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Ähnlich wie bei den Workshops zum Thema LaborN werden auch im Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ Studierende mit Teilnehmern aus der Lüneburger Stadtgesellschaft zusammenarbeiten.
Foto: Carina Weber
Ähnlich wie bei den Workshops zum Thema LaborN werden auch im Projekt Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ Studierende mit Teilnehmern aus der Lüneburger Stadtgesellschaft zusammenarbeiten. Foto: Carina Weber

Zuschlag im Bundeswettbewerb: Lüneburg wird „Zukunftsstadt“

sp Lüneburg. Wie sieht die Stadt von morgen aus? Um diese Frage geht es im Wettbewerb „Zukunftsstadt„, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2015 startet. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka gab jetzt die Namen der 52 Städte, Gemeinden und Landkreise bekannt, die an der ersten Runde teilnehmen – die Hansestadt Lüneburg ist dabei. Für alle, die sich in Lüneburg dafür einsetzen, dass auch künftige Generationen gut leben können und eine Stadtgesellschaft für alle aktiv mitgestalten wollen, ist das eine gute Nachricht. Projektpartner der Hansestadt Lüneburg sind die Leuphana Universität Lüneburg und der Verein Technik, Umwelt, Natur, kurz T.U.N., Medienpartner des Projektes ist die Landeszeitung für die Lüneburger Heide.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge fühlt sich durch das Votum des Bundesministeriums auf dem eingeschlagenen Weg bestätigt: „Die Hansestadt Lüneburg hat gemeinsam mit Partnern in den vergangenen Jahren gute Grundlagen gelegt, Stichworte sind Agenda 21, Fair Trade, die verschiedenen Beteiligungsprojekte oder auch nicht zuletzt im vergangenen Winter unsere gute Platzierung um den Nachhaltigkeitspreis. Diesen Weg wollen wir weiter gehen und haben jetzt mit dem Zuschlag für den Wettbewerb gute Chancen. Ich sehe das auch als weiteren Meilenstein für die Zusammenarbeit mit der Universität am gemeinsamen Thema Nachhaltigkeit.“

In Lüneburg haben die städtische Verwaltung, die Leuphana und der Verein T.U.N. die Projektskizze unter dem Titel „Zukunftsstadt Lüneburg 2030+“ zusammen entwickelt. Dr. Karl-Heinz Rehbein, der als Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hansestadt Lüneburg auch die weitere Umsetzung eng begleitet, erklärt: „Das Besondere an dem Lüneburger Projekt ist, dass es im Wesentlichen von Studentinnen und Studenten des nächsten Erstsemester, Winter 2015/2016, erarbeitet wird, und zwar mit Paten, die aus den unterschiedlichsten Bereichen der Lüneburger Stadtgesellschaft kommen sollen.“ Aufgabe der etwa 15 Gruppen werde es sein, zusammen mit ihren Paten ein Bild ihrer „Zukunftsstadt Lüneburg 2030+“ zu zeichnen und es dann auf der Leuphana Konferenzwoche im März 2016 zu präsentieren. „Die Ergebnisse werden auch visualisiert und Oberbürgermeister Mädge in Form eines Atlas übergeben.“

Mit dem Zuschlag des Ministeriums haben Rehbein und seine Partner begonnen, zunächst einmal Paten für die Studierenden-Gruppen zum Beispiel aus Wirtschaft, Kultur, Kaufmannschaft, Gesundheitswesen, Forschung und Umwelt zu gewinnen. Rehbein ist zuversichtlich: „Erste Gespräche mit Lüneburger Persönlichkeiten haben ergeben, dass großes Interesse besteht als Pate mitzuwirken.“

Prof. Daniel Lang, der das Projekt von Seiten der Leuphana Universität gemeinsam mit Prof. Ulli Vilsmaier begleitet, erklärt: „Wir wollen umsetzbare Zukunftsbilder für eine nachhaltige Entwicklung entwerfen. Dafür bietet gerade die Zusammenarbeit von Lüneburger Bürgern und Studienanfängen im Rahmen des Leuphana Semesters eine hervorragende Chance. Bestehende Lüneburger Initiativen und Wünsche ganz unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Gruppen bilden die Grundlage für unsere Arbeit.“

Susanne Puschmann vom T.U.N.: „Ich freue mich sehr, dass wir dabei sind, da sich unser Verein zurzeit sehr mit dem Thema ,zukünftiges Leben‘ beschäftigt. Insbesondere der Atlas wird eine wichtige Ressource für Planungen der Stadtentwicklung Lüneburgs sein.“

Hans-Herbert Jenckel sagt für die LZ: „Die Medienpartnerschaft ist für uns selbstverständlich, schließlich ist die Zeitung, sind die Online-Angebote des Medienhauses Landeszeitung in der Region die erste und die beste Diskussionsplattform mit der größten Reichweite für Fragen der Stadtentwicklung. Das Medienhaus LZ hat ein vitales Interesse an einer zukunftsfähigen Stadt, das gilt für Technologie, das gilt für Architektur und namentlich für die Stadtgesellschaft der Zukunft.“

Das ganze Projekt „Zukunftsstadt“ ist in drei Phasen angelegt, für die sich die teilnehmenden Städte jedes Mal wieder neu beim Bundesministerium bewerben. Insgesamt stellt das BMBF dafür 1,75 Millionen Euro bereit. 168 Kommunen haben sich beworben, 52 davon haben den Zuschlag für die erste Runde bekommen. Das Lüneburger Konzept arbeitet in der dritten Runde auf so genannte „Reallabore“ zu, die die entwickelten Ideen in die Praxis umsetzen sollen.