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Dagmar Strampe präsentiert den ersten Spargel der Saison aus Neetze. Foto: be
Dagmar Strampe präsentiert den ersten Spargel der Saison aus Neetze. Foto: be

Der erste Spargel ist da

dth Neetze/Thomasburg. Eigentlich hatte der Neetzer Peter Strampe noch im März mit dem Beginn der Spargel-Ernte gerechnet. Nur das Wetter spielte nicht mit. Doch durch den Einsatz von Folie und Sonnentunneln hat der mit rund 70 Hektar Fläche größte Spargelanbauer im Landkreis Lüneburg jetzt doch noch einen Zeitvorteil von mindestens 14 Tagen. Am Gründonnerstag holten seine Mitarbeiter die ersten 100 Kilo aus der Erde. Mit einem Ab-Hof-Preis von zunächst 12,90 Euro startet der Preis ungefähr auf Vorjahresniveau. Wegen Mindestlohns und teurerer Produktionsmittel sei allerdings mit Preissteigerungen zu rechnen.

Wohin sich der Preis entwickle, sei laut Strampe zu Erntebeginn noch nicht abzusehen. Zumal noch nicht klar sei, wie sich insgesamt Angebot und Nachfrage entwickeln. Dem pflichtet Landwirt Heinrich Steinhauer aus Thomasburg bei, der auf den Beginn der Spargel-Ernte auf seinen rund zehn Hektar großen Flächen noch wartet: „Wir bauen weiterhin ohne Folie an, und wenn es nicht schlagartig 15 Grad wärmer wird, dauert es bei dem Wetter noch zirka vier Wochen, bis wir so weit sind.“ Aber Sonnentunnel hin oder her: Der traditionelle Ernteschluss der Spargelsaison ist weiterhin der 24. Juni.

7,40 Euro Bruttostundenlohn müssen Landwirte ihren Ernte-helfern in diesem Jahr zahlen, am Ende der Übergangszeit zum 1. Januar 2017 soll der Mindestlohn dann auf 8,50 Euro steigen (LZ berichtete). Damit wird der Spargel schrittweise teurer. Die Lohnkosten machen nach Angaben der Vereinigung der Spargelbauern in Niedersachsen rund 50 Prozent der Gesamtkosten aus.

One comment

  1. Jürgen Hempel Lüneburg

    Viele Spargelbauern lassen ihre Erntehelfer in Akkord arbeiten. Der Stundenlohn spielt dabei keine Rolle. Gern wird so dann der Preisschub begründet.