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+++ Polizei nimmt Geldautomatensprenger fest +++

lz Lüneburg. Eine Gruppe polnischer Krimineller richtete mit etwa 20 Geldautomatensprengungen und verschiedenen PKW-Diebstählen in der Region einen Gesamtschaden von etwa 3 Millionen Euro an — nun gingen die Täter der Polizei ins Netz.

Wie berichtet, kam es Anfang September 2014 innerhalb von einer Stunde zu zwei Geldautomatensprengungen bei zwei Bank- und Sparkassenfilialen in Unterlüß (Landkreis Celle) und Wriedel (Landkreis Uelzen). Den Tätern gelang es jedoch nicht, Bargeld zu erbeuten. An beiden Gebäuden entstand jedoch erheblicher Sachschaden.

Die Ermittlungen wurden unmittelbar nach Bekanntwerden der Taten von den Ermittlern des Fachkommissariates (FK) „Bandenkriminalität“ bei der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) in Lüneburg übernommen.

Bereits wenige Tage später erfolgte eine erneute Sprengung in einer Sparkassenfiliale in Bendestorf (Landkreis Harburg) und unmittelbar darauf bei einer Bankfiliale in Brackel (Landkreis Harburg). Hier gelang es den Tätern, Bargeld aus den Automaten zu erbeuten. Sie flüchteten mit einem Stunden zuvor im Bereich Lüneburg gestohlenen AUDI A 6. Der Wagen wurden einige Wochen später nach einer versuchten Geldautomatensprengung in Hamburg-Neuenfelde aufgefunden.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass bei den Tatausführungen bis zu 5 Täter agierten. Der Verdacht, dass es sich dabei um Männer polnischer Herkunft handeln könnte, erhärtete sich. Die Täter seien darüber hinaus bereits seit Sommer 2014 „aktiv“ gewesen, beispielsweise in verschiedenen Bank-und Sparkassenfilialen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Mitte Februar dieses Jahres gelang es den ermittelnden Beamtinnen und Beamten mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften zwei Täter in einer Bankfiliale in Lüthorst, Landkreis Northeim, festzunehmen. Die beiden polnischen Täter waren gerade dabei, den Geldautomaten aufzusprengen.

Gegen die beiden Täter, die in diesem Fall zu zweit unterwegs waren, wurde seitens der Staatsanwaltschaft Göttingen Haftbefehle beantragt. Die Täter befinden sich zur Zeit in Untersuchungshaft.

In der letzten Woche erfolgten im Beisein von Beamten des FK Bandenkriminalität der ZKI Lüneburg durch polnische Polizeibeamte diverse Durchsuchungen bei weiteren Tatverdächtigen in Polen. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial aufgefunden und sichergestellt. Die Durchsuchungen wurden von der Staatsanwaltschaft Lüneburg im Rahmen der internationalen Rechtshilfe beantragt.