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Pia Steinrücke wurde mit überwältigender Mehrheit zur neuen Lüneburger Bildungsdezernentin gewählt, sie war die Favoritin von Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Foto: t&w
Pia Steinrücke wurde mit überwältigender Mehrheit zur neuen Lüneburger Bildungsdezernentin gewählt, sie war die Favoritin von Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Foto: t&w

Ja zu Pia Steinrücke – Rat wählt 42-Jährige mit großer Mehrheit zur neuen Bildungsdezernentin

as Lüneburg. Tosender Applaus brannte am Donnerstag Abend im Rat der Stadt Lüneburg auf. Mit 33 Ja-Stimmen wurde Pia Steinrücke zur neuen Bildungsdezernentin gewählt – 22 Stimmen wären notwendig gewesen. Fünf Ratsmitglieder votierten dagegen, es gab eine Enthaltung. Erste Glückwünsche gab es von Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der Pia Steinrücke vorgeschlagen hatte.

Die 42-jährige gebürtige Bocholterin, die seit Mai 2014 bei der Lüneburger Stadtverwaltung als Leiterin des Fachbereichs Soziales und Bildung tätig ist, hatte zuvor im Rat noch einmal Eckdaten ihres beruflichen Werdegangs und Ziele deutlich gemacht. Nach dem Studium der Sozialarbeit an der FH Münster war sie in den Allgemeinen Sozialdienst der Stadt Bocholt eingestiegen, wo sie schließlich die Leitung des Geschäftsbereichs Soziale Dienste, Fachbereich Jugend, Familie, Schule und Sport, inne hatte. Parallel absolvierte sie den Masterstudiengang Sozialmanagement und machte eine Weiterbildung zur systemischen Familienberaterin.

Die Verknüpfung von Bildung und Soziales sei ihr immer wesentliches Anliegen gewesen. In der Stadtverwaltung Lüneburg fühle sie sich damit richtig aufgehoben. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit in den vergangenen elf Monaten war hier die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen. Maßnahmen der Bildungszugänge und Integration in Arbeit müssten weiterentwickelt werden. Mit Blick auf das Bildungsdezernat sei ihre Motivation, eine vielfältige Bildungslandschaft zu gestalten, in der frühzeitig Grundsteine gelegt werden, die jedem Kind unabhängig von der sozialen Herkunft gleichberechtigten Zugang zu Bildung ermöglichen. Hierfür bedürfe es eines ganzheitlichen Ansatzes, indem Bildung, Betreuung und Erziehung noch stärker vernetzt und umgesetzt werden. Ihr Ziel sei es, stärker mit Angeboten der Familienförderung, Jugendförderung und Jugendhilfe in Bildungseinrichtungen zu gehen und Krippe, Kita und Schule neben der Familie als wichtige Lebens- und Lernorte zu stärken.

Nach ihrer Wahl, die auf Antrag der Linken geheim erfolgte, strahlte Pia Steinrücke über das eindeutige Ergebnis. Sie freue sich riesig auf die Zusammenarbeit mit der Verwaltungsspitze, den rund 500 Mitarbeitern ihres Dezernats und den politischen Gremien in den kommenden acht Jahren. „Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen, dass Sie in mich setzen“, sagte sie. Ihr besonderer Dank ging an Oberbürgermeister Mädge sowie an Grünenchef Andreas Meihsies. Denn die Grünen hatten sich bereits im Vorfeld der Wahl für Pia Steinrücke ausgesprochen – sie hatten sich im Rahmen der Gruppenverhandlungen mit der SPD das Vorschlagsrecht ausgehandelt.