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Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, und Brückenbauingenieur Jörg Silex erläuterten die Arbeiten für den Ausbau der Übergangskonstruktion der Brücke. Foto: be
Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau, und Brückenbauingenieur Jörg Silex erläuterten die Arbeiten für den Ausbau der Übergangskonstruktion der Brücke. Foto: be

Das Gelenk der Ebert-Brücke

as Lüneburg. In Staub getaucht ist die Friedrich-Ebert-Brücke kurz vor der neuen Abfahrt in das Neubaugebiet Ilmenaugarten. Mit schwerem Bohrgerät und Betonschneidern legen Mitarbeiter einer Fachfirma die Übergangskonstruktion der Ebert-Brücke frei, die in den kommenden Wochen erneuert wird. Die Ost-West-Verbindung ist dazu für den Autoverkehr gesperrt, bis zum 13. April auch für Radfahrer und Fußgänger.

Nachdem bei der regelmäßigen Hauptbrückenprüfung Mängel an der 470 Meter langen Ebert-Brücke festgestellt wurden, wurde diese seit 2004 in mehreren Abschnitten saniert. Darunter auch die Übergangskonstruktion im östlichen Bereich, jetzt erfolgen die Arbeiten auf der Westseite. Jörg Silex, Brückenbauingenieur bei der Stadt, erläutert: „Die Übergangskonstruktion ist ein flexibles Element, an beiden Seiten der Brücke, das die Längsdehnung infolge von Temperatur­unterschieden des Bauwerks ausgleicht.“ Denn infolge von Witterungsunterschieden kann sich das Bauwerk bis zu elf Zentimeter dehnen. Funktioniert der Ausgleich nicht, könnte es passieren, dass der Brückenkörper sozusagen aufplatzt. Derzeit wird nun die 13 Meter lange und 50 Zentimeter breite Stahlkonstruktion freigelegt.

Mit einem Kran muss dann das Zehn-Tonnen-Schwergewicht herausgeholt und ein neues eingesetzt werden. Danach wird wieder Beton und Asphalt aufgebracht. „Das Aushärten braucht Zeit. Jede Erschütterung könnte dazu führen, dass der Beton wieder reißt und Feuchtigkeit eindringt“, sagt Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau. Deshalb wird die Brücke zirka fünf Wochen für den Kfz-Verkehr gesperrt sein. Und auch für Radler und Fußgänger ist bis nach den Osterferien kein Durchkommen. Trotzdem versuchten noch einige, die Absperrungen und Beschilderungen zu ignorieren. Uta Hese­beck appelliert: „Wir bitten, auch aus Sicherheitsgründen, Ausweichstrecken zu nehmen.“

Rund 250000 Euro investiert die Hansestadt in den letzten Abschnitt, die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 4,3 Millionen Euro.

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