Aktuell
Home | Lokales | Bahnstreik: Güter- und Personenverkehr beeinträchtigt
Zugausfälle und -verzögerungen, überfüllte Wartehallen, geprellte und verärgerte Fahrgäste -- all das gab es erst im vergangenen November. Nun hat die GDL erneut zum Streik im Güter- und Personenverkehr aufgerufen. Foto: A./be
Zugausfälle und -verzögerungen, überfüllte Wartehallen, geprellte und verärgerte Fahrgäste -- all das gab es erst im vergangenen November. Nun hat die GDL erneut zum Streik im Güter- und Personenverkehr aufgerufen. Foto: A./be

Bahnstreik: Güter- und Personenverkehr beeinträchtigt

rb/lz Lüneburg. Ab heute müssen sich erneut Logistikkunden von DB Schenker Rail und ab morgen Millionen Bahnreisende in Deutschland infolge des siebten GDL-Streiks auf massive Beeinträchtigungen einstellen.

Die GDL-Spitze hat zum Streik im Güter- und Personenverkehr der Deutschen Bahn aufgerufen. Der Güterverkehr soll von heute, Dienstag, 15 Uhr bis Freitag 9 Uhr (66 Stunden) bestreikt werden. Der Ausstand im Personenverkehr ist für den Zeitraum Mittwoch 2 Uhr bis Donnerstag 21 Uhr (43 Stunden) angekündigt. Die Bahn hat einen Ersatzfahrplan eingerichtet.

Laut Reinhard Boeckh, Leiter der Konzernpressestelle, sollen den Reisen in den Bahnhöfen zusätzliche Mitarbeiter zur Betreuung  zur Verfügung stehen. Wie bei den vorhergehenden Arbeitsniederlegungen plant die DB auch dieses Mal mindestens ein Drittel ihres Angebotes aufrechterhalten. Auch die Busgesellschaften der Bahn sollen für Ersatzverkehre eingesetzt werden.

Der Ersatzfahrplan für den Fern- und Regionalverkehr am Mittwoch ist im Laufe des heutigen Tages in den Auskunftssystemen über www.bahn.de abrufbar. Zusätzlich zur allgemeinen Servicenummer der Deutschen Bahn unter 0180 6 99 66 33 (20ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf) ist ab sofort eine kostenlose Servicenummer unter 08000 99 66 33 frei geschaltet.

Fahrgäste, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht wie geplant durchführen können, können sich ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen kostenlos erstatten lassen. Alternativ können Reisende den nächsten – auch höherwertigen – Zug nutzen. In diesem Fall wird bei zuggebundenen Angeboten, wie Sparpreis-Tickets, auch die Zugbindung aufgehoben. Ausgenommen hiervon sind regionale Angebote mit erheblich ermäßigtem Fahrpreis (Schönes Wochenende-, Quer-durchs-Land- oder Länder-Tickets) sowie reservierungspflichtige Züge.

Derweil heißt es vonseiten der metronom eisenbahngesellschaft, dass alle Züge laut Fahrplan eingesetzt werden, Fahrgäste sollten sich dennoch „vereinzelte, leichte Verspätungen“ einstellen, so Pressesprecher Björn Pamperin. Alle gültigen Fahrkarten des DB Fernverkehrs und DB Nahverkehrs werden wie zuvor je Strecke im metronom anerkannt.