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Fußabdrücke an den Wänden, Gekritzel an der Wand: Burghard Moers und seine Sportkollegen nerven dreckige Umkleiden wie hier in der Sporthalle auf dem Kreideberg. Foto: ca
Fußabdrücke an den Wänden, Gekritzel an der Wand: Burghard Moers und seine Sportkollegen nerven dreckige Umkleiden wie hier in der Sporthalle auf dem Kreideberg. Foto: ca

Schmutziger Sport – Trainingsgruppe ärgert sich über Schmierereien und Dreck in der Kreideberg-Halle

ca Lüneburg. Wenn Burghard Moers und seine Sportkollegen in die Turnhalle auf dem Kreideberg kommen, wissen sie nie genau, ob sie sich umziehen möchten. Denn an manchem Abend sieht es dort übel aus: Erde liegt in den Waschräumen, zerknülltes Papier verteilt sich auf dem Boden. Wenn die „Dienstags-Männer“ Glück haben, hat eine Reinigungskraft das Chaos beseitigt. Doch eins schafft der Putzmann nicht: An den Wänden sind Schuhabdrücke zu sehen, dazu kommen unzählige Kritzeleien.

„Das ist manchmal unzumutbar“, ärgern sich Moers und seine Mitstreiter. „Wie verlassen denn die Schüler die Räume?“ Inzwischen gebe es auch Graffiti in der Halle selber, dazu Parolen auf den Böden: „Das müssen Lehrer doch sehen.“ Und nicht nur das: Die Sportler zeigen in der Halle Schall­schutzelemente und Rohre, die offenbar mutwillig zerstört wurden, so als habe jemand beispielsweise einen Ball mehrfach mit großer Wucht auf dieselbe Stelle geworfen. Die Sportler sehen die Stadt gefordert.

Im Pressereferat sagt Sarah Cramer von Clausbruch: „Wir sind auf kurzfristige und direkte Meldungen von Schulen und Vereinen angewiesen.“ Das klappe in der Regel gut. Stellen sich zwei Fragen: Sieht der Hausmeister nicht, was sich in der Halle tut? Und wenn es gut klappt, warum sind die Wände nicht längst gestrichen?

Die Sprecherin antwortet, dass die Stadt eine Reinigungsfirma beauftragt habe, die Sprühereien zu beseitigen. Das sei aber nicht einfach, die Fachleute müssten ein zweites Mal in die Halle kommen. Zudem gebe es eine Einweisung für Übungsleiter und Sportlehrer mit dem Hinweis, dass Halle und Umkleiden sauber hinterlassen werden müssten. Den Vereinen, welche die Halle kostenlos nutzen und die auch über Schlüssel verfügen, sei bekannt, dass sie Türen schließen sollen. Doch oftmals würden die Zugänge offen gehalten, damit Nachzügler hineinkommen können.

Doch es sind nicht nur Schüler und Sportler, die in die Halle kommen. Bekanntlich war es im vergangenen Jahr zu mehreren Vandalismusfällen auf dem Kreideberg gekommen. Betroffen waren Räume der Ümi, der Übermittagsbetreuung, und der Paulusgemeinde. Im Verdacht, dafür verantwortlich zu sein, stand eine Gruppe Jugendlicher. Sie sollen auch Lampen an den Sportanlagen zerdeppert haben. Anlieger vermuten, dass junge Leute aus der Nachbarschaft auch in der Halle ihr Unwesen treiben könnten.

Probleme gibt es laut Sportlern nicht nur auf dem Kreideberg. Sarah Cramer von Causbruch sagt, die Hallen seien voll ausgelastet, daher könne es immer wieder zu Problemen kommen. Hausmeister könnten nicht rund um die Uhr vor Ort sein. Gleichwohl seien sie, aber auch Axel Papke in der Verwaltung Ansprechpartner. Papke ist zu erreichen unter Tel.3093362.