Aktuell
Home | Lokales | Oedeme: Häuslebauer müssen warten
Der Hasenburger Mühlenbach führt viel Wasser, vielleicht zu viel für problemloses Bauen im Gebiet des östlichen Ortskerns von Oedeme. Foto: t&w
Der Hasenburger Mühlenbach führt viel Wasser, vielleicht zu viel für problemloses Bauen im Gebiet des östlichen Ortskerns von Oedeme. Foto: t&w

Oedeme: Häuslebauer müssen warten

us Lüneburg. Lange schon warten die Oedemer auf den angekündigten Bebauungsplan, der den östlichen Ortskern im Stadtteil in Bauland verwandeln soll. Seit rund zweieinhalb Jahren ist das Thema in der Diskussion, im August 2013 stimmte der Ortsrat dem Aufstellungsbeschluss zu, einen Monat später auch der Bauausschuss der Stadt. Ein weiteres Jahr später wurde ein erster Entwurf im Oedemer Ortsrat vorgestellt, anschließend zur Stellungnahme öffentlich ausgelegt (LZ berichtete). Doch ein beschlussreifer Bebauungsplanentwurf fehlt noch immer. Wann er kommt, ist offen.

„Mir ist rätselhaft, warum das so lange dauert“, sagt Ortsbürgermeisterin Christel John. In der jüngsten Ortsratssitzung hatte Matthias Eberhard vom Bereich Stadtplanung den aktuellen Verfahrensstand vorgestellt und deutlich gemacht: Es gibt nichts Neues und auch noch keine Beschlusslage, „aber wir arbeiten daran“. Grund für die Verzögerungen sei eine Biotopflächen-Kartierung, mittels derer das betroffene Gelände hinsichtlich schützenswerter Vegetation und Tierarten untersucht werden soll. „Wir werden das Gelände über eine Vegetationsperiode hinweg beobachten und fangen jetzt damit an“, sagte Eberhard. Er rechnet damit, dass diese Arbeiten bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein werden.

Ein weiterer Punkt betrifft den Hasenburger Mühlenbach, der das Gelände durchquert. Aktuell stehe das Wasser „an der oberen Kante“, wie Eberhard erklärte. Das habe zur Konsequenz, dass dort Häuser nur gebaut werden können, wenn sie auf ausreichend hohem Grund stehen. Eine dafür erforderliche Erhöhung des Geländes müsse naturschutzrechtlich ausgeglichen werden. Um verlässliche Daten zu erhalten, werde derzeit der Wasserpegel im Jahresverlauf ermittelt. „Leider hatten wir einen relativ trockenenen Winter und ein trockenes Frühjahr“, sagte Eberhard und deutete damit an, dass die Werte womöglich nur bedingt Aussagekraft haben. Daher sei unklar, wann entsprechende Ergebnisse vorliegen. „Wir hoffen aber, den Bebauungsplan Ende des Jahres als Planentwurf vorstellen zu können.“