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Der Jahresumschlag im Lüneburger Hafen ist im vergangenen Jahr um 27 Prozent gegenüber 2013 gestiegen. Foto: t&w
Der Jahresumschlag im Lüneburger Hafen ist im vergangenen Jahr um 27 Prozent gegenüber 2013 gestiegen. Foto: t&w

Umschlag im Hafen erhöhen

lz Lüneburg. Unter dem Motto „Drei Häfen ein Verbund“ haben sich die Häfen Lüneburg, Uelzen und Wittingen unter dem Management der Süderelbe AG zusammengeschlossen. „Wir wollen die Häfen fit für den Wettbewerb machen“, betonte Gastgeber Jürgen Markwardt, Bürgermeister der Stadt Uelzen, die Zielrichtung bei der Vorstellung der ersten Ergebnisse des Verbunds. 100 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik waren ins Uelzener Rathaus gekommen, um die Hafenentwicklung am Elbe-Seitenkanal zu diskutieren.

Der Jahresumschlag im Lüneburger Hafen ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2013 um 27 Prozent gestiegen: 223788 Tonnen vermeldet die Hafen GmbH für 2014. Damit erreicht die verladene Menge wieder das Niveau des Jahres 2006, nachdem zuletzt in sechs von sieben Jahren die 200000er-Marke verfehlt wurde.

2014 wurden auf dem Elbe-Seitenkanal erstmals mehr als zehn Millionen Tonnen Güter mit dem Binnenschiff bewegt. Die drei Häfen haben 2014 insgesamt über eine Million Tonnen umgeschlagen auch das ist ein Rekord. Von einem gemeinsamen Marketingkonzept über eine Weiterentwicklung der Häfen bis hin zu gemeinsamen Angeboten reichen die von Projektmanager Frank Michael Braun von der Süderelbe AG vorgestellten Maßnahmen des Verbunds, „um noch attraktiver für den Kunden zu werden“. Eine wichtige Stellschraube ist und bleibe aber auch der Ausbau des Schiffshebewerks Scharnebeck, wie Martin Köther, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts Uelzen, ergänzte. „Wir setzen uns auch über das Bündnis Elbe-Seitenkanal für die Priorisierung Scharnebecks im neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 ein, weil dieses Infrastrukturprojekt essenziell für die regionale Entwicklung ist“, sagte Süderelbe AG-Vorstand Dr. Olaf Krüger.

Wie heute schon Optimierungen für die Binnenschifffahrt auf dem Kanal möglich sind, erläuterte Clemens Sommerfeld, Geschäftsführer der Binnenschiffahrtskontor Sommerfeld GmbH: Eine bessere Koordination an den Schleusen etwa über ein Wasserstraßenleitsystem berge das Potenzial, Staus bei der Abfertigung zu verringern. Die Standortvorteile der Häfen sollen in Zukunft noch besser genutzt werden, so Wolfgang Kloppenburg, Vorstandsvorsitzender der Osthannoversche Eisenbahn AG. Alle Häfen haben eine direkte Bahnverbindung, benötigen aber auch weitere Infrastrukturinvestitionen, um die durch den Verbund identifizierten Wachstumspotenziale zu heben.

Der Lüneburger Hafen wurde in den Jahren 1975/1976 im Zusammenhang mit dem Neubau des Elbe-Seitenkanals errichtet. Er hat sieben Anliegeplätze für Binnenschiffe sowie eine Bahnanbindung. Geschäftsführer Lars Strehse sieht die Entwicklungschancen des Standorts positiv, auch weil einige Anrainer erweitern wollen. Für die nächsten Jahre hält er eine Steigerung der Hafentonnage um rund 25 Prozent für realistisch.

Seit dem 31. März ist das gemeinsame Internetportal www.esk-hafenverbund.de online freigeschaltet.