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Monty Roberts arbeitet bei seinem Auftritt 2012 in Luhmühlen mit dem Haflingerwallach Nantes. Das Pferde hatte zuvor noch nie einen Sattel getragen, am Ende der Arbeit mit Roberts trug er einen Reiter durch das Round-Pen. Foto: t&w
Monty Roberts arbeitet bei seinem Auftritt 2012 in Luhmühlen mit dem Haflingerwallach Nantes. Das Pferde hatte zuvor noch nie einen Sattel getragen, am Ende der Arbeit mit Roberts trug er einen Reiter durch das Round-Pen. Foto: t&w

Popstar der Pferdeszene – Monty Roberts Station in Luhmühlen

lz Luhmühlen. Monty Roberts, seit Jahrzehnten ein Star in der Pferdeszene, kommt wieder für drei Vorführungen nach Deutschland. Neben den Auftritten in Berlin und Ostfriesland macht der Amerikaner am Sonntag, 19. April, auch wieder im Ausbildungszentrum (AZL) Luhmühlen Station. Schon im November 2012 präsentierte der damals 77-Jährige vor mehr als 1000 Zuschauern seinen Umgang mit schwierigen oder traumatisierten Pferden. Einlass ist um 18 Uhr, die Vorstellung beginnt um 19 Uhr.

Monty Roberts versteht und spricht die Sprache der Pferde nach eigenen Angaben seit mehr als 50 Jahren. Der Amerikaner hatte als Stuntman und Rodeo-Reiter gearbeitet, machte sich als Züchter von Rennpferden einen Namen und stieg schließlich auf zum Bestseller-Autor. Seit 1989 trainiert er die Pferde von Queen Elisabeth und wurde 2011 für seine Verdienste mit dem „Royal Victorian Order“ ausgezeichnet.

Weltweit hat Monty Roberts zudem sogenannte Instructors ausgebildet, die seine Konzepte im Umgang mit Pferden anwenden und weiterentwickeln. Sein Geheimnis? 2012 sagte er bei seinem Auftritt in Luhmühlen dazu: „Ich arbeite mit den Pferden in ihrer Sprache.“ Im Round-Pen, einem eingezäunten Rondell, trainiert er mit den frei laufenden Tieren, schickt sie immer von sich weg – und wartet darauf, dass die Pferde sich unterordnen und zu ihm kommen, der Moment des sogenannten Join-Up, zu deutsch „freiwillig melden“.

Doch Roberts Methode ist nicht unumstritten. Kritiker werfen ihm vor, er baue psychischen Druck auf, die Pferde hätten in der kleinen Arena keine andere Wahl, als sich zu unterwerfen. Auf die Kritik angesprochen, erklärte Roberts 2012: „Kennen Sie meine Arbeit? Wenn ja, was haben Sie gesehen? Pferde, denen es nach dem Training besser oder schlechter ging?“

Wer sich ein Bild von Monty Roberts Arbeit machen möchte, hat am 19. April in Luhmühlen die Gelegenheit dazu. Eintrittskarten sind online erhältlich unter www.montyroberts-tournee.com und im Ausbildungszentrum Luhmühlen, Bruchweg 5, 21376 Salzhausen, Tel.04172/9885350. Tickets in der Kategorie I kosten 56 Euro, in der Kategorie II 44 Euro.