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Leuphana Universität Lüneburg: Neues Studienprogramm zu Menschenrechten

Lüneburg. Die Sicherung und der Schutz von Menschenrechten stehen im Zentrum eines neuen berufsbegleitenden Master-Studienprogramms der Leuphana Universität Lüneburg. Vom Oktober dieses Jahres an können sich Studierende im Master Governance and Human Rights an der Professional School der Universität für Tätigkeiten etwa in internationalen Organisationen, der Entwicklungshilfe oder in Nicht-Regierungsorganisationen qualifizieren. Einen ersten Einblick in das Programm erhalten Studieninteressierte am 29. April 2015 ab 15 Uhr bei einer Online-Informationsveranstaltung.

„Bei diesem Masterprogramm handelt es sich um ein in dieser Form weltweit einzigartiges Format. Es gibt kein anderes Studienprogramm, das globale Probleme der Menschenrechte so explizit aufgreift und praktische Strategien entwickelt, um sie zu schützen“, ist die Initiatorin des neuen Masters, Professor Dr. Anja Mihr, überzeugt. Im Fokus des englischsprachigen Angebots steht verantwortungsbewusstes Regierungshandeln, in der Wissenschaft als Governance bezeichnet. Während des Studiums geht es um die Vermittlung von Governance-Prinzipien, mit deren Hilfe Menschenrechte in den Kontexten von Entwicklungshilfe und –zusammenarbeit etabliert und gesichert werden sollen.

Der viersemestrige Studiengang ist als Fernstudium organisiert: Die Vorlesungen und Seminare finden überwiegend als E-Learning-Einheiten statt. Die Präsenzphasen werden in drei zweiwöchigen Blöcken gebündelt. Ein wichtiger Baustein des Studiums ist die praktische Anwendung des Wissens: Studierende entwickeln deshalb bereits im Studienverlauf ein eigenes Projekt zum Thema Menschenrechte oder Governance. Sie organisieren außerdem am Ende ihrer Studienzeit eine eigene Konferenz zu einem Thema ihrer Wahl.

Bewerbungen für einen Studienplatz sind bis zum 15. August 2015 möglich. Die Studiengebühren betragen 9.500 Euro. Neben der Leuphana Professional School beteiligen sich die Humboldt-Viadrina Governance Platform gGmbH und weitere Partner an dem Programm. Die Volkswagenstiftung unterstützt die Entwicklung des Studiengangs finanziell.

Die Online-Infoveranstaltung bietet Studieninteressierten die Möglichkeit, den Studiengang näher kennenzulernen und mehr über Organisation und Ablauf des berufsbegleitenden Studiums zu erfahren. Professor Mihr steht für Fragen der Teilnehmer zur Verfügung. eine Anmeldemöglichkeit für die Veranstaltung und weitere Informationen zum Master Governance and Human Rights gibt es auf der Webseite.

3 Kommentare

  1. Werner Schneyder

    „weltweit einzigartiges Format“ – das Marketingsgeschrei der Leuphana geht einem langsam auf die Nerven. Um nur einige Studiengänge zu nennen, die es schon gibt:
    – Donau-Uni Krems
    – Aberdeen
    – Sussex
    – London
    – Vidadrina
    – Bochum
    – Kingston
    – Wien
    – Sydney

    Ganz zu schweigen vom European Inter-University Centre for Human Rights and Democratisation (EIUC), dem sich 41 Universitäten angeschlossen haben.

    • Es ist einzigartig, da es per eLearning stattfindet und die Studierenden Governance-Mechanismen erlernen, um Menschenrechte zu sichern. So können die Studierenden weiterhin arbeiten und über das Internet studieren. Das ist auch etwas anderes, als ein Forschungszentrum für Menschenrechte.
      Land und Staat finanzieren weiterbildende Studiengänge nicht, deshalb die Gebühren. Aber alle Beschwerdeführer können ja für ein Stipendium zusammenlegen.

  2. „Die Studiengebühren betragen 9.500 Euro.“ Ja geht’s denn noch? Wo bleibt das Recht auf Bildung? Soll Bildung langsam arm machen oder will man die Schere zwischen arm und reich noch weiter öffnen und Bildung nur finanziell besser gestellten ermöglichen?

    Oder steckt dahinter der Versuch Finanzierungslücken für den Libeskindbau zu stopfen. Was auch immer. Ich finde es unverschämt und wider alle guten Sitten.