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Sanierungsbedürftig und mittlerweile zu klein ist das Gebäude der Awo-Kita in Kaltenmoor. Die Stadt erwägt nun einen Neubau. Foto: be
Sanierungsbedürftig und mittlerweile zu klein ist das Gebäude der Awo-Kita in Kaltenmoor. Die Stadt erwägt nun einen Neubau. Foto: be

Kaltenmoor: Neubau der Awo-Kita?

as Lüneburg. Das Gebäude der Awo-Kita in Kaltenmoor ist mehr als 40 Jahre alt und erheblich sanierungsbedürftig. Die Stadt will nun prüfen, ob Sanierung oder Neubau die richtige Lösung ist. Im Vorfeld dazu geht es auch um die dafür benötigten Finanzmittel, die im Rahmen der Fortschreibung des Rahmenplans für das Sanierungsgebiet Kaltenmoor bereitgestellt werden sollen.

Das Sanierungsgebiet Kaltenmoor wurde im Mai 1999 durch Ratsbeschluss förmlich festgelegt, im selben Jahr erfolgte noch die Aufnahme in das Städteförderprogramm „Soziale Stadt — Investitionen im Quartier“. Das Sanierungsvolumen betrug seither rund 11 Millionen Euro. Zahlreiche Maßnahmen, die im sogenannten Rahmenplan festgeschrieben waren, wurden inzwischen umgesetzt. Nun soll der Rahmenplan fortgeschrieben werden. Sprich: Es sollen weitere Projekte umgesetzt werden. Im Bauausschuss im Februar dieses Jahres hatte die Verwaltung dazu schon erläutert, dass im Rahmen der Weiterentwicklung des Einkaufszentrums zum Beispiel der Neubau eines Drogeriemarktes realisiert werden solle und die Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße umgestaltet werden soll. Dazu bedürfe es einer Erhöhung der Finanzierungsmittel von 11 Millionen Euro auf rund 12,6 Millionen Euro. Dazu erfolgte im Ausschuss am 23. Februar bereits ein Beschluss.

Angesprochen wurde damals auch schon die notwendige Modernisierung des Awo-Kindergartens. Laut Stadt hat dieser einen hohen allgemeinen und energetischen Sanierungsbedarf. Dazu kommt, dass das Gebäude nicht erweitert werden kann. Für die Krippenkinder musste bereits eine benachbarte Wohnung aus dem Gebäudebestand der Buwog angemietet werden. Allein aus diesem Grund spräche schon einiges für den Neubau. Der könnte dann sogar Platz bieten für ein Familienzentrum. In Gesprächen mit einem der Großeigentümer in Kaltenmoor hat die Stadt nun erfahren, dass sich dieser den Verkauf einer Parkpalette an der Graf-von-Moltke-Straße vorstellen könnte, da diese nicht mehr so stark genutzt wird.

Für den Neubau einer Kita auf diesem Grundstück müsste im Vorfeld aber erst einmal die Parkpalette zurückgebaut werden. Das alles würde natürlich Kosten mit sich bringen. Deshalb plädiert die Stadt für eine weitere Erhöhung der Finanzierungsmittel um weitere 1,1 Millionen Euro. Unterm Strich würde sich das Gesamt-Finanzvolumen von ehedem rund 11 Millionen Euro auf rund 13,8 Millionen Euro erhöhen. Dabei handelt es sich um eine Drittel-Finanzierung durch Bund, Land und Kommune, sprich die Stadt trägt ein Drittel der Kosten.