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Aussteller und Standbetreiber hätten sich etwas mehr Resonanz gewünscht, auch 20 Stände sind weggefallen. So manches Schnäppchen konnte man beim Bürgerflohmarkt in Adendorf trotzdem machen. Foto: ina
Aussteller und Standbetreiber hätten sich etwas mehr Resonanz gewünscht, auch 20 Stände sind weggefallen. So manches Schnäppchen konnte man beim Bürgerflohmarkt in Adendorf trotzdem machen. Foto: ina

Erster Bürgerflohmarkt im Eisstadion Adendorf bleibt hinter den Erwartungen

ina Lüneburg. „Alle Standplätze sind vergeben. Weitere Anmeldungen nur noch auf der Warteliste!“ Wer sich noch vor Anmeldeschluss auf der Homepage des Bürgervereins Adendorf für den ersten Bürgerflohmarkt registrieren lassen wollte, hatte leider Pech gehabt. Wie auf allen Flohmärkten gab es auch hier nur eine begrenzte Standzahl, sonst hätten sicher viel mehr Ortsansässige — denn nur die durften teilnehmen — ihre Dachboden- und Kellerkostbarkeiten in der weitläufigen Eishalle angeboten.

Leider kamen nicht alle Interessenten, die vorab einen Flyer ausgefüllt und weggeschickt hatten. „20 Stände sind so weggefallen“, beklagte sich Jürgen Gratzke, Vorsitzender des Bürgervereins. Mehrere Monate hatte er den ersten Bürgerflohmarkt im Walter-Maack-Eisstadion mit seinen Vorstandskollegen vorbereitet, hatte örtliche Verkäufer gesucht, den Termin in der Presse, im Internet und über Handzettel beworben. Mit dem schönen Vorsatz: Die Adendorfer Bürger noch stärker zusammen zu bringen.

Doch die Resonanz blieb überschaubar. „Es sind hier viel zu wenig Käufer“, beklagte sich Elena Lankheit. Die Schuld gibt die Standbetreiberin dem Verein, der ihrer Ansicht nach „viel zu wenig Werbung machte“. Wer sich dennoch einfand, konnte die üblichen Schnäppchen erbeuten. „Gerade habe ich einen spannenden Krimi für einen Euro erworben“, freute sich Christa Cordes. Da sie nur „um die Ecke“ wohnt, nahm sie die Abwechslung gerne wahr. „Leider überwiegen Kindersachen, und da ich weder Kinder noch Enkel habe, sind diese Angebote für mich gänzlich uninteressant.“ Das Event an sich schätzte sie dennoch: „Hier gibt es Kuchen und Musik, das ist schon prima organisiert.“

Die akustische Unterhaltung bot die Band des Bürgervereins, die auch den Reinerlös der Veranstaltung erhielt. Jürgen Gratzke: „Von den Einnahmen durch Standgeld und Kuchenverkauf werden ein Akkordeon und eine Steeldrum sowie ein Verstärker finanziert.“

Für Langschläfer war der Flohmarkt optimal terminiert. Denn statt bereits um sechs Uhr in der Frühe die Tore zu öffnen, startete er erst um 10 Uhr vormittags. „Wir waren mit die letzten hier“, sagte Jens Masanek. „Es war aber kein Problem, einen Platz zu finden.“ Bereits gegen 14.30 Uhr wollte er dennoch mit seiner Mitstreiterin Susanne Stock die bis 17 Uhr angesetzte Veranstaltung verlassen. „Wir haben bei drei Metern 18 Euro investiert und rund 100 Euro verdient, damit sind wir zufrieden.“ Ein Receiver, eine Playstation, einige Telefone, antike Tassen und Figürchen gingen dafür über den Tresen. „Wir verlangten nicht viel, wollten die Sachen einfach gern los werden.“

Eröffnet wurde der Markt vom Ratsvorsitzenden Rainer Dittmers, der die kostenlose Bereitstellung der Halle nach Saisonende für den guten Zweck lobte.

Ob es eine Wiederholung gibt, steht noch nicht fest.

4 Kommentare

  1. Naja …. Grundlage bei Bestellungen (ob Bücher oder Standplätze) IMMER Vorkasse. Das ist selbst bei unser Weihnachtsfeier so. Und die mangelnden Käufer ? Hmmmm…ich wäre gerne hingegangen. Allerdings war diese Veranstalltung für mich als Lüneburg absolut unbekannt. Wo wurde der Flohmarkt denn angekündigt ?

  2. Wir gehen gerne auf Flohmärkte, aber auf den üblichen Seiten wurde er nicht angekündigt. Oder war er nur von Adendorfern für Adendorfer?

  3. Bin Adendorfer und habe es leider auch nicht mitbekommen….

  4. Auch bei mir ist keine Werbung angekommen, wirklich sehr schade!
    Werbung in den zahlreichen Facebook Gruppen, Flohmarktführern und in der Presse
    ist unerlässlich für eine erfolgreiche Veranstaltung!
    Zudem geht ohne Social Media Heutzutage nichts mehr –
    das sollte sich langsam herumgesprochen haben.