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Fünf Hektar Grünland sind auf der Elbinsel bei Geesthacht verbrannt, nachdem ein Ausflügler seine Grillkohle nicht gelöscht hatte. Foto: tja
Fünf Hektar Grünland sind auf der Elbinsel bei Geesthacht verbrannt, nachdem ein Ausflügler seine Grillkohle nicht gelöscht hatte. Foto: tja

Verbrannte Erde — Verursacher von Feuer auf Elbinsel ermittelt

tja Geesthacht. Es stinkt verbrannt, der Anblick ist traurig: Die Elbinsel bei Geesthacht ist nach dem Großbrand am Mittwoch nicht mehr das Paradies, das es bisher war (LZ berichtete). Das Feuer hat das frische Grün auf einer Fläche von mindestens 50000 Quadratmetern, wie die Feuerwehr schätzt, in eine schwarz verkohlte Landschaft verwandelt.

„Dank der Hinweise von Zeugen konnten wir einen Verdächtigen als Auslöser des Feuers ermitteln“, erklärte gestern Polizeichef Thomas Specht. Der Mann hatte heiße Grillkohle am Elbufer zurückgelassen und dadurch den Großbrand ausgelöst. „Die Kosten für den Einsatz unserer Feuerwehr werden wir dem Verursacher in Rechnung stellen“, sagte Torben Heuer, Sprecher der Stadtverwaltung Geesthacht. Eine Gebührensatzung regelt, was Fahrzeuge und Helfer pro Stunde kosten. Heuer: „Das summiert sich allein für die Feuerwehr Geesthacht schnell auf einige Tausend Euro.“ Dazu kommen noch Einsatzkosten weiterer Einheiten aus der Umgebung und aus Niedersachsen, die in den Großeinsatz eingebunden waren. Drei Stunden dauerten die Löscharbeiten, sieben Strahlrohre wurden eingesetzt und Löschwasser aus der Elbe gepumpt.

Unterdessen planen weder die Stadt als Eigentümerin der durch den Schleusenbau entstandenen Insel noch das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), dem die Ufer gehören, das Gelände abzusperren. „Die Ufer sind grundsätzlich für die Allgemeinheit zugänglich, das wollen wir nicht ändern“, sagte WSA-Chefin Bettina Kalytta. Heuer: „Wir appellieren an die Menschen, nicht fahrlässig mit Feuer umzugehen und verursachten Abfall mitzunehmen.“