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Dietmar Klahn schwört auf CarSharing. Ein eigenes Auto besitzt er nicht. Foto: be
Dietmar Klahn schwört auf CarSharing. Ein eigenes Auto besitzt er nicht. Foto: be

Steigende Nachfrage für den „Zeitwagen“

chm Lüneburg. Teilen findet Dietmar Klahn sympathisch. Der hohe Verwaltungsaufwand eines Autobesitzers nervt den Suchtbeauftragten der Lüneburger Landesaufnahmebehörde dagegen. „Versicherungen, Reparatur, Steuern, TÜV all das wurde mir zu teuer und aufwendig.“ 2005 tauschte er seinen Privatwagen gegen Leihautos des CarSharing-Anbieters Campus Mobil ein, denn „wer weniger als 11000 Kilometer im Jahr fährt, für den sind Mietwagen einfach billiger“. Mit dieser Auffassung ist er nicht allein.

2009 wurde aus Campus Mobil cambio CarSharing Lüneburg. Standen ursprünglich fünf Autos an zwei Stationen zur Ausleihe bereit, sind es heute 30 an zehn Standorten. „Auch in der Hansestadt steigt die Nachfrage nach Leihautos“, sagt Pamela Büchler von der cambio-Filiale an der Wichernstraße.

Einen Wagen auf Zeit zu fahren, werde immer beliebter, glaubt auch Dietmar Klahn. Seit zehn Jahren ist der Lüneburger dem Prinzip treu. Die einfache Handhabung habe ihn überzeugt. Kunden können ein Auto per Internet, App oder Telefon buchen. Mit einer elektronischen Karte wird an einem stationsnahen Tresor der Schlüssel abgeholt. Danach kann es mit dem Mietwagen losgehen. „Unkompliziert“, findet Klahn.

Größere Nachteile habe er am Prinzip des Autoteilens nicht festgestellt. Im Gegenteil: „Für meine Bedürfnisse ist das Verfahren unschlagbar.“ Klahn vermutet zwar, dass das eigene Fahrzeug nach wie vor für viele zur Lebensqualität zähle. Doch umweltfreundlichere Alternativen wie eben das Teilen seien auf dem Vormarsch. In der Metropolregion Hamburg seien Anfang vorigen Jahres 1137 Kunden mit Sitz in Lüneburg angemeldet gewesen, zum Jahresende 1204, heißt es aus der cambio-Pressestelle. Bundesweit nutzen mehr als 65000 Menschen den CarSharing-Anbieter.

Dietmar Klahn hat die Erfahrung gemacht: „Seit ich Leihautos nutze, überlege ich eher, ob und in welchen Situationen ich das Auto wirklich brauche. Manchmal fahre ich stattdessen Fahrrad oder gehe zu Fuß.“

One comment

  1. Werner Schneyder

    Ich wusste gar nicht, dass man in der LZ Anzeigen schalten kann, ohne dafür zu bezahlen.