Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Ina Heise vom kreiseigenen Betrieb Straßenbau und -unterhaltung teilt ein, wann an welcher Stelle gezählt werden muss. Gestern war Straßenwärter Carsten Lübcke an der Hamburger Straße im Einsatz. Foto: t&w
Ina Heise vom kreiseigenen Betrieb Straßenbau und -unterhaltung teilt ein, wann an welcher Stelle gezählt werden muss. Gestern war Straßenwärter Carsten Lübcke an der Hamburger Straße im Einsatz. Foto: t&w

Rund 30 Straßenwärter führen Verkehrszählung in Lüneburg durch

emi Lüneburg. Ein Feldweg an der Hamburger Straße (K46) zwischen Lüneburg und Bardowick, 15.15 Uhr, im Sekundentakt rauschen die Fahrzeuge vorbei. Vor gerade einmal 15 Minuten haben Carsten Lübcke und Stephan Barth ihre Schicht im weißen Sprinter begonnen, da zeigen ihre Handzähler schon jeweils um die 170 Pkw an. Die beiden Männer gehören zu den rund 30 Straßenwärtern, die seit Dienstag an 90 Standorten entlang der 61 Kreisstraßen im Landkreis Lüneburg überprüfen, wie viele Fahrzeuge unterwegs sind. Die kreisweite Verkehrszählung dauert noch bis Ende September 2015 und soll die Verkehrsentwicklung überwachen.

Mit der Aktion schließt sich der Kreis Lüneburg der bundesweiten Zählung an, die Mitte April gestartet ist. Alle fünf Jahre erhebt die Bundesanstalt für Straßenwesen die Zahlen für Bundes- und Landesstraßen, an den Lüneburger Kreisstraßen fand die letzte Verkehrszählung vor 15 Jahren statt.

„In den Jahren 2005 und 2010 haben wir die Zahlen hochrechnen lassen“, sagt Ina Heise vom Betrieb Straßenbau und -unterhaltung, die die Aktion für den Landkreis Lüneburg organisiert. „Ziel ist es jetzt, frische Zahlen zu bekommen, um zu sehen, wie hoch die Verkehrsbelastung auf den Straßen im Vergleich zum Jahr 2000 ist. So können wir auch feststellen, wo Ausbaumaßnahmen sinnvoll und notwendig sind.“

Mithilfe von Handzähler, Zettel und Stift halten Carsten Lübcke und Stephan Barth an der Hamburger Straße drei Stunden lang jedes einzelne Fahrzeug fest vom Fahrrad bis zum Lkw mit einem Gewicht über 3,5 Tonnen. Erfasst werden die verschiedenen Fahrzeugtypen für jede Fahrtrichtung jeweils separat. „Auf die Straßenwärter wartet drei Stunden Hardcore-Arbeit“, sagt Ina Heise augenzwinkernd. „Wer morgens zählt, ist besser dran.“ Da dauert eine Schicht nur zwei Stunden.

Zu zweit werden die Mitarbeiter nur an sogenannten A-Zählstellen eingesetzt, also an besonders stark befahrenen Kreisstraßen, über die pro Tag mehr als 7000 Fahrzeuge rollen. Acht davon gibt es im Kreis Lüneburg. An den B-Zählstellen ist einer allein zuständig.

Zusätzlich zur manuellen Zählung kommt auch ein Zählleitpfosten zum Einsatz. Er sieht laut Heise aus wie ein ganz normaler Leitpfosten und erfasst automatisch, welches Fahrzeug sich wie schnell in welche Richtung bewegt. Blitzen würde er allerdings nicht, beruhigt die Kreismitarbeiterin.

Wenn die Zählung abgeschlossen ist, übernimmt die Bundesanstalt für Straßenwesen die Auswertung. Dem Kreis werden die Zahlen voraussichtlich Mitte 2016 vorliegen.