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Gute Jobprognosen: Arbeitslosenquote im Landkreis Lüneburg sinkt auf 6,3 Prozent + + + Mit Arbeitsmarktbericht

ahe Lüneburg. 5861 Frauen und Männer im Landkreis Lüneburg waren im März offiziell arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Quote von 6,3 Prozent. Im Februar lag sie bei 6,4 Prozent. Diese Zahlen nennt die Agentur für Arbeit in ihrem aktuellen Arbeitsmarktbericht für die Region.

Die Entwicklung sei positiv, die einsetzende Frühjahrsbelebung und die robuste Konjunktur macht Bernd Passier, Chef der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, dafür verantwortlich. Verglichen mit Februar sank die Zahl der Arbeitslosen um 59 Personen. Gegenüber März 2014 notiert die Agentur sogar 406 Arbeitslose weniger, damals lag die Quote bei 6,8 Prozent. Verglichen mit den Nachbarkreisen liegt Lüneburg aktuell im Mittelfeld: In Lüchow-Dannenberg ist die Arbeitslosenquote mit 9,2 Prozent am höchsten, in den Bereichen der Geschäftsstellen Buchholz und Winsen im Kreis Harburg fällt sie mit 4,4 beziehungsweise 4,6 Prozent am geringsten aus, im Kreis Uelzen liegt sie mit 6,8 Prozent etwas über dem Lüneburger Niveau.

„Die führenden Forschungsinstitute haben ihre Prognosen zum Wirtschaftswachstum in den vergangenen Wochen deutlich angehoben. Die gute konjunkturelle Entwicklung wird zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit führen“, prognostiziert Passier. Die Arbeitskräftenachfrage folge dem positiven Gesamttrend: So lagen sowohl das Stellenangebot als auch die Stellenzugänge über den Vorjahreswerten. Allerdings gehen die Anforderungen der Arbeitgeber und die Profile von Arbeitslosen zunehmend auseinander. Um ihnen neue Perspektiven am Arbeitsmarkt zu eröffnen, begannen seit Jahresbeginn 478 Arbeitslose eine von Arbeitsagentur oder Jobcenter geförderte berufliche Weiterbildung. Gleichzeitig appelliert der Agenturchef: „Viele Arbeitsuchende bringen praktische Talente und Erfahrungen mit. Um den Einarbeitungsaufwand zu kompensieren, können Agentur und Jobcenter die Unternehmen mit Eingliederungszuschüssen unterstützen. Unser gemeinsamer Arbeitgeber-Service ist in den Regionen vor Ort und berät die Unternehmen darüber“.

1464 Frauen und Männer meldeten sich im März neu oder erneut arbeitslos, gleichzeitig fanden 1509 Personen eine neue Stelle. Nachdem zu Jahresbeginn die Jugendarbeitslosigkeit gestiegen war, gingen die Zahlen im März in dieser Personengruppe zurück. Insgesamt waren im Kreis Lüneburg 477 Jüngere unter 25 Jahren ohne Arbeit, dies entspricht einem Rückgang um 36 Personen gegenüber Januar. Leicht gesunken ist die Zahl der Arbeitslosen über 55: seit Januar um 20 Personen auf nunmehr 1169 Frauen und Männer. Aktuell sind 1412 Stellen unbesetzt, 463 offene Stellen wurden neu bei der Agentur gemeldet. Besonders gut sind die Chancen auf einen Job in den Branchen Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen (399 neu gemeldete Stellen im gesamten Agenturbezirk, darunter: Zeitarbeit mit 297 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (134 neue Stellen), Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz (119 neue Stellen) und Gastgewerbe (81 neue Stellen).

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit auch Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen die Arbeitslosen und solche Personen, die beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im März bei 7641 Personen, das sind 71 weniger als im Februar und 467 weniger als im März 2014.

Den ausführlichen Arbeitsmarktreport finden Sie hier: Arbeitsmarktreport März