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Der Orkan Xaver hatte die über 200 Jahre alte Eiche auf der Ilmenauwiese im Dezember 2013gefällt, jetzt pflanzten die Bienenbütteler ein neues Wahrzeichen. Foto: ki
Der Orkan Xaver hatte die über 200 Jahre alte Eiche auf der Ilmenauwiese im Dezember 2013gefällt, jetzt pflanzten die Bienenbütteler ein neues Wahrzeichen. Foto: ki

Wahrzeichen schwebt ein – Bienenbütteler pflanzen Eiche auf Ilmenauwiese als Ersatz für Jahrhundertbaum

ki Bienenbüttel. Der Schock bei den Bienenbüttelern war groß, als ihr Wahrzeichen, eine über 200 Jahre alte Eiche auf der Ilmenauwiese, 2013 dem Sturm Xaver zum Opfer fiel. Noch am selben Wochenende wurde vom ehemaligen Ortsbrandmeister Pilo Franke zusammen mit der Feuerwehr eine Sammelaktion für eine Ersatzbeschaffung ins Leben gerufen. Baumscheiben der Eiche wurden gegen Spenden abgegeben. Und auch danach blieb die Spendenbereitschaft groß.

Jetzt war es so weit: Ein neues Wahrzeichen wurde gepflanzt, ein Quercus Robur, so die exakte Bezeichnung der Eiche. Bürgermeister Dr. Merlin Franke dankte allen, die mit Spenden, Sachleistungen und Unterstützung zur Anschaffung des neuen Baumes beigetragen haben. „Wir hätten uns das sonst nicht leisten können.“

Als der zehn Meter hohe, 30 Jahre alte und vier Tonnen schwere Baum mit seinem riesigen Ballen mit einem LKW angeliefert wurde, war das ein bestauntes Ereignis. Damit der Baum ein vernünftiges Wurzelwerk entwickeln konnte, war er in der Baumschule Bruns in Bad Zwischenahn in den vergangenen Jahren sechsmal verpflanzt worden. „Die Kosten für einen Baum von solcher Größe liegen offiziell bei mehr als 6000 Euro“, informierte der Chef vom Garten- und Landschaftsbau aus Altenmedingen, Thomas Tippe.

Werner Wischhof und Georg Küstern aus Hohenbostel bestaunten das Pflanzspektakel. „Wir sind neugierig, wie das mit dem großen Baum klappt, so etwas erlebt man ja nicht alle Tage.“ Dort, wo der Bagger das Pflanzloch ausheben sollte, hatte Tippe ein rotes Kreuz auf den Rasen gezeichnet. Doch bevor der Bagger so richtig in Aktion trat, griffen Bürgermeister und der Gartenbauexperte zu Spaten und Schaufel und legten Hand mit an.

In das 1,20 Meter tiefe und drei Meter breite Loch wurde dann vorsichtig der Baum hi­neinsetzt. Unter dem Beifall der Zuschauer, die sich inzwischen eingefunden hatten. Damit keine Staunässe dem Baum schadet, wurde frischer Boden eingebracht und von den Angestellten der Gemeinde, Oliver Müller und Ernst-Werner Vischer, zusammen mit Mitarbeitern der Firma Tippe verteilt. Dann wurde der Ballen mit Seilen verankert, eine Drainage gelegt und anschließend das Drahtgeflecht aufgeschnitten. Die Ortsfeuerwehr hat zugesagt, den Baum in der Anwachs­phase regelmäßig zu wässern. Rund 230 Liter werden pro Wässerung in die um den Baum gelegte Drainage fließen.

Nach fast drei Stunden war das Werk vollbracht, und Thomas Tippe und Dr. Merlin Franke freuten sich, dass alles geklappt hat. Zünftig mit Bratwurst und Glühwein versorgte danach die Feuerwehr Helfer, Mitarbeiter und Zuschauer.