Aktuell
Home | Lokales | Geldspritze für die Jugend
Zur Umsetzung des Bundesprogramms  haben Stadt und Stadtjugendring einen Partnerschaftsvertrag geschlossen. Angela Lütjohann, Bereichsleiterin Soziale Dienste, und Björn Adam (vorne r.), Vorsitzender des Stadtjugendrings, unterzeichneten ihn. Mitwirkende sind auch Hubertus Heinrich (hinten r.), Partizipationsbeauftragter der Stadt, und Jannis Gerling vom Stadtjugendring. Foto: t&w
Zur Umsetzung des Bundesprogramms haben Stadt und Stadtjugendring einen Partnerschaftsvertrag geschlossen. Angela Lütjohann, Bereichsleiterin Soziale Dienste, und Björn Adam (vorne r.), Vorsitzender des Stadtjugendrings, unterzeichneten ihn. Mitwirkende sind auch Hubertus Heinrich (hinten r.), Partizipationsbeauftragter der Stadt, und Jannis Gerling vom Stadtjugendring. Foto: t&w

Geldspritze für die Jugend

mm Lüneburg. Um den Schulterschluss musste nicht lange gerungen werden: Stadt und Stadtjugendring haben jetzt im Lüneburger Rathaus einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Denn gemeinsam wollen sie das Bundesprogramm „Demokratie leben Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ umsetzen. Bis Ende 2019 sollen jährlich 55000 Euro in die Kasse fließen. Mit dem Geld soll beispielsweise ein außerschulisches Jugendparlament finanziert werden. Doch nicht nur dafür gibt es Starthilfe.

„Wir wollen endlich Jugendliche beteiligen, die das bestehende Angebot noch nicht erreicht“, sagt Jannis Gerling, Vorsitzender des Stadtjugendrings. Dazu zählten Jugendliche aus bildungsschwachen Verhältnissen oder auch mit Migrationshintergrund. Bis spätestens Ende 2015 soll etwa eine zentrale Plattform geschaffen werden, über die sich jeder Jugendliche über Angebote informieren kann. Daraus soll im Internet eine interaktive Kommuniktions- und Publikationsmöglichkeit für Jugendliche und ihre Projekte wachsen. Durch ständige Beratung und Begleitung von Mentoren sollen engagierte Jugendliche ihre eigenen Projekte entwickeln.

„Das Geld ist sogar wenig, wenn man bedenkt, welche und wie viele Maßnahmen gefördert werden müssen“, sagt Björn Adam, ebenfalls Vorsitzender des Stadtjugendrings. Denn in 2015 soll auch ein Jugendparlament etabliert werden, zumindest die Einrichtung soweit vorbereitet sein, dass diese spätestens im zweiten Förderjahr besteht.

Für die Koordinierung der einzelnen Maßnahmen wird beim Stadtjugendring eine zusätzliche Mitarbeiterstelle geschaffen. Kostenpunkt: 25 000 Euro im Jahr. Auch wurde ein Begleitausschuss eingerichtet, in dem etwa Vertreter der Stadt, aus Jugendverbänden, von Schulen, Uni und Stadtjugendring sowie andere jugendliche Teilnehmer Platz nehmen. „Wir sind gut aufgestellt und können mit der Arbeit nun an die erfolgreiche Jugendversammlung aus dem letzten Jahr anknüpfen“, sagt Angela Lütjohann, Bereichsleiterin Soziale Dienste bei der Stadt.

Bereits 2014 hatte der Stadtjugendring eine breite Kam­pagne für mehr Jugendbeteiligung gefahren. Unter dem Motto „Jugend für Jugend – Jetzt reden Wir“ wurden Ideencamps im Stadtgebiet und in den Schulen aufgeschlagen. Jugendliche konnten Wünsche und Ideen äußern, wie sie ihr Lebensumfeld gestalten würden. Dazu führten die Jugendlichen auch Interviews mit den Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl im Mai 2014.

Im Herbst tagte dann die erste Lüneburger Jugendversammlung. Durch die Bundesförderung könnte die nun öfter einberufen werden. Das nächste Treffen ist schon für Mitte des Jahres geplant.