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Die Workshop-Referenten Timm-Christian Schindel (vorn) und Daniel Menzel bei der Produktion eines Musikvideos. Foto: Granarte-Film
Die Workshop-Referenten Timm-Christian Schindel (vorn) und Daniel Menzel bei der Produktion eines Musikvideos. Foto: Granarte-Film

Kreativität statt üppige Budgets

kg Lüneburg. Schmachtend im Wind stehen und das Lied bedeutungsschwanger in die Kamera schmettern. Wie Michael Jackson im Video zu „Thriller“ eine verrückte Geschichte in drei Minuten erzählen oder passend zur Musik eigene Welten erschaffen und per Animation die Puppen für sich tanzen lassen. Der Erfolg eines Musikvideos hängt nicht mehr von großen Platten-Labels oder TV-Musiksendern wie MTV und VIVA ab. Die Videos verbreiten sich im Internet, dort zählen neben der Bekanntheit der Künstler vor allem Kreativität und die gute Idee.

Beim Kursus „Musikvideos mit Bordmitteln drehen“ am 9. Mai an der Universität geben die Filmemacher von „Granarte Film“ einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der Musikvideo-Produktion. Damit möchten sie auf den Video Contest VIEWS vom 20. bis 26. Juni vorbereiten, bei dem in diesem Jahr eine Wettbewerbs-Sparte dem Genre Musikvideo gewidmet ist.

„Im Kursus wollen wir einen Einblick in die Macharten von Musikvideos geben von Realfilm über die Stop Motion Technik bis zu Animationsmöglichkeiten“, sagt Timm-Christian Schindel von Granarte Film. „Dabei haben wir im Blick, dass die vorgestellten Techniken auch ohne üppige Budgets, sondern mit Bordmitteln umsetzbar sind, so dass die Teilnehmer des Video Contests sie auch für ihre Wettbewerbs-Produktionen einsetzen können.“

Zur Veranstaltergemeinschaft des Video Contest VIEWS gehören neben den Initiatoren, dem Videoportal LZplay, das Medien- und Rechenzentrum der Leuphana, das Stadtarchiv, die Mobile Medienarbeit/SJD-Die Falken sowie Granarte Film. Ziel ist es, Lüneburgs Nachwuchsfilmern eine Plattform zu bieten, ihre Ideen zu würdigen und eine Möglichkeit zur Vernetzung zu bieten.

Die Kategorie „MusikVideo“ bildet eine von drei Wettbewerbssparten. Die Teilnehmer sind aufgefordert, mit befreundeten Sängern oder Bands bis zum Anmeldeschluss am 21. Juni Clips zu drehen und einzureichen. Die Verwendung gemapflichtiger Musik ist dabei nicht erlaubt. Bei Bedarf helfen die Veranstalter gern mit Kontakten zu regionalen Musikern weiter, die sich für eine Zusammenarbeit bereit erklärt haben. Die weiteren Wettbewerbssparten sind „DokuDigital“, die Kategorie für Video-Dokumentationen mit Drehort Lüneburg, die wie die Musikvideos bereits vorab fertig gestellt werden können und eine Maximallänge von 10 Minuten nicht überschreiten dürfen (eingereicht werden können auch gekürzte Ausschnitte), außerdem „Lüneburg24“, in der die Teilnehmer innerhalb von 24 Stunden ein vorgegebenes Thema ins bewegte Bild umsetzen werden. Die Anmeldung für alle Contest-Kategorien erfolgt am 20./21. Juni im Stadtarchiv. Den Gewinnern winken hochwertige Preise.

Anmeldungen für die kostenfreie Veranstaltung „Musikvideos mit Bordmitteln drehen“ am 9. Mai (13 Uhr, Campus Scharnhorststraße) per E-Mail an bordmittel@granarte.com.