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Wer sein Pferd gerne direkt am Haus unterbringen will, hat dazu in Echem womöglich bald die Gelegenheit. Dort soll ein neues Sondergebiet ausgewiesen werden, das Wohnbebauung mit Tierhaltung verbindet. Foto: t&w
Wer sein Pferd gerne direkt am Haus unterbringen will, hat dazu in Echem womöglich bald die Gelegenheit. Dort soll ein neues Sondergebiet ausgewiesen werden, das Wohnbebauung mit Tierhaltung verbindet. Foto: t&w

Rat Echem segnet Vorentwurf für neuen Bebauungsplan ab

cw Echem. Einen wenig spektakulären Haushalt verabschiedete der Rat Echem während seiner jüngsten Sitzung. „Der Gemeinde geht es gut! Wir haben einen Schuldenstand von nur 14000 Euro und eine Pro-Kopf-Verschuldung von 34 Euro“, sagte Bürgermeister Steffen Schmitter (CDU).

Der größte Anteil der Ausgaben, 61000 Euro, wird in den Kindergarten investiert. „Aber das ist gut angelegtes Geld“, betonte Schmitter. Mit rund 11000 Euro unterstützt die Gemeinde ihre Vereine. Auch Straßensanierungen stehen in diesem Jahr an: Mit 20000 Euro soll der westliche Teil der Dorfstraße saniert werden, weitere 11000 Euro gehen in die Unterhaltung der Wirtschaftswege.

Echem war im vergangenen Jahr dem Unterhaltungsverband Wirtschaftswege des Ilmenauverbandes beigetreten, doch das Geld sei nötig für eine Anschubfinanzierung und die Beschilderung, sagte Schmitter.

Insgesamt erwirtschaftet die Gemeinde damit ein Minus von 20 000 Euro im Ergebnishaushalt. „Das ist aber durch Rücklagen aus den Vorjahren gedeckt“, versicherte Schmitter eilig. Theoretisch sei die Gemeinde schon jetzt dank ihres Sparbuches schuldenfrei.

Rolf Peters (SPD) mahnte an, demnächst wieder besser zu wirtschaften. „Sonst verfrühstücken wir noch unsere Rücklagen für den Haushaltsausgleich.“ Der Haushalt wurde einstimmig beschlossen.

Das zweite große Thema an diesem Abend war ein neuer Bebauungsplan, den die Gemeinde derzeit entwirft. Das „Sondergebiet Dörfliches Wohnen Lange Stücken“ verbindet Wohnbebauung mit Tierhaltung in diesem Fall insbesondere für Pferdebesitzer. Geplant sind große Grundstücke von mindestens 2500 Quadratmetern Fläche, die im nördlichen Teil Tierhaltung und im südlichen Teil die Wohnbebauung vorsehen. Da das Areal an das Gewerbegebiet grenzt, können sich hier auch nicht störende Handwerksbetriebe und Freiberufler ansiedeln.

Das Gelände gehört nicht der Gemeinde und wird auf Wunsch der Besitzer überplant. „Wir werden auf jeden Fall einen städtebaulichen Vertrag mit den Eigentümern abschließen, damit der Gemeinde hier keine Kosten entstehen“, betonte der Bürgermeister. Der Rat stimmte dem Vorentwurf zu.

Nachdem die Politiker bei ihrer vorangegangenen Sitzung der Breitbandkooperative des Kreises für den Breitbandausbau nicht zugestimmt hatten, machten sie jetzt einen Rückzieher allerdings mit einer kleinen Hintertür. „Wir haben ein Rücktrittsrecht bis Ende 2015“, erklärte Schmitter. Auch das wurde einstimmig von allen Kommunalpolitikern mitgetragen.