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Mit einem Schiffskorso auf der Elbe zogen die Veranstalter des Kurs Elbe.Tag wieder zahlreiche Zuschauer an die Elbe. Foto: Wichers
Mit einem Schiffskorso auf der Elbe zogen die Veranstalter des Kurs Elbe.Tag wieder zahlreiche Zuschauer an die Elbe. Foto: Wichers

Kurs Elbe.Tag in Lauenburg: Kunst, Genuss und Wasser-Fontänen

lj Hohnstorf/Lauenburg. Aus der „Bonschemacherei“ duftet es nach Karamell, Klaviermusik weht aus dem „Künstlerhaus Lauenburg“ und auf der Elbe im Hintergrund zieht gemächlich der Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ vorbei: Der 2014 gegründete Verein „Kunst & Genuss am Fluss“ stellt erstmals auch einen Programmpunkt auf dem diesjährigen Event „Kurs Elbe. Tag“ am vergangenen Wochenende.

Unter dem Motto „Regionales, Kreatives und Köstliches“ öffneten Sonnabend und Sonntag Werkstätten und Läden in der historischen Elbstraße ihre Türen und präsentierten Seite an Seite mit eingeladenen Kunsthandwerkern aus der Region ihre Werke. So stehen Figuren aus Keramik von Antche Kluge neben bunten Leinenstoffen aus der Weberei „Die Elblinnen“.

Einige Türen weiter in einem Altstadthäuschen führt Birgit Andresen aus Basedow vor, wie sie die Wolle ihrer robusten Landschafrasse spinnt. Daneben feilt der Kettensägenschnitzer Piter Wichers an einem hölzernen Männlein: „Die Ohren sind noch etwas groß,“ sagt der Hohnstorfer und bearbeitet das Eichenholz mit einer groben Feile. „Ich freue mich, mit vielen interessierten Gästen des „Kurs. Elbe Tag“ ins Gespräch über meine Arbeit zu kommen,“ sagt Wichers. Die Resonanz sei sehr positiv, trotz etwas durchwachsenem Wetter. Zum ersten Mal präsentiert der Kettensägenschnitzer auch seine zweite Leidenschaft: Fotografien von Seeadler. „Ich schnitze seit Jahren unter anderem Adler,“ sagt der Kunsthandwerker, „aber ich möchte möglichst detailgetreu sein. Deswegen lege ich mich mit meiner Kamera im Tarnanzug bei Sonnenaufgang auf die Lauer und versuche eigene Fotos von den Tieren zu schießen. Von den Aufnahmen schaue ich dann beim Schnitzen ab.“

Am Sonntag auf der anderen Seite der Elbe, in Hohnstorf, findet für Groß und Klein ein weiterer Programmpunkt des „Kurs Elbe. Tag“ statt: Am „Hohnstorfer Fährhaus“ und den Deich entlang gibt es Fischerei- und Kunsthandwerk, ein Karussell und zahlreiche Aufführungen wie beispielsweise die Tänze der „Nordendorper Kiekebuscher“. Auch Norbert Thiemann, Geschäftsführer des Artlenburger Deichverbandes, steht mit seinen Kollegen auf dem Deich, samt den Maschinen des in Hohnstorf ansässigen Betriebshofes. „Wir möchten der Öffentlichkeit unsere Arbeit präsentieren und für die Bedeutung des Deichschutzes sensibilisieren,“ erklärt Thiemann, „deswegen haben wir auch unser Equipment mitgebracht, wie den Schlepper mit Mulchausleger, den wir erst seit neuestem für die Deichpflege nutzen.“

Der Höhepunkt des „Kurs Elbe. Tag“ ist ein Schiffskorso am Sonntagnachmittag. „Wir erwarten 13 Fahrgastschiffe, die in Formation die Elbe zwischen Lauenburg und Hohnstorf entlangfahren,“ sagt Jens Kowald, Geschäftsführer der „Flusslandschaft Elbe“. Von drei Seiten können die Besucher das imposante Schauspiel beobachten: von den Ufern der beiden Orte und von Bord der teilnehmenden Schiffe. Als Abschluss der Schiffsparade schießen voranfahrende Feuerwehrschiffe Fontänen in die Luft. „Wir wollen mit dem bunten Programm am „Kurs Elbe. Tag“ und dem Schiffskorso als Höhepunkt auf die Region aufmerksam machen und Lust bereiten, wiederzukommen,“ sagt Kowald.