Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Film ab: Ansgar fungiert als Kameramann, Finnley, Alia, Fabian, Jan, Maurice und Niels (v.l.) zeigen das selbstgebastelte Raumschiff. Foto: be
Film ab: Ansgar fungiert als Kameramann, Finnley, Alia, Fabian, Jan, Maurice und Niels (v.l.) zeigen das selbstgebastelte Raumschiff. Foto: be

Außerirdische landen in Lüneburg

ahe Lüneburg. Es geht um Außerirdische und ihre enorm starke Energiequelle, um einen Satelliten, der von einem Meteoriten getroffen wird, und um einen Rat der Weisen, der Wissenschaftlern Aufträge gibt: Zutaten für einen spannenden „Science-Fiction-Film“. „Die Mission“ heißt er. Gedreht wurde er jetzt in Lüneburg. Das Besondere: Regisseure, Schauspieler, Drehbuchautoren, Kulissenbauer und Kameraleute waren allesamt nicht mal 15 Jahre alt. Den Film haben 17 Mädchen und Jungen in einem Ferienprojekt im Geschwister-Scholl-Haus realisiert. Dank professioneller Unterstützung mit richtigen Spezialeffekten, wie sie auch George Lucas in seiner Star-Wars-Reihe in Szene gesetzt hat.

Hintergrund ist eine deutschlandweite Kooperation des Bundesamtes für Bildung und Forschung mit den Volkshochschulen unter dem Titel Talentcampus zur Stärkung sozialer Kompetenzen. In Lüneburg sind zudem das Scholl-Haus als Gastgeber und die Trickfilmschule HollaenderART, die technisches Equipment und Know-how liefert, mit von der Partie. Durch die Förderung des Bundes ist die Teilnahme für die Mädchen und Jungen kostenlos.

Vier Tage lang arbeiten alle gemeinsam daran, einen Film auf die Beine zu stellen. Die Handlung entwickeln die Kinder selbst, teilen sich in Gruppen auf, um Szene für Szene des Storyboards umzusetzen. Johann erzählt: „Wir haben ein Raumschiff aus Pappe gebastelt und ein Cockpit.“ Beim Cockpit waren Johann und Co. besonders kreativ, aus alten Klorollenhaltern, CD-Ständern und Eierkartons machten sie Hebel, Ablagen und Schaltpulte.

Dann wird gefilmt: Vor einem grünen Tuch drehen vier am Boden liegende Kinder das auf einem Ständer montierte Raumschiff um die eigene Achse, so entsteht später mit dem Weltraum als Hintergrund der Eindruck, als fliege das Raumschiff. Derweil bastelt eine andere Gruppe Buchstaben aus Knete, sie sollen später für die Anfangssequenz verwendet werden und den Titel des Films bilden. Den Abschluss bildet dann ein Elternabend, bei dem die Teilnehmer auch jeweils eine DVD mit ihrem Film, einem Making-of und Bonusmaterial erhalten.