den Wolf zu verscheuchen.“ Dann seien zwei Mitarbeiter von der anderen Straßenseite dazugekommen. Daraufhin habe der Wolf langsam kehrt gemacht, sei zum Ortsausgang getrottet, habe sich schließlich auf einem nahen Acker gesonnt. Die Frau sagt: „Das war beeindruckend. Aber ich warne regelmäßig unsere Gäste, dass wir hier Wölfe haben.“ Manche Gäste stornierten aus Sorge um ihre Kinder den Besuch.

Die Situation erinnert an den Wolf der Anfang März in der Ortslage Wildeshausen (Kreis Oldenburg) gesehen worden war. Das Niedersächsische Umweltministerium hatte daraufhin mitgeteilt, dass verhaltensauffällige Wölfe mit Gummigeschossen verscheucht, betäubt oder notfalls auch getötet werden dürften vorbehaltlich der Zustimmung der Naturschutzbehörden. Bei einer Landtagsrede sagte Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne): „Ein wichtiger Grundsatz im Umgang mit Wölfen und im Wolfsmanagement ist, dass die Sicherheit des Menschen an erster Stelle steht.“ In der Regel gehe von gesunden Wölfen keine Gefahr aus. In seltenen Fällen könnten aber verhaltens­auffällige Wölfe zum Problem werden.

Gründe für auffälliges Verhalten von Wölfen könnten etwa illegale Fütterungen sein. Dazu Bürgermeister Mühlhausen: „Bei uns wäre keiner so verrückt. Aber im Prinzip ist es mir egal, ob der Wolf angefüttert wurde oder eine schwere Kindheit hatte.“ Auch Mühlhausen weist auf die Bedeutung des Monitorings hin. „Sichtungen müssen gemeldet werden.“

Sichtungen melden

Wer einen Wolf sichtet, sollte das den zuständigen Wolfsberatern mitteilen

  • Wolfgang Baumgärtner, Tel.:  0 41 33/81 64 oder E-Mail: skadis@t-online.de
  • Ralf Neumann, Tel.: 0 41 35/80 83 39 oder E-Mail: ralf-neum@t-online.de
  • Uwe Martens, Tel.: 0 41 34/65 01 oder E-Mail: uwe.martens@freundeskreis-wolf.de
  • Mathias Holsten.: 0 41 31/26 12 09 oder E-Mail: mathias.holstenlandkreis.lueneburg.de

44 Kommentare

  1. Diese Experimente an Menschen und Nutztieren müssen schleunigst aufhören. Zudem sollten die zahlenden Unterstützer dieses Ideologie-getriebenen Un- und Irrsinns in Regress genommen werden, für verletzte und getöte Tiere, für durch Wölfe verursachte Verkehrsunfälle und jetzt bereits absehbare Attacken auf Menschen. Wenn letzteres passiert, dann viel Glück den Wolfsfans in den nachfolgenden juristischen Verfahren. Diese Wolfsunterstützer und entsprechende Organisationen müssen ja prall gefüllte Konten haben, um die Schadenersatzforderungen in der Zukunft begleichen zu können.
    Noch eine Frage an die Wolfsverfechter: warum erlaubt man eigentlich nicht auch vergleichbare Experimente mit bedrohlichen Krankheitserregern (Pest etc.), die Jahrmillionen vor dem Menschen existierten? Haben diese Erreger nicht auch ein Recht auf Leben? Warum stellt sich der Mensch mit seinen Hilfsmitteln über diese Erreger? Wenn Sie versuchen, möglichst objektiv diese Fragen zu beantworten, wissen Sie auch warum viele Menschen in Deutschland den Wolf ablehnen. Die (Wolfsfan-)-Internet-Foren sind nicht repräsentativ, das hat zuletzt die Allensbach-Umfrage zur Russland-Propaganda mehr als deutlich gezeigt.
    Und noch eins: wir sind nicht in Nordamerika, wo es Wölfe gibt. Dort ist die Bevölkerungsdichte verschwindend gering und die Menschen betreten sehr häufig bewaffnet den Wald. In Deutschland herrscht das Gegenteil und trotzdem werden hier Wölfe herbeigesehnt. Verrückt ist das, verrückt.

    • Muhme Rumpumpel

      Welche Experimente? Welche Angriffe?
      Jedes Jahrsterben etwa 4 Menschen durch Kühe, 5 Menschen durch Hunde und Dutzende durch Zecken.
      Jährlich sterben etwa 4 Menschen durch die Kugel eines Jägers und Dutzende werden verletzt. wer zahlt denn da?
      Sind Sie mal einer führenden Bäche begegnet? Viel Spaß kann ich nur sagen.
      Das Leben ist immer tödlich, von Anfang an. Aber wenn man sich an Regeln hält, wird niemand durch den Wolf sterben.
      Man könnte meinen, daß bei den ganzen Wolfshetzern sich so langsam Enttäuschung breit macht, daß trotz mehrerer Wolfsbegegnungen immer noch nichts passiert ist.
      Und wer Wölfe mit der Pest vergleicht, hat einfach nichts kapiert.

    • warum viele Menschen in Deutschland den Wolf ablehnen.
      warum? weil diese menschen für dumm verkauft werden und dumm bleiben sollen. erschießen sie lieber den bandwurm.

    • keine ahnung von der natur, aber hier vom leder ziehen. ich lach mich schlapp. die afrikaner werden ihre big five jetzt bestimmt alle an die leine legen , oder abballern. wie kommen sie eigentlich auf den nickname realist?

    • Traurig wie hier das Tier Wolf plötzlich für unzählige Verkehrsunfälle und aufwendige Kosten für sonstige Schäden verantwortlich gemacht werden soll. Aber das ist ja auch so leicht und praktisch.
      Warum soll auch der Mensch dazu stehen, daß er tausende Verkehrsunfälle mit Todesfolge im Jahr selber verursacht, durch rücksichtsloses Fahren oder spielen mit dem Handy am Steuer.
      Oder weil er es nicht schafft, sich rechtzeitig darum zu kümmern, seine Nutztiere Wolfssicher einzuzäunen. Er schafft es ja noch nicht mal seine Tiere vor Fuchs und Marder richtig zu schützen. Und das wo wir nun seit 15 Jahren Wölfe in Deutschland haben und der Wolf UNTER 1% Nutztiere erlegt.
      Wie grotesk ist das eigentlich???
      Und jetzt läuft ein Wolf seit Wochen durch ganz Norddeutschland, dann nach Holland und wieder zurück und hier wird ein Aufstand gemacht, als hätte er auf seiner Strecke hunderte von Nutztiere oder Menschen umgebracht. Passiert ist jedoch nichts. Gar nichts. Nur Hysterie und Panikmache.
      Herr Mühlhausen, es gibt klare Ansagen, was im Fall gemacht wird, wenn ein Wolf für den Menschen bedrohlich wird. Sie müssen nur ins Wolfsmanagement schauen, da kann man das alles lesen, wenn man sich mal die Mühe macht.
      Worüber wir uns Sorgen machen sollten, ist wohl eher unser Verhalten, wie wir mit dem Wolf umgehen. Den Umgang mit dem Wolf müssen viele erst wieder lernen.

      Die größte Gefahr für den Mensch ist der Mensch selber.

  2. All dieses „Tipps“ werden bald nichts mehr bringen, wenn sich die Wölfe daran gewöhnt haben, dass Menschen keine Gefahr sind (und bestenfalls mal „klatschen“). Ich habe mal in einem Tiergehege Wölfe gegenüber gestanden und war sehr froh, dass mich ein Zaun von ihnen trennte. Man hat im Alltag doch schon großen Respekt (und mitunter ach Angst) vor angeleinten Hunden größerer/aggressiver Art. Was soll dann erst passieren, wenn die Begegnung Wolf – Mensch (Kind!) in hiesigen stadtnahen Waldgebieten zum Alltag wird? Ich kann diesen (positiven) Wolfs-Hype jedenfalls absolut nicht nachvollziehen.

    • In der Lausitz ist die Wanderschaft gestiegen, der Tourismus erlebt da gerade wegen den Wolf einen wahren Boom. Aber da ost man halt auch aufgeklärt und machen nicht so eine Panik wie ihr in Niedersachsen. Gerade für Kinder fetzig, eentdecken sie nun die Natur ganz neu anstatt nur vor der Kiste zu sitzen. Solltet ihr auch mal versuchen.

      • Burkhard Niehues

        Lieber Lars, in der Lausitz, schreiben Sie, „da ost man halt auch aufgeklärt und machen nicht so eine Panik wie ihr in Niedersachsen“. Aber wer als wandernder Wolfstourist den „Warenboom“ miterleben will, muss dort auch hingelangen, wo´s canis-lupus-eventmäßig so megatierisch abgeht. Die Region Lausitz ist ja nicht gerade klein. Sie umfasst den Süden Brandenburgs und den Osten des Freistaates Sachsen sowie Teile der polnischen Woiwodschaften Niederschlesien und Lebus. Wie man die Anreise hin zur großen Carnivora-Sause optimieren kann, dafür habe ich während der letzten vier Jahre ein ganz spezielles Konzept ausgearbeitet. Als metronom-Bahnfahrer im Fahrplansektor Elbe-Takt bin ich Verspätungen nämlich mittlerweile gewohnt. Erschwerend kommt jedoch hinzu, daß ich mich äußerst ungern auch nur eine Minute länger als notwendig auf zugigen Bahnsteigen aufhalte. Deshalb habe ich, aus der Not eine Tugend machend, eine Methode entwickelt, die nicht nur die unangenehmen Aufenthalte auf ein Minimum reduziert, sondern ganz nebenbei auch noch das Raum-Zeit-Gefüge aus dem Gleis wirft. Und so funktioniert es: Sie wechseln einfach den Bahnsteig und fahren Ihrem verspäteten Zug ein Stück entgegen. Auf diese Weise können Sie schon mal eine völlig inakzeptable Wartezeit von einer halben Stunde auf eine erträgliche Verweildauer im niedrigen einstelligen Bereich eindampfen – und natürlich fünfundzwanzig Minuten extra in wohliger Wärme verbringen. Bei dieser Vorgehensweise ist es natürlich von Vorteil, wenn Sie mit der Strecke vertraut sind, sonst fahren Sie womöglich zu weit, aber auch der feine Unterschied zwischen den Zugtypen ist zu beachten, andernfalls stehen Sie wieder am Bahnsteig, aber der Zug, dem Sie entgegengefahren sind, rauscht an Ihnen vorbei. In diesem Fall können Sie mit dem ganzen Quatsch wieder von vorn beginnen. Aber achten Sie mir bloß auf die Grenze Ihres Tarifgebietes, und ausreichend Zeit sollten Sie natürlich auch mitbringen!

  3. Ja, es ist auch verrückt, dass schwerbewaffnete Menschen durch den Wald laufen. Durch Jägerwaffen sind den letzten 20 Jahren mehr Menschen gestorben, als durch Wölfe, Bären. Luchse und Haie zusammen.

  4. Was fürn Schmarrn.Schaffen wir doch gleich alle Tiere ab, die Schäden verursachen und die Wälder dazu.Oder tragen Jagdpächter die Schäden für Wildunfälle.Man man unglaublich manche Leute

  5. Der Wolfsreport für März

    In Elsterheide bei Hoyerswerda wurden am vergangenen Sonntag ein Lamm sowie mindestens sieben Geißlein von einem bislang nicht identifizierten Raubtier gerissen. Der Halter der Tiere geht von einer Wolfsattacke aus. Er solle sich „mal nicht so anstellen! Dieser Generalverdacht gegen unsere Wölfe ist übelste mittelalterliche Hetze“, kommentierte ein Sprecher des Verbandes Wolfsregion Lausitz das Geschehen. +++ Der Zivilprozeß zwischen einem Ansbacher Rentner und den Wolfsfreunden Bayern e.V. ist mit einem Vergleich zu Ende gegangen. Der 71jährige hatte im Herbst 2013 beide Beine verloren, nachdem der Verein versucht hatte, ein Wolfsrudel im Wintergarten des Mannes auszuwildern. Der Kläger darf nun seine übrigen Gliedmaßen behalten, muß aber binnen Monatsfrist einen Schweinestall aus Stroh und einen aus Holz errichten. +++ In Thüringen hat ein Wolf eine fahrlässig im Wald spielende Kindergartengruppe zerfleischt. Den Eltern der Kinder droht jetzt ein Verfahren wegen „Störung des Speiseplans eines Wolfes“ (§71 WolfGB). +++ Aus der Chiemgaustraße 41 in München wurden zum wiederholten Male wolfskritische Äußerungen gemeldet. Die Einwohner der Chiemgaustraße werden nun gebeten, sich am Montag um 6.30 Uhr vor ihren Häusern einzufinden; sie werden dann abgeholt. +++ Kinotip: Den Film „The Wolf of Wall Street“ hat der Wölfische Beobachter mit 5 von 5 Großmüttern bewertet. Prädikat: „Zum Heulen!“

    • Was treibt einen dazu,einen solchen Mist zu schreiben ??

      • Vermutlich Leute wie du und die anderen übergeschnappten Schwadroneure hier.

        „Verbutteln ? Oder knutteln ??“ Boooaaahh eyh !!!! Voll der megageile Content, Mann! Klingt nach: „Reppenstedt, fliegende Busse, billige Wohnungen, jetzt noch ein Job!!!“

        Du kennst doch sicher auch ganz viele Geschichten von verkannten Wolfsexperten und anderen Genies, aber wann erzählt mal einer die Geschichte vom verkannten Dilettanten? Jetzt: Ich selbst erlebte das nämlich auf einer Punkparty in den Achtzigern. Damals versuchte ich mich als Schlagzeuger, und an jenem Abend fand einer der ersten »Gigs« unserer Band im Gasthaus Kruse in Oerzen statt. Ich war natürlich total besoffen und bekifft, spielte die ganze Zeit nur Scheiße und war ständig aus dem Takt. Und das Publikum? Jubel, Begeisterung, Pogo! Entsetzt brach ich irgendwann mitten im Stück ab, schleuderte meine Sticks in die Ecke und eilte nach draußen zu einer Odyssee durch die winterliche Nacht. Von Zweifeln und Ekel geplagt, gab ich das Schlagzeugspiel wenige Tage später für immer auf. Inzwischen bin ich Dachdecker bei Böttcher in Bardowick. Da gibt sich das Publikum keinen Illusionen hin, und mein Schaffen wird im allgemeinen kompetent rezensiert. Die Leute merken einfach, wenn es bei ihnen reinregnet.

        Sollte das bei dir jedoch nicht der Fall sein und du möchtest einfach mal herausfinden, wo genau der Sparren locker sitzt, sag dreimal hintereinander ganz schnell den folgenden Zungenbrecher auf:

        Sechs superreiche S/M-Schwestern aus der Schweiz schreiben während der Sex-Schach-WM in Sachsen schlüpfrige Scheich-Witze an sechzig alte Jazz-Schachteln in Bad Ulz.

        • Irgendwie beängstigend. Ich geb auf, Sie haben gewonnen ! Normale Maßstäbe versagen angesichts dessen, was hier veröffentlicht wird.

          • Normal??? Gute Frage!!! Was ist eigentlich „normal“????

            In erster Linie ist „normal“ ein normales Wort, welches die normale Normalität ausdrückt und einen normalen Sachverhalt bezeichnet. Aus eben diesem Grund gibt es die vom normalen Teil der Bevölkerung vertretene Meinung, dass es kein „normal“ im eigentlichen Sinne gebe, da die Normalität für jeden Normalen etwas anderes darstelle, nämlich für den einen das Normale, für den anderen das nicht Normale, die Normalität also von den individuell als normal empfundenen Lebensumständen und Gewohnheiten abhängig ist. Da das Individuelle per definitionem vom Kollektiven abweicht, ist das Individuelle unnormal, wenn das Kollektive normal ist, oder jenes ist normal, wenn dieses unnormal ist.

            Diese Abhängigkeit und die darin begründete, oben bereits angesprochene hoch philosophische Frage (Was ist eigentlich „normal“ ?) kommen besonders drastisch dann zum Tragen, wenn einige, ihrer Ansicht nach „normale“ Leute, anderen, ihrer Meinung nach „unnormalen“ Leuten, unterstellen, „abnorm“ zu sein und ihre Meinung vertreten, dass doch bitte jeder „normal“ zu sein habe!

            Ist „normal“ also eine Ableitung der Bezeichnung „Norm“, welche also eine Richtlinie vorgeben, aber trotzdem Freiraum für Abweichungen lassen würde? Nun, da es keinen legislativen, natürlich äußerst normalen, politischen Ausschuss gibt, der sich der Klärung dieses unnormalen Problems widmet, wird es wohl nie eine normale Definition der Normalität geben. Außerdem bestünde ja immer noch das unnormale Recht der normalen Meinungsfreiheit.

            Hier drei Zitate, die diese gesamte normale Unnormalität in wenigen Zeilen zusammenfassen: „Normal ist das, was ein Normaler als normal betrachtet. Da sich jedoch jeder Unnormale selbst als normal betrachtet, ist es normalerweise schwer zu sagen, was wirklich normal oder unnormal ist.“ – (Anonymer Philodoof) „Normal ist nur der Durchschnitt des allgemeinen Wahnsinns!“ – (Herderschüler) „Jeder Unnormale könnte eine normale Minorität sein, die nur ein einziges Mitglied hat.“ (Holm Keller, Ulrich Mädge)

            Ebenso wenig wie bei „normal“ wird bei „abnormal“ bzw. „anormal“ eine Einigung erzielt, da es nach Meinung einiger Normaler kein Gegenteil von etwas geben kann, das nicht existiert. Logisch oder? Normal halt. Dennoch bleibt zu sagen: Weder ein Normaler, noch ein Unnormaler ist normal, insofern jeder von Normalen als unnormal, aber von Unnormalen als normal angesehen werden kann!

            Soll man ihn nun “Verbutteln ? Oder knutteln ??”

          • Bundeswehr wird wieder normal

            Der ehemalige Verteidigungsminister und jetzige Innenminister Thomas de Maizière wünscht, daß die Bundeswehr künftig weniger Entwicklungshilfe leisten muß und mehr militärisch arbeiten kann. Zum Brunnenbohren schicke man keine Soldaten in ein fremdes Land, erklärte de Maizière jetzt. Das sei nicht die normale Aufgabe von Soldaten: „Das können die zwar auch, grundsätzlich sind sie aber dafür ausgebildet, Dinge kaputtzuschießen, nicht aufzubauen.“ Das Argument, wonach sich Deutschland wegen des Zweiten Weltkriegs militärisch nicht beteiligen könne, „wird uns von der Völkergemeinschaft nicht mehr zugestanden“. Deswegen müsse die deutsche Öffentlichkeit wieder stärker an militärische Kernaufgaben wie Töten, Zerstören und Vernichten gewöhnt werden und „dürfe nicht wegen jedem dafür notwendigen eigenen Verlust gleich hysterisch losheulen“. Erst wenn Deutschland in einem vernünftigen Maße durchmilitarisiert sei und den nächsten Weltkrieg angezettelt habe, so der Minister, könne man es sich wieder in der Hängematte der neuen Schuld gemütlich machen und sich erneut aufs Brunnenbohren beschränken.

  6. Der Wolf ist wieder da……hoffentlich ist er bald wieder weg.Einfach erschießen,und dann verbutteln.

  7. Bislang habe ich zum Thema Wolf eines noch nicht begriffen. Warum soll der Wolf in Deutschland wieder heimisch werden? Welchen Sinn macht es? Wahrscheinlich keinen rational nachvollziehbaren.

    • wer fleischesser erschießt , muss sich nicht wundern, wenn die veganer überhand nehmen. erschießen sie dann die veganer, wenn es zu viele werden?

    • Sehr gute Frage! Ziehen Sie die darin angedeutete Linie nur einen Zentimeter weiter aus. Dann lautet das Problem: Sub specie aeternitatis („unter dem Gesichtspunkt der Ewigkeit“) habe ICH bislang zum Thema Mensch eines noch nicht begriffen. Warum soll der Mensch in Deutschland noch heimisch bleiben? Welchen Sinn macht es? Wahrscheinlich keinen rational nachvollziehbaren.

  8. Mein Nachbar heißt WOLF-gang.Der ist auch bissig.Seid dem habe ich eine Wolffobie.Sorry.

  9. Ich gehöre zu denen, die weder GEGEN den Einzug des Wolfes noch FÜR eine unkontrollierte Ausbreitung sind. Nach meinem Wissen ist der Wolf in der Lausitz angesiedelt worden und hat sich von dort aus verbreitet, derzeit überwiegend in Ost und Nord Deutschland. Die Population soll zwischen 200 bis 400 Tieren liegen. Da gibt es recht unterschiedliche Angaben. Mein Interesse an diesem Thema erfolgte aufgrund einer Wolfssichtung, während einer Wanderung in der Südheide. Plötzlich stand uns in einem Abstand von 40 -50metern ein Wolf entgegen, wir gingen erstmals von einem Hund aus ( da war der Wolf noch keine Medien Thema ), gingen dann weiter auf das Tier zu, aber es blieb reglos stehen und starrte uns an, da wir mit Kindern unterwegs waren, drehten wir um. Wir haben dann später im Internet recherchiert und waren uns recht einig, das dies wohl ein Wolf war. Insgesamt war das eine bedrohliche Situation gewesen, die uns definitiv keinen Spaß gemacht hat.

    Welchen Sinn es macht den Wolf anzusiedeln, außer der Artenvielfalt, sehe ich nicht.
    Mit Zunahme der Population, wird es ganz klar zu Differenzen mit Jägern, Förstern, Landwirten kommen und auch Wanderer werden betroffen sein.
    Wozu brauchen/wünschen wir uns also den Wolf zurück ? Natürlich sind es wunderschöne Tiere, für manche faszinierende Tiere, aber es sind keine Kuscheltiere sondern auch eine Gefahr für den Menschen.
    Wir sind als Familie mit Kinder regelmäßig am Wochende zum wandern unterwegs ( Süden von Hamburg, Lüneburger Heide, Herzogtum Lauenburg ). Doch seit der Zunahme der Wölfe insbesondere in diesen Gebieten, gehen wir A. nicht mehr unbekümmert durch den Wald B. lassen die Kinder nicht mehr so weit vor- laufen oder querbeet spazieren und letztendlich sind die Ausflüge nicht mehr so ausgedehnt. Ich habe bisher auch keinerlei Warnungen oder einfach Verhaltens Information in Form von Schildern gesehen, obwohl wir gerade in der Lüneburger Heide viele Wanderwege gegangen sind.

    Worauf ich hinaus will, ist eine reelle Gefahr, zumindest aber eine Verhaltenseinschränkung für uns als Menschen, denn in Deutschland sind wir uns seit Jahrzehnten gewohnt, die Wälder nutzen zu können ohne auf Raubtiere zu treffen. Wir haben da einfach nicht das Gefahren- Bewusstsein für.
    Das ist eine Sache, die man erst wieder lernen sprich einprägen muss. Meine Befürchtung ist einfach, dass der Wolf sich schneller ausbreiten könnte, als wir den Wolf als Raubtier ins Bewusstsein bringen können und später jammern: Nee so haben wir uns das nicht vorgestellt.

    Die Befürworter der Wölfe meinen, man solle eine Begegnung einfach nur genießen und ruhig bleiben. Diese Äußerung ist nahe zu fahrlässig. Wie man in einem solchen Moment reagiert, kann mitunter tödlich enden, selbst wenn der Mensch nicht zur Beute des Wolfes gehört. Reagiert man mit einem Schreck, läuft weg oder stolpert, ist das bereits ausreichend und wahrscheinlich das der Wolf angreifen könnte, ist das natürliche Verhalten des Wolfes. Handelt es sich dann noch um ein Rudel ist die Situation aussichtslos. Ein solches Szenario ist keineswegs utopisch und im Prinzip nur eine Frage der Zeit. Es ist auch nicht so, als wenn Wölfe keine Menschen angreifen würden, erst vor kurzem ist eine Joggerin in Kanada, nur unweit der Stadt von einem Wolfsrudel getötet worden, die Wölfe haben die Joggerin als Beute angesehen und die Stadt bereits vorher nach Beute ausgekundschaftet.

    Es geht mir auch gar nicht um Vergleiche des Gefahrenpotenzials durch den Wolf, mir geht es darum, der Gefahr bewusst zu werden und nicht nur als Tierfan zu sagen: lass die Tiere doch in Ruhe.

    Es kommt doch darauf an, wie sich die Wölfe ausbreiten, es werden wohl nicht ewig 200 bis 400 Wölfe bleiben, da sie nicht gejagt werden dürfen. Die Frage ist, wie viele sollen es werden ? Sind Grenzen vorgesehen und wie wird das gehandhabt ? Und was bringt es, wenn wir irgendwann eine Population von 1000 oder mehr Wölfe haben, um diese dann am Ende doch wieder auszurotten ? Somit komme ich wieder auf den Punkt, was nützen uns die Wölfe in Deutschland ?

    Ist es Dekadenz die Wölfe nicht zu dulden oder ist es Dekadenz die Wölfe wieder anzusiedeln ?

    • Meine Befürchtung ist einfach, dass der Wolf sich schneller ausbreiten könnte, als wir den Wolf als Raubtier ins Bewusstsein bringen.
      sie ist unbegründet. stimmung gegen den wolf wird doch schon kräftig gemacht.
      Ist es Dekadenz die Wölfe nicht zu dulden oder ist es Dekadenz die Wölfe wieder anzusiedeln ?
      ersteres. wer eine klinisch reine welt will, tötet sie. der strassenverkehr in deutschland ist gefährlicher als 1000 wölfe.
      weglaufen war noch nie sehr hilfreich. höchstens vor menschen.
      was nützen uns die Wölfe in Deutschland ?
      eine menge, zum beispiel weniger unfälle mit wild. schauen sie sich mal die statistiken an. die jäger schaffen es ja nicht mal, das schwarzwild und das rehwild von den strassen fernzuhalten. schwarzkittel sind in berlin zum beispiel zur einer plage geworden. eigentlich könnte der bär bei uns auch heimisch werden. nur bruno sollte er nicht heißen, sonst hätte er schon ein problem.
      raubtiere sind nicht zum kuscheln da. sie erfüllen einen wichtigen zweck.

      • Herr Bruns,
        Haben Sie Kinder?

        • zwei. junge und mädchen. beide haben respekt vor wildtieren, aber keine angst. erziehung kann hilfreich sein. meine kinder sind mit schäferhunde aufgewachsen. sie haben sich gegenseitig erzogen. ich habe dabei aber nie meine aufsichtspflicht verletzt. heute sieht das leider anders aus. immer haben andere schuld, wenn etwas schief läuft. hier soll es dann der wolf sein.

          • Der Lamdwirt bringt es im nachfolgenden Artikel ganz gut auf dem Punkt, es ist eine Einschränkung für alle die diesen Gebieten leben und arbeiten und für die jeniegen sollte man zumindest auch Verständnis haben.-

            http://www.az-online.de/lokales/landkreis-uelzen/uelzen/wolfsrudel-landkreis-uelzen-gesichtet-4872368.html

            Wer möchte schon gerne einen Wolf im Garten haben ?
            Kinder dort noch frei rumlaufen lassen, Naja.. wäre nichts für meine eigenen ! Hatte ich ja zuvor beschrieben, wir machen unsere Wanderungen nach wie vor, aber eingeschränkt und diese Einschränkung haben die Leute vor Ort zunehmens und dauerhaft.
            Aus der Ferne betrachtet, ist es immer leicht alles zu unterstützen und zu verharmlosen, aber sobalb man selber betroffen ist, sieht es meist wieder etwas anders aus.

          • Herr Bruns, wie sähe dann Ihre „Aufsichtspflicht“ aus, würden Sie in Rehlingen wohnen ? Würden Sie dann Ihre schulpflichtigen Kinder jeden Tag zur Bushaltestelle bringen und auch wieder abholen ? Sie könnten das vielleicht organisieren, haben Sie doch die Zeit, jeden Tag zehn Zeitungen zu lesen (unter ihnen sogar das „Handelsblatt“) !! Aber wie wäre es, wenn Sie einem Beruf nachgingen und erst mit Einbruch der Dunkelheit nach Hause kämen ? Wie übten Sie dann die „Aufsichtspflicht“ aus ?

  10. Komisch. Da wird von bestimmten Personenkreisen herbeigeredet, wie sehr der Wolf doch dem Tourismus schade, während wir vom Landesamt für Statistik in Hannover fast gleichzeitig erfahren, dass die Region Lüneburger Heide touristisch auf ihrer derzeit größten Erfolgswelle schwimmt und die Besucherzahlen mit 5,2 Mio. Übernachtungen (und damit auf Platz 2 in Niedersachsen) sämtliche Rekorde gebrochen haben.
    Diese erfolgreiche Tendenz verbucht im übrigen auch die Wolfsregion Lausitz.

    Offenbar wollen die Touristen sich doch nicht ganz so ängstlich verhalten, wie es ihnen Jägerschaft, Schafzüchter und Bezirksförster Mühlhausen derzeit einreden möchten.

    http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/221934-besucherrekord-in-der-heide-urlaubsregion-zaehlt-rund-52-millionen-uebernachtungen

    Derzeit leben in Europa 12.000 Wölfe, ohne dass über Angriffe auf Menschen berichtet wird.

    Wenn Mühlhausen also so offensichtlich gegen „Wolfsfans, Grüne und vermeintlichen Ökos“ wettert, kann ich mich des Gedankens nicht erwehren, dass möglicherweise der Wolf hier lediglich als Stellvertreter für die rot-grüne Landespolitik im Allgemeinen herhalten soll.

    Dem Magazin „Jagderleben“ hat Mühlhausen am 25.03.2015 gesagt: „Wir werden als Dörfler in die Illegalität getrieben, wenn Hannover so weiter macht.“

    Wie bitte? Was hat der Wolf denn getan, dass nun mit der „Androhung“ illegaler Mittel Druck auf eine durch demokratische Mehrheiten gewählte Regierung ausgeübt werden soll, nur weil diese bestimmten Einzelinteressen nicht so recht schmecken mag? Das erscheint mir aus demokratischer Sich äußerst befremdlich.

    Im selben Artikel kommt übrigens ein weiterer Einwohner der Region mit bekannter Parteizugehörigikeit jenseits des rot-grünen Spektrums zu Wort, der um den Tourismus fürchtet und sich dahingehend äußert, dass alle vor „der grünen Plage kuschen“ würden.

    Richtig grotesk wird es dann aber geradezu, wenn wir erfahren, dass ein Wolfsberater der Region einem seiner Kunden dann auch noch geraten haben soll, „nicht mehr hinter die A7 zu fahren, da es zu gefährlich sei.“

    Nun leben „hinter der A7“ im besagten Wolfsgebiet im Landkreis Lüneburg, Harburg und Heidekreis eine ganze Menge Menschen völlig ungefährdet und unbehelligt, die über solche Aussagen wohl – wie ich auch – schlichtweg nur den Kopf schütteln können…

    http://www.jagderleben.de/der-wolf-treibt-uns-in-die-illegalitaet

  11. Realist hat geschrieben:

    „Diese Experimente an Menschen und Nutztieren müssen schleunigst aufhören. […] Noch eine Frage an die Wolfsverfechter: warum erlaubt man eigentlich nicht auch vergleichbare Experimente mit bedrohlichen Krankheitserregern (Pest etc.), die Jahrmillionen vor dem Menschen existierten? Haben diese Erreger nicht auch ein Recht auf Leben? “

    Dieses Experiment führen wir doch bereits „erfolgreich“ durch. Es nennt sich „Antibiotika in der industriellen Massentierhaltung“ – und die Erreger heißen: Multiresistente Keime. Die Zahl der Todesfälle, die ursächlich diesen Keimen zugeschrieben werden, belaufen sich in Deutschland jährlich – je nach Quelle – auf mindestens 7.500 bis 40.000. Da kann kein Wolf mithalten (Todesfälle in Deutschland pro Jahr = 0).

    • Sarina, bitte bitte nicht noch das.
      Die in der Tierhaltung, egal ob in „Massen“ oder in „Maßen“, vorkommenden MRSA Keime sind LA-MRSA. Die machen in Deutschland rund 2% der besiedelten Personen aus, in der Regel Personen, die engen Kontakt zu Tieren haben. Todesfälle in Deutschland einer.

      Sie verwechseln diese mit denen aus der Humanmedizin, die haMRSA und caMRSA kommen in Krankenhäusern vor, daher werden diese oft auch als Krankenhauskeime genannt. Diese für in Deutschland in der Tat zu ~15.000 Todesfällen. Urlauber aus der Türkei oder Asien werden zu 2/3 im Urlaub damit besiedelt.

      Bitte erweitern Sie Ihr Wissen, damit solche Patzer nicht weiter vorkommen.
      http://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_methicillin_resistenten_staphylococcus_aureus__mrsa_-11172.html
      http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/S/Staphylokokken/Staphylokokken.html

      Das es in einem Land wie die Niederlande, wo mehr Nutztiere leben, wie Menschen, unter 5 Todesfälle durch MRSA kommt, hat seinen Grund. Dort wurde das Hygienesystem in Krankenhäusern von Grund auf erneuert.

      • Ach so, Thorsten S, dann können wir den Großversuch mit der Antbiotikagabe in der Massentierhaltung ja beruhigt fortführen!

        Nur um einmal Ihre eigene Quelle BfR zu zitieren:

        „Da viele dieser Eigenschaften auf mobilen genetischen Elementen kodiert sind, besteht jedoch grundsätzlich jederzeit die Möglichkeit, dass es zum Austausch zwischen Bakterien, d. h. zum Erwerb zusätzlicher Merkmale kommt.“

        „In einer Studie in Niedersachsen waren etwa 25 % der Personen, die Nutztierkontakt hatten, mit MRSA besiedelt. In viehdichten Regionen in Deutschland erweisen sich beim Aufnahmescreening in Krankenhäuser außerdem etwa 20–30 % der Patienten als MRSA-positiv .“

        Zum Nachweis der Erreger auf tierischen Lebensmitteln:

        „Die höchste MRSA-Nachweisrate betraf Putenfleisch (2009: 43,4 %, 2010: 32,0 %, 2012: 37,7 %), gefolgt von Hähnchenfleisch (2009: 23,7 %, 2011: 27,7 %).“

        Klingt jetzt nicht ganz so beruhigend, oder?

        Fazit: Der Wolf ist mit exakt 0 Angriffen auf den Menschen weitaus ungefährlicher als beschriebenes Antibiotika-Experiment in Massentierhaltung und Humanmedizin.

        • Womit wollen Sie belegen, dass in der „Massentierhaltung“ mehr Antibiotika eingesetzt werden als in kleinen Anlagen? Auch im ökologischen Landbau werden AB eingesetzt.

          Wenn Sie auf die laMRSA verweisen, dann sollten Sie die Zahlen auch interpretieren können.
          98% der MRSA Keime, mit denen Personen in Deutschland besiedelt sind, haben humane MRSA.
          Die Wahrscheinlichkeit beim Sushi mit haMRSA anzustecken dürfte für jeden deutlich höher sein, als beim braten eines Stückes Pute.

          Urlaubsreisende sind dann eine ganz andere Klasse, da ist die Befallswahrscheinlichkeit extrem hoch.

          Warum Sie aber solche Themen beim Wolf einbringen?
          Das bleibt ihr Geheimnis.
          Wenn man keine Argumente hat, dann zieht man welche an den Haaren herbei.

          Das der Wolf bislang niemanden in Deutschland angegriffen hat bezweifelt wohl niemand.
          Das es bei der abgelegten Scheu nicht so bleiben wird, bezweifeln wohl nur wenige.

          Der Wolf hat einen hohen Radius, Siedlungen gehören zu „seiner Natur“, er hat auch keinen natürlichen Feind, daher bewegt er sich frei auch am Tage

          • Thorsten S schreibt:

            „Warum Sie aber solche Themen beim Wolf einbringen?
            Das bleibt ihr Geheimnis.“

            Obwohl Sie ein so aufmerksamer Leser sind, scheint Ihnen das Detail entgangen zu sein, dass sich mein Post exakt auf den Beitrag von „Realist“ bezogen hat. Warum Sie das Thema Wolf nun um „Sushi“ und „Auslandsreisen“ ergänzen, ist Ihr Geheimnis.

            Thorsten S schreibt:
            „Wenn man keine Argumente hat, dann zieht man welche an den Haaren herbei.“

            Genau dieser Satz fiel mir zu Ihrer Zukunftsprognose, dass der Wolf aufgrund der vermeintlich abgelegten Scheu demnächst Menschen angreifen wird, auch ein. Bei ca. 12.000 in Europa lebenden Wölfen müssten sich die Meldungen schon lange überschlagen, wenn dem so wäre. Dass auch Siedlungen in Streifgebieten der Wölfe liegen, ist doch allgemein bekannt. Und das ganz ohne die von Ihnen prognostizierten Nebenwirkungen. Die Kinder in der Lausitz wurden bislang übrigens auch noch nicht gefressen.

            Dem Herrn bruno, der seine schulpflichtigen Kinder wegen des Wolfs nun täglich zur Bushaltestelle bringen und wieder abholen möchte, würde ich raten, dies im Hinblick auf die Risikobewertung nicht mit dem PKW zu tun.
            Seit der Rückkehr des Wolfs im Jahr 2000 gab es zwar keinen Angriff und keinen Todesfall durch einen Wolf – dafür aber 75.777 Verkehrstote: das sind im Schnitt jährlich mehr als 5000.

            Ich erachte es schon als ein erstaunliches Phänomen, dass sich die Menschen anhand dieser Zahlen täglich unbeeindruckt der Gefahr des Straßenverkehrs aussetzen, während sie Zeit und Energie dafür verwenden, ein völlig unwahrscheinliches Ereignis der Zukunft mit sämtlichen Mitteln abwenden zu wollen.

            Ob den Gebrüdern Grimm wohl klar war, welchen Einfluss sie auch 200 Jahre nach dem Erscheinen der „Kinder- und Hausmärchen“ auf die moderne, aufgeklärte Bevölkerung haben würden?

            Meine Kinder würden mir übrigens ‚was husten, wenn Mutti oder Papi plötzlich wieder auf die Idee kämen, sie aus „Angst vor dem bösen Wolf“ auf dem Schulweg zu begleiten!

  12. Immer noch beim Thema, Sarina. Die Leute vor Ort allerdings scheinen das Heft des Handelns in die eigenen Hände zu nehmen: http://www.bz-berlin.de/deutschland/suedbrandenburg-erneut-wolf-erschossen. Muss man jetzt empört sein ??

    • Das kommt darauf an, ob Sie persönlich eine Straftat als empörend empfinden oder nicht.

      Der Täter kann zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu 5 Jahren Haft verurteilt werden. Es kann auch eine Geldbuße von bis zu 50.000 Euro verhängt werden. Ebenso wird der Jagdschein einkassiert.

      Das bloße Vorhandensein von Jagdwaffen sollte eigentlich nicht dazu führen, dass eine kleine Minderheit von 0,4% der Bevölkerung möglicherweise der Meinung ist, sich nicht an Gesetze halten zu müssen, die auf mehrheitlich demokratischem Wege zustande gekommen sind.

      Stellen Sie sich doch einfach einmal vor, wenn derzeit legale Waffenträger auch in anderen Bereichen des alltäglichen Lebens unsere Gesetzgebung eigenmächtig durch ihre persönliche Vorstellung „ergänzen“ und diese mit Waffengewalt durchsetzen. Soll das etwa die Zukunft in unserer demokratischen Gesellschaft sein?

      Vielmehr drängen solche Taten den Souverän dazu, das Vertrauen, das den derzeit noch legalen Waffenbesitzern eingeräumt wurde, noch einmal gründlich zu überprüfen und ggf. auch per Gesetz anzupassen.

  13. Der Wolf steht vor der Tür.
    Mein Vorschlag :Nicht aufmachen.

  14. Der Wolf verbreitet die „Natur“ dann auch in Zukunft über weite Strecken.

    http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/225286-tierseuche-im-nachbarkreis#comment-40543

  15. Vasileios hat geschrieben:

    „Der Lamdwirt bringt es im nachfolgenden Artikel ganz gut auf dem Punkt, es ist eine Einschränkung für alle die diesen Gebieten leben und arbeiten und für die jeniegen sollte man zumindest auch Verständnis haben.-

    Bei unkritischen und gutgläubigen Menschen haben mediale Stimmungskampagnen schon immer einen gewissen Erfolg erzielt.

    Wie heißt es in dem Text?

    „Die Aufnahmen entstanden am Donnerstagmorgen, 26. März, im Schutz der Fahrerkabine einer Zugmaschine in der Gemarkung Brambostel. […]
    Die Wölfe bilden einen Halbkreis, machen die Fluchtwege zu und einer geht auf die potenzielle Beute zu.“

    Der Landwirt ist also der Überzeugung, dass die Wölfe ihn in der Fahrerkabine in der LAUFENDEN ZUGMASCHINE als Beute betrachten? Ein Trecker als Wolfsbeute? Köstlich.

    Das hat ebenso Grimm’sche Märchenqualität wie die Aussage, dass es für Urlauber „hinter der A7“ zu „gefährlich“ sei.

    Komisch – ich lebe mitten im Einzugsbereich des Truppenübungsplatzes – und die Leute gehen hier joggen, spazieren, Radfahren – und die Kinder der Jugendfeuerwehr haben jüngst bei Munster an einer menschenleeren Verbindungsstrasse zur B 209 den Zivilisationsmüll der Autofahrer vom Strassenrand eingesammelt. Ganz ohne Angst vorm Wolf.

    Von „Ängsten“ vor dem Wolf scheinen also vor allem Landwirte und Jäger betroffen zu sein…
    Und zwar auch noch ganz besoonders dann, wenn die Presse mit einbezogen werden kann…
    Jeder muss für sich entscheiden, ob er oder sie sich für deren Interessen derartig manipulieren lässt.

    Dass sich Helikopter-Eltern „in der Ferne“ nun Sorgen machen, ist wohl ein natürliches und menschliches Phänomen. Und mit Sicherheit von denen, die gerade ihre „Angst“ vor dem Wolf im Sinne ihrer Eigeninteressen öffentlichkeitswirksam medial inszenieren, nicht ganz unbeabsichtigt…

    • Auf jeden Fall sind Fotos und Film ein beeindruckender Beweis für die These unserer Wolfsexperten, dass der Wolf extrem scheu ist und den Menschen meidet !

  16. Wie übten Sie dann die “Aufsichtspflicht” aus ?
    Ich würde meinen Kindern ein Lied beibringen. Vielleicht von Hermann Löns? Grün ist die Heide. Oder wie wäre es mit,, hoch auf dem gelben Wagen“? unser Walter hat es doch so schön gesungen. Da laufen bestimmt alle Wölfe weg.

    • So gesehen würde ein Liedchen aus dem Repertoire von Nationalhelene am meisten Wirkung zeigen…

  17. Mir fällt ein,was meine Mutter erzählt hat: der Hütejunge, der Schafe zu hüten hatte, machte sich ein Spaß und rief laut“ der Wolf, der Wolf kommt!“ Woraufhin die Bauern aus dem Dorf sich mit Forken und Hacken bewaffnet auf die Weide stürmten, um den Wolf zu vertreiben. Aber da war kein Wolf und der junge lachte sich Ehen des gelungenen Streiches in das Fäustchen . Es vergingen ein paar Tage und weil es so gut geklappt hatte und so einen Spaß gemacht hatte, rief er wieder“ der Wolf, der Wolf kommt!“ Und wieder packten die Bauern Hacken und Forken, um den Wolf zu vertreiben. Aber da war kein Wolf und der Junge lachte sich ins Fäustchen. So verging die Zeit. Der Hütejunge hütete seine Schafe und nichts geschah. Doch dann, plötzlich, eines Tages sah er ihn heranschleichen an die Herde..den Wolf! Und er erschrak aufs Äußerste und brüllte aus Leibeskräften“ der Wolf, der Wolf kommt!“ Die Bauern hörten es wohl, aber sie zuckten mit den Schultern und dachten, der hat schon so oft gerufen, da wird nichts sein und sie gingen ihrem Tagwerk wie gewohnt nach. Und der Wolf fraß ein, zwei Schafe und den Jungen.
    Warum mir das jetzt in den Sinn kommt? Ich weiß nicht. Es ist eine alte Geschichte in der der Wolf Schafe und dumme Jungen frisst. Vielleicht auch,weil 1. April war .

  18. Alter Hase hat recht.Einfach erschießen, und dann verbutteln. Das ist doch alles nicht mehr normal hier in Deutschland.