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Meterhohe Flammen trieb der böige Wind am Mittwoch über die Geesthachter Elbinsel. Die Feuerwehr hatte Schwierigkeiten, den Brand unter Kontrolle zu bringen, war mit 100 Kräften und 20 Fahrzeugen im Einsatz. Foto: tja
Meterhohe Flammen trieb der böige Wind am Mittwoch über die Geesthachter Elbinsel. Die Feuerwehr hatte Schwierigkeiten, den Brand unter Kontrolle zu bringen, war mit 100 Kräften und 20 Fahrzeugen im Einsatz. Foto: tja

Flammenmeer auf Elbinsel

tja Geesthacht. Ein unachtsamer Ausflügler hat am Mittwochnachmittag einen Großbrand auf der Geesthachter Elbinsel ausgelöst: Der Mann hatte am Ufer des beliebten Ausflugsziels Grillkohle im Gebüsch liegengelassen und so einen Flächenbrand entfacht. In der Folge trieb der böige Wind bis zu zehn Meter hohe Flammen über die Elbinsel, die ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet ist.

Die Feuerwehr hatte Probleme, die Situation in den Griff zu bekommen und war schließlich mit 100 Mann und 20 Fahrzeugen im Großeinsatz. Nach dem Griller fahndet jetzt die Polizei, die Hinweise auf sein Autokennzeichen hat.

Gegen 15.40 Uhr hatten Passanten den Notruf gewählt. Nach Polizeiangaben hatten sie den Mann zunächst beobachtet, wie er seine Grillkohle achtlos liegen ließ. Kurz darauf loderten die ersten Flammen. Als die Feuerwehr alarmiert wurde, zog bereits eine weithin sichtbare Rauchwolke über die Elbe.

„Uns wurde zunächst nur ein brennender Busch gemeldet, als wir das wahre Ausmaß dann vor uns hatten, haben wir sofort weitere Feuerwehr nachalarmieren lassen“, berichtet Jörg Obermüller, Gruppenführer der Geesthachter Feuerwehr. Schließlich kamen auch Retter aus Grünhof-Tesperhude, Börnsen, Marschacht, Rönne und Schwinde zum Einsatz. „Wir hatten Schwierigkeiten mit der Anfahrt, unter der Brücke kamen wir nicht mehr durch, wir mussten erst über eine Wiese fahren“, sagte Obermüller weiter.

Erst am Abend waren alle Brandnester auf der Geesthachter Elbinsel abgelöscht. Wegen der starken Rauchentwicklung gab es zeitweise Behinderungen im Berufsverkehr auf der naheliegenden Bundesstraße 404, der Verkehr staute sich bis zur Autobahn 25 zurück.